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5. Dezember 2022

49ers Germany

Official 49ers Fan Chapter, part of Niner Empire.

Wildcard „Endspiel“: 49ers empfangen Vikings

10 min read

Ein Playoff Game mitten in der Regular Season? Bei der Partie der San Francisco 49ers gegen die Minnesota Vikings geht es am Sonntag für beide Teams um viel. Denn beide Teams stehen mit einer Bilanz von 5-5 auf zwei der drei Wild Card Spots. Der Verlierer wird es schwer haben die Playoffs zu erreichen. Ein „Endspiel“ um die Playoffs im Levi´s Stadium.

Week 12: Minnesota Vikings

Bedeutung der Partie im Hinblick auf die Wildcard Plätze

Durch die Niederlage der New Orleans Saints rutschten die San Francisco 49ers auf den siebten Platz in der NFC. Den ersten Wild Card Spot belegen derzeit die Los Angeles Rams mit einer Bilanz von 7-3. Danach folgen die Minnesota Vikings und die San Francisco 49ers mit einer ausgeglichenen Bilanz von 5-5. Sollten die 49ers die Begegnung gegen die Vikings gewinnen, steigt ihre rechnerische Chance auf das Erreichen der Postseason auf 70%, während diese bei einer Niederlage auf 30% sinkt. Bei den Vikings würde bei einem Sieg die Quote sogar auf 78% steigen (und auf 40% bei einer Niederlage fallen).

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Beide Teams haben nach Week 12 noch sechs Begegnungen zu spielen. Also hat sicherlich auch der Verlierer die Möglichkeit einen der drei Wild Card Plätze zu erreichen. Allerdings muss man auch die Philadelphia Eagles im Blick haben. Die Eagles stehen bei 5-6 und haben in der restlichen Spielzeit den einfachsten Spielplan der NFC vor sich. Die Eagles treffen noch zweimal auf die New York Giants und das Washington Football Team sowie auf die New York Jets.

Die Situation bei den Vikings

Das Team von Head Coach Mike Zimmer kommt mit zwei starken Partien und Siegen bei den Los Angeles Chargers und gegen die Green Bay Packers nach Kalifornien. Am vergangenen Sonntag besiegte man die Packers mit 34:31, obwohl die Defense von Zimmer 467 Total Yards der Packers zugelassen hatte. Die Vikings gehen wie die 49ers mit einer Bilanz von 5-5 in das Matchup von Week 12. Alle Niederlagen der Vikings waren One-Score-Games. Man verlor gegen die Cincinnati Bengals (24:27), Arizona Cardinals (33:34), Cleveland Browns (7:14), Dallas Cowboys (16:20) und Baltimore Ravens (31:34 in Overtime).

Abgesehen von der Partie gegen die Seattle Seahawks (30:17), waren auch die weiteren Siege alle sehr knapp. Das Team aus der NFC North besiegte die Detroit Lions (19:17), Carolina Panthers (34:28 in Overtime), Los Angeles Chargers (27:20) und die Green Bay Packers (34:31). Spiele der Vikings sind für den neutralen Zuschauer spektakulär und zumeist bis in die Schlusssekunden spannend.

Statistische Werte der Vikings

Die Offense um Kirk Cousins, Adam Thielen, Justin Jefferson und Co. produziert 387,0 Total Yards pro Spiel (#7) und 25,5 Punkte pro Partie (#12). Mit 29:58 Minuten Ballbesitz pro Begegnung liegt man auf dem 18. Platz der NFL. Quarterback Kirk Cousins warf bereits für 2.775 Yards und 21 Touchdowns bei nur zwei Interceptions. Justin Jefferson (944 Yards, sechs Touchdowns) und Adam Thielen (624 Yards, acht Touchdowns) sind die gefährlichsten Waffen von Cousins im Passangriff. Auf dem Boden sorgen Dalvin Cook (734 Yards, vier Touchdowns) und Alexander Mattison (294 Yards für Furore).

Die Offense der Vikings belegt nach Total DVOA den neunten Platz ligaweit. Mit ihrem Passangriff sind die Vikings die Nummer zwei nach Pass DVOA, während der Laufangriff nach Rush DVOA nur auf Platz 29 rangiert.

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Prunkstück der Defense von Head Coach Mike Zimmer ist der Pass Rush. Mit 31 Sacks haben die Vikings bisher die meisten Sacks aller Teams gesammelt. Nach Total Defense liegt man mit 378,9 zugelassenen Yards pro Spiel auf dem 28. Platz von 32 Teams. 127,0 Yards pro Spiel lassen die Vikings auf dem Boden (#27) zu und sogar 251,9 (#20) durch die Luft. Danielle Hunter (6,0 Sacks) und Everson Griffin (5,0 Sacks) führen die Vikings Defense an. Eric Kendricks und Xavier Woods haben bisher jeweils zwei Interception gefangen.

Nach Defense DVOA liegen die Vikings auf dem 13. Platz. Die Passverteidigung der Vikings macht einen sehr guten Job und liegt nach Pass DVOA auf dem 8. Platz. Dagegen liegt man mit der Run Defense abgeschlagen auf dem 27. Rang.

Schlüssel zum Sieg

Run the Ball

Die San Francisco 49ers liefen den Ball den vergangenen beiden Begegnungen jeweils mehr als 40 Mal. Aber bei den Erfolgen waren kaum Explosive Runs zu sehen und die Niners mussten sich die Yards hart erarbeiten. Der längste Run in Jacksonville (42 Carries, 171 Yards, 4,1 Yards pro Carry) kam von Deebo Samuel über 25 Yards. Gegen die Los Angeles Rams (44 Carries, 156 Yards, 3,5 Yards pro Carry) erreichte Elijah Mitchell einen Lauf über 17 und einen weiteren über 10 Yards.

Auch gegen die Minnesota Vikings werden die 49ers Running Backs hart arbeiten müssen. Die Vikings lassen zwar durchschnittlich 4,8 Yards pro Run zu, aber bisher gaben die Gäste lediglich drei Läufe über 15 Yards in dieser Saison ab. Ohne Danielle Hunter (Injured Reserve List), Dalvin Tomlinson (Reserve/COVID-19 List) und Everson Griffin (Non Football Injury List) gehen die Vikings und ihre Defensive Line geschwächt in die Partie.

„Wir waren in der Lage, die Ketten beim dritten Down zu bewegen, was es uns erlaubt, den Ball zu laufen und "Smash-Mouth-Football" zu spielen", sagte Head Coach Kyle Shanahan. „Aber es ist nicht so, dass wir die Leute nur im Laufspiel überrumpeln“. In Partien unter Shanahan, in denen man den Ball 40 Mal oder mehr gelaufen ist, fuhr man acht Siege bei keiner Niederlage ein.

Kreative Überraschungen

Die 49ers sind nun bei einer ausgeglichenen Bilanz und man konnte drei der letzten vier Begegnungen gewinnen. Mit mehr Selbstvertrauen und einem Rhythmus in der Offense kann man nun auch mehr und mehr das Playbook öffnen. Sicherlich bleibt das Run Game die Identität des Teams, aber auch Jimmy Garoppolo liefert in den vergangenen Begegnungen sehr gut ab. In den letzten vier Spielen kam er auf ein Passer Rating von über 100 und ist nach EPA pro Play seit Week 7 der effektivste Quarterback der Liga.

Die Erfolgsformel lautet: Running Game über Elijah Mitchell und Jeff Wilson. Dazu spielt Garoppolo beim Third Down den Retter in der Shotgun-Formation. Dazu wurde man kreativ mit Deebo Samuel als Hybrid-Running-Back und auf einmal ist Brandon Aiyuk ein erstklassiger Receiver. Dazu kommt ein gesunder George Kittle. Und nicht zuletzt die Offensive Line, die trotz des Ausfalls von Mike McGlinchey weiter funktioniert

Quelle: https://rbsdm.com/stats/stats/

Auf einmal sind die 49ers voller Überraschungen. Was holt Shanahan als nächstes aus seinem Playbook heraus? Vielleicht Packages mit Trey Lance? Eher unwahrscheinlich, zumindest solange die 49ers in der Redzone das erfolgreichste Team sind. Vielleicht taucht Jauan Jennings wieder auf, oder Travis Benjamins Schnelligkeit als Deep Threat kommt zum Einsatz?

Was werden sich Shanahan und Offensive Coordinator Mike McDaniel als nächstes ausdenken? Kirk Cousins, der mit Shanahan in Washington den Durchbruch in der NFL schaffte, sagte: "Er macht einen sehr guten Job, indem er vielseitig ist und letztlich einfach kreativ mit dem Plan umgeht, die Leute aus dem Gleichgewicht zu bringen".     

Turnover vermeiden und Takeaways forcieren

Beide Teams sind in der NFC vor allem deshalb wieder im Rennen, weil sie den Football sichern und in entscheidenden Momenten zupacken. Die 49ers leisteten sich bei ihren Siegen gegen die Bears, die Rams und die Jaguars im vergangenen Monat keine Turnover. Bei den Niederlagen gegen die Indianapolis Colts und Arizona Cardinals sah das noch ganz anders. In diesen Begegnungen leistete man sich sieben Turnover.

Die Vikings liegen mit einem Turnover Differential von plus sechs auf einem geteilten fünften Platz in der Liga. Dies liegt bei den Gästen aus Minnesota vor allem an Kirk Cousins. Bisher wurden nur zwei von 374 Pässen intercepted. Von den letzten 195 Pässen von Cousins wurde keiner abgefangen. Dagegen leistete sich die Vikings Offense schon vier Ballverluste durch Fumbles. Kirk Cousins hat bereits sechs Fumbles auf seinem Konto, es folgen Dalvin Cook, Justin Jefferson und Adam Thielen mit jeweils zwei Fumbles sowie Alexander Mattison mit einem. Aber man hat nur vier Fumbles verloren.

Effizienz bei Third Down und in der Red Zone

Obwohl die Offense der 49ers bei der Third Down Effizienz auf Platz 22 liegt (37,9%), konnten sie bei den letzten beiden Siegen 14 von 26 dieser Spielzüge verwandeln. Beim 31:17-Debakel gegen Arizona im letzten Monat waren es noch 1 von 11. Bei der Third-Down-Offense der Vikings sieht es ähnlich aus: 38,8% Effizienz, aber 14 von 27 bei den letzten beiden Siegen. Allerdings bei den vorangegangenen Niederlagen gegen Baltimore und Dallas waren es 5 von 14 und 1 von 13.

Bemerkenswert ist auch, dass die 49ers bei der Effizienz in der Red Zone die Liga anführen. 77,8% ihrer Red Zone Trips enden in Touchdowns. Beim Opening Drive bei den Jacksonville Jaguars mit 20 Spielzügen und 13 Minuten Spielzeit musste man sich aber mit einem Field Goal begnügen.     

Cook einbremsen

Frühe Führungen in den letzten beiden Spielen bedeuteten, dass die Laufverteidigung der 49ers auf dem Boden keinen großen Gefahren ausgesetzt wurde. Das könnte sich mit Dalvin Cook von den Vikings, dem fünftbesten Rusher der NFL (734 Yards, vier Touchdowns), ändern. Er hat in dieser Saison bereits drei Spiele mit 100 oder mehr Rushing Yards absolviert, gekrönt von einem 140 Yard Spiel in Carolina.

„Er ist einer der Besten, wenn es darum geht, ein One-Cut-Back zu sein, entschlossen zu sein, Downhill zu gehen und explosiv durch diese Gaps zu kommen", sagte Linebacker Fred Warner. „Wenn ein Mann aus einer Lücke heraus ist, wird er sie finden und uns ausnutzen". Cook erlief bei den letzten beiden Siegen 94 und 86 Yards, nachdem ihn eine Ex-Freundin in einem Zivilprozess wegen Körperverletzung und Freiheitsberaubung in einem Vorfall aus dem Jahr 2020 verklagt hatte.

Cook hatte in zwei Spielen gegen die 49ers keinen Rushing-Erfolg. Er sammelte 40 Yards (16 Carries) bei einem Sieg der Vikings 2018 in Minnesota und nur 18 Yards (neun Carries) bei der Niederlage in der Divisional Round gegen die 49ers im Januar 2020. Die Vikings haben den Center gewechselt, so dass die 49ers mit D.J. Jones, Arik Armstead, Kentavius Street und Kevin Givens die Laufwege in der Mitte blockieren werden.

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X-Factor: Moseley vs. Jefferson

Die Cornerbacks der 49ers scheinen einen Sturm zu Beginn der Saison überstanden zu haben, der mit Strafen und großen Raumverlusten gespickt war. Aber Emmanuel Moseley, Josh Norman und Nickelback K'Waun Williams werden in diesem Spiel doppelt gefordert sein.

Williams dürfte am meisten dafür verantwortlich sein, Adam Thielen, einen der besten Route Runner der NFL, zu stoppen. Justin Jefferson, Receiver im zweiten Jahr, war letztes Jahr auf dem Draft Radar der 49ers. Er wurde als Nummer 22 gedraftet, und die 49ers zogen Brandon Aiyuk drei Spots danach. Shanahan sagte über Jefferson: "Wir waren große Fans. Er ist einer der besten Receiver in der Liga, wenn nicht sogar der beste. Er war unglaublich. Ich liebe seinen Spielstil. Er erinnert mich an Emmanuel Sanders zu seiner Zeit."

Beim 34:31-Sieg am Sonntag zerlegte Jefferson die Zonendeckung der Green Bay Packers und kam auf 169 Yards (acht Catches, zwei Touchdowns). Vor zwei Wochen hatte er bei einem 27:20-Sieg gegen die Los Angeles Chargers neun Catches für 143 Yards erzielt. Emmanuel Moseley und Josh Norman werden sozusagen alle Hände voll zu tun haben. Sie müssen es vermeiden, Jefferson zu „halten“ und damit zu den 17 Pass Interference Penalties der 49ers weitere hinzuzufügen.

Historie

Die Begegnung am Sonntag im Levi`s Stadium ist das 49. Aufeinandertreffen der beiden Teams. Die San Francisco 49ers liegen im All-Time Vergleich mit 24 Siegen gegenüber 23 Niederlagen bei einem Remis knapp vorn. In Heimbegegnungen führen die Niners mit 15 Siegen bei acht Niederlagen und einem Remis. Im Levi`s fanden bisher zwei Begegnungen statt und die Niners gingen zwei Mal als Sieger vom Feld.

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