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5. Dezember 2022

49ers Germany

Official 49ers Fan Chapter, part of Niner Empire.

Greenlaw Ejection: Droht dem Linebacker eine Sperre?

6 min read

Beim 22:16-Heimerfolg der San Francisco 49ers gegen die Los Angeles Chargers feierten die Niners ihren fünften Heimerfolg. Dabei wurde Linebacker Dre Greenlaw nach einem Helmet-to-Helmet-Contact mit Chargers Quarterback Justin Herbert des Feldes verwiesen. Eine kontroverse Entscheidung, die sowohl Befürworter als auch kritische Stimmen hervorbrachte. Nun droht dem Linebacker neben einer Geldstrafe womöglich sogar eine Suspendierung.

Die Szene des Spiels

Die San Francisco 49ers besiegten in Sunday Night Football die Los Angeles Chargers mit 22:16. Die brisanteste Szene des Spiels, die für viel Diskussionsstoff sorgte, war ein Helmet-to-Helmet-Hit von Linebacker Dre Greenlaw gegen Chargers Quarterback Justin Herbert. Kurz vor der Halbzeitpause scrambelte Herbert beim dritten Versuch und sechs Yards mit dem Ball und die Niners Defense wollte den Quarterback unbedingt stoppen. Die Chargers hatten bei vier ihrer ersten sechs Possessions gepunktet, Justin Herbert hatte bereits 161 Passing-Yards erzielt und die 49ers lagen mit 16:10 zurück.

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In den beiden Plays zuvor konnten die Defense von DeMeco Ryans bereits starken Druck ausüben. Erst konnte Charles Omenihu einen Sack und ein Forced Fumble gegen Herbert provozieren, aber die Chargers konnten durch Jamaree Salver den Ball recovern. Im folgenden Play stoppte Jimmie Ward den scrambelnden Quarterback nach einem Raumgewinn und elf Yards. Die Defense der Niners begann heiß zu laufen und begann die Line of Scrimmage zu dominieren.

Das Play, dass für Diskussionsstoff sorgte, war in vielen Dingen wegweisend für die Begegnung aber nicht eindeutig. Herbert lief also erneut mit dem Ball und war auf dem Weg zu einem First Down. Von hinten erwischte ihn Linebacker Fred Warner an den Beinen und Safety Jimmie Ward von der Seite. Dies veränderte die Laufrichtung/Flugbahn des Quarterbacks. Dre Greenlaw wollte den herannahenden Quarterback von vorne stoppen und versuchte den Runner zu tackeln. Durch das Einwirken von Warner und Ward krachte Greenlaw mit dem Helm gegen den Helm von Herbert – ohne Warner/Ward hätte es wahrscheinlich in der Schulter oder dem Brustbereich Herberts eingeschlagen.

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Personal Foul? Ja, aber Ejection?

Die Offiziellen in New York stuften den Hit von Dre Greenlaw als "flagrant" ein und disqualifizierten den Linebacker für den Rest des Spiels. Die 49ers konnten die Hinausstellung ihres Leading Tackles nicht nachvollziehen. 

„Das hat mich ziemlich aus den Socken gehauen", sagte Head Coach Kyle Shanahan über die Ejection direkt im Anschluss an die Partie. „Ich verstehe die Strafe. Ich verstehe das vollkommen ... denn ich denke, er hat seinen Helm getroffen. Ich habe die Wiederholung noch nicht gesehen. Ich werde es mir ansehen, wenn ich zu Hause bin. Aber ich dachte, es muss Absicht vorliegen (für eine Ejection), und das war ein großer Schritt für uns, Greenlaw dadurch für das ganze Spiel zu verlieren. That's huge. Das hat mich wirklich schockiert. Hoffentlich können sie uns das beibringen, damit wir verstehen, warum wir einen unserer Spieler verloren haben."

Ejection war nicht die Entscheidung des Referees

Walt Anderson, Senior Vice President of Officiating der NFL, sagte nach dem Spiel am Sonntagabend, dass die Entscheidung, 49ers Linebacker Dre Greenlaw wegen des Helmet-to-Helmet-Hits gegen Quarterback Justin Herbert aus dem Spiel zu werfen, vom League Officiating Office getroffen wurde. Anderson erklärte er nach Sunday Night Football, dass die Offiziellen die Flagge auf das Spielfeld geworfen haben, aber das Büro der Offiziellen entschied, Greenlaw aufgrund der Schwere des Fouls aus dem Spiel zu werfen.

„Was die Offiziellen hatten, war eine Flagge für einen Spieler, der seinen Kopf senkt und einen gewaltsamen Kontakt herstellt, und Regel 19 erlaubt uns, wenn eine Flagge geworfen wird, das Spiel zu untersuchen, und wenn wir das Gefühl haben, dass die Aktion flagrant ist, dann erlaubt uns die Regel, den Spieler zu disqualifizieren, und das ist es, was wir entschieden haben", sagte Anderson laut dem Pool-Bericht. „Es war eine flagrante Handlung."

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„Erschwerende Faktoren“ und droht eine Sperre?

Anderson sagte, dass bei der Entscheidung, Greenlaw des Feldes zu verweisen, mehrere Faktoren eine Rolle spielten. „Der Zeitpunkt, die Art und Weise, in der der Spieler die Möglichkeit hatte, eine andere Entscheidung zu treffen. All diese Faktoren spielen eine Rolle bei der Entscheidung, ob etwas flagrant ist. Das sind nur einige der Faktoren, die berücksichtigt werden", sagte Anderson.

„Der Runner war ein downed Runner. Er war bereits durch den Kontakt zu Boden gegangen. Das spielt sicherlich eine Rolle, wenn man sich die Aktionen des Verteidigers ansieht. Hätte er andere Möglichkeiten gehabt, wären wir der Meinung gewesen, dass die Aktionen, die er unternommen hat, eklatant waren, und das war der Grund für die Disqualifikation."

Anderson kommentierte weiter, die Entscheidung habe nichts damit zu tun, dass Herbert ein Quarterback sei, und Greenlaw wäre aus dem Spiel genommen worden, wenn er einen Running Back so getroffen hätte. „Es wäre dasselbe gewesen, wenn es irgendein anderer Ballträger gewesen wäre", sagte Anderson. „Ein weiterer Punkt ist, dass, egal ob Fouls angezeigt werden oder nicht, ob Fouls am Spieltag eine Folge haben oder nicht, Spieler immer zusätzlichen Disziplinarmaßnahmen während der Woche unterliegen und alle persönlichen Fouls von der Liga jede Woche überprüft werden und zusätzliche Disziplinarmaßnahmen immer möglich sind, bis hin zur Suspendierung."

Ob und wie lange Dre Greenlaw suspendiert werden konnte, wird sich in den kommenden Tagen herausstellen.

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Teamkollegen stellen sich vor Greenlaw

„Das ist ein schwieriges Play", sagte Nick Bosa. „Dinge passieren dort draußen sehr schnell. Ich kenne ihn. Er versucht nicht, jemanden zu verletzen. Er versucht, ein Play zu machen. Es ist, was es ist." Free Safety Jimmie Ward war mit dem Platzverweis nicht einverstanden und weiß, dass der Versuch, den eigenen Schwung zu stoppen oder zu verlangsamen, wenn Herberts Knie den Rasen berührt, zwecklos ist. Ward hatte jedoch weniger Mitleid mit dem Quarterback. 

„Ich muss es mir wirklich noch einmal ansehen", sagte Ward. „Ich dachte wirklich, dass sie es auf mich schieben würden. Heutzutage darf man einen Quarterback nicht mehr berühren, aber ich habe versucht, ihn zu töten. Ich wünschte, er hätte sich gewehrt. Zweimal wünschte ich, er wäre nicht ausgerutscht, damit ich ihn mich spüren lassen konnte."   

Während der Helmet-to-Helmet-Hit von Dre Greenlaw zurecht mit einer Flagge geahndet wurde, kam Chargers Safety Derwin James nach einem Helmet-to-Helmet-Hit gegen 49ers Wide Receiver Brandon Aiyuk bisher ohne jegliche Repressalien davon.  

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