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UDFA Vorstellungsrunde (3): DL Darrion Daniels

5 min read

Im dritten Teil der Vorstellungsrunde der Undrafted Rookie Free Agents der San Francisco 49ers machen wir euch heute mit Darrion Daniels vertraut. Der Nose Tackle spielte sein Abschlussjahr am College für die Nebraska Cornhuskers und war zuvor vier Spielzeiten für Oklahoma State aktiv. Daniels hat durch die Rehabilitationsphase von D.J. Jones womöglich sogar die besten Chancen aller UDFAs der Niners auf einen Spot auf dem 53er Roster. In den beiden ersten Ausgaben zu den UDFAs haben wir bereits Safety Jared Mayden und Running Back JaMycal Hasty vorgestellt.

Daniels spielte Football, Basketball und war als Leichtathlet aktiv

Darrion Daniels (4. Dezember 1997 / 1,92 m / 141 kg) spielte in seiner Jugend zunächst Fußball. An der Bishop Dunne Catholic High School in Dallas spielte er dann Basketball, Football und war als Leichtathlet aktiv. Er Footballer wurde er auf beiden Seiten der Line of Scrimmage als Offensive Tackle und Defensive Tackle eingesetzt. Als Junior und Senior wurde er ins First-Team All-State und zwar als Offensive Tackle und Defensive Tackle. In seiner Junior Season sammelte er an der High School 80 Tackles, 25 Tackles für Raumverlust sowie zwei Sacks. In seinem Abschlussjahr kam er auf 67 Tackles, 28 Tackles für Raumverlust und acht Sacks und wurde zum Defensive Player of the Year des Distrikts ernannt.

Der Four Star Recruit entschied sich für Oklahoma State

Von den Scoutingagenturen wurde als Four Star Recruit eingestuft. Daniels war der an Nummer 20 gesetzte Spieler auf seiner Position in der Recruiting Class von 2015 und der 39. Recruit Overall in Texas. Er bekam mehr als 30 Scholarship Offers. Dabei waren unter anderem die Top Programme LSU und Ohio State. Daniels entschied sich aber für die Oklahoma State Cowboys. Bei den Cowboys kam er in seinen ersten beiden Spielzeiten in allen 26 Spielen zum Einsatz, startete aber in keiner Partie. In seiner Junior Spielzeit startete er in zehn Spielen (er verpasste die letzten drei Spiele durch eine Verletzung) und sammelte 26 Tackles, 0,5 Sacks und wehrte zwei Pässe ab.

Nach dieser Spielzeit erhielt er den Vernon Grant Award für Führungsqualitäten, Geist und Enthusiasmus. Seine Senior Season sollte seine Break Out Season werden, doch beendete ein Sehnenriss im linken kleinen Finger, der operiert werden musste, bereits nach vier Spielen seine Saison. Daniels bekam eine Redshirt Saison nach der neuen Regelung, nach der dies mit vier oder weniger Einsätzen möglich ist.

Als Graduate Transfer zu den Cornhuskers

In vier Spielzeiten von 2015 bis 2015 machte Daniels für die Oklahoma State Cowboys 40 Spiele (14 Starts). Er sammelte 64 Tackles, 9,5 Tackles für Raumverlust, 2,0 Sacks und zwei abgewehrte Pässe. In Stillwater machte Daniels seinen Abschluss in Marketing und entschied sich, seine letzte mögliche College Spielzeit bei einem anderen Team zu absolvieren. Als Graduate Transfer wählte er die University of Nebraska und stand in dort in einem Team mit seinem jüngeren Bruder Damion, der ebenfalls in der Defensive Line spielt. Football liegt in der Familie. Vater Tony Daniels spielte Defensive End an der Texas Tech University und schaffe es als Undrafted Rookie Free Agent zu den Green Bay Packers in die NFL.

Für die Nebraska Cornhuskers unter Head Coach Scott Frost machte Darrion Daniels elf Starts in elf Spielen. Er kam auf 34 Tackles, 3,5 Tackles für Raumverlust, 1,5 Sacks, einen abgewehrten Pass und eine Interception. Daniels wurde die Ehre als Team Captain bei den Huskers zu Teil und er bekam eine Honorable Mention All-Big Ten. Insgesamt sammelte er in seiner fünfjährigen College Karriere 98 Tackles, 13 Tackles für Raumverlust, 3,5 Sacks, vier abgewehrte Pässe und ein Interception.

Nose Tackle mit schnellem ersten Schritt

Darrion Daniels startete ein Jahr für die Nebraska Cornhuskers in der Big Ten Conference in einem 3-4 Base Scheme. Er wurde zumeist als Nose Tackle eingesetzt im Scheme von Defensive Coordinator Erik Chinander. Seine Stärken sind ein schneller erster Schritt durchs A-Gap, belastet die Blocker mit seinem aktiven Spielstil und er kann nach einem Spin Move die Balance gut halten. Daniels arbeitet stark und gut mit seinen Händen gegen die Brust seines Gegenspielers und versucht sein Padlevel niedrig zu halten. Er beeindruckte Coaches und Mitspieler in Lincoln durch seine reife, professionelle Persönlichkeit und wurde direkt zum Team Captain ernannt.

Daniel ist nicht komplett durchtrainiert und verlässt sich zu sehr auf seinen Motor als auf seine Instinkte. Dadurch verliert er den Football aus den Augen. Geht der Spielzug nicht durch sein Gap ist er schon mal zu schnell unterwegs und das Play geht an ihm vorbei – er kann dann nicht mehr in das Play zurückkommen. Von einem starken Center ist er oft bei der Verteidigung von Outside Zone Runs aus dem Play genommen worden. Daniels ist zu wild in seinen Bewegungen und würde von mehr Kontrolle profitieren. Er war Teil einer schweren und harten Rotation und stand nur in 45,6 der Snaps auf dem Feld.  

Darrion Daniels spielt Downhill macht viel Dampf und kräftigen Händen, setzt Blocker unter Druck und überrascht sie mit seiner unerbittlichen Natur. Allerdings führt seine wilde Spielweise nicht zu einer starken Produktion im Backfield – kaum Tackles für Raumverlust oder Sacks. In der NFL könnte seine ungestüme Spielweise leicht ausgenutzt werden. Seine Athletik ist für die NFL nur durchschnittlich (sieht man auch an seinen Combine Stats). Daniels ist ein aktiver und temperamentvoller Spieler auf und abseits des Spielfelds. Er gewinnt bisher nicht genug Eins-gegen-Eins Duelle auf engem Raum und muss seinen Angriffspunkt verbessern.