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5. Dezember 2021

49ers Germany

Official 49ers Fan Chapter, part of Niner Empire.

Packers @ 49ers: The Good, the Bad and the Ugly! Week 3

10 min read

Viel „Schlechtes“, ein wenig „Gutes“ und natürlich auch „Hässliches“ gab es für die San Francisco 49ers am dritten Spieltag der 2021 NFL Saison. Das Team unterlag aufgrund eines Game-Winning Field Goals mit auslaufender Uhr von Mason Crosby den Green Bay Packers mit 28:30. Vor dem kommenden Spiel gegen die Seattle Seahawks werfen wir unter den bekannten Kategorien noch einen letzten Blick zurück auf die Heimniederlage im Levi’s Stadium.  

THE GOOD:

Die Special Teams

Die Special Teams der San Francisco 49ers waren gerade in der letzten Saison mit zahlreichen Fehlern, Muffed Punts und Fumbles nicht gerade das Aushängeschild des Teams. Aber nach der Verpflichtung von zahlreichen Spielern, die in den vergangenen Jahren bereits starke Leistungen in den Special Teams gebracht haben (zum Beispiel Trent Sherfield), scheint die Unit von Coordinator Richard Hightower den Turnaround geschafft haben. Die 49ers belegen nach Week 3 den vierten Platz nach Special Teams DVOA nach Football Outsiders. Die Saison 2020 schloss man auf dem 23. Platz der Metric von Football Outsiders ab.

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Trenton Cannon

Ein starker Faktor war gegen die Packers Kick Returner Trenton Cannon. Cannon brachte die 49ers mit einem 68 Yard Kickoff Return, der erst von Kicker Mason Crosby gestoppt werden konnte, kurz vor der Halbzeitpause zurück in die Partie. Dies war der längste Kickoff Return von den 49ers seit der Saison 2019. Insgesamt erzielte Cannon mit drei Kickoff Returns 104 Yards (durchschnittlich 34,7 Yards). Außerdem schaffte Cannon als Gunner einen starken Tackle und bringt seit seiner Verpflichtung vom Waiver der Baltimore Ravens starke Leistungen. Dazu schaffte Brandon Aiyuk mit zwei Punt Returns 23 Yards. Zusammen sind das 127 Return Yards.

Mitch Wishnowsky

Mitch Wishnowsky mausert sich bei den San Francisco 49ers immer mehr zum Leistungsträger. Der australische Punter sorgte in den Spielen im September mit starken Vorstellungen für schlechte Ausgangspositionen der gegnerischen Offense. Mit elf Punts kommt er bisher auf durchschnittlich 46,8 Yards (43,4 Yards Net Average) und platzierte acht Punts innerhalb der 20 Yard Linie. Damit führt er die Liga an. Gegen die Packers puntete er viermal und schaffte dabei durchschnittlich 53,9 Yards pro Punt. Für seine Leistungen im September wurde er einmal zum NFC Special Teams Player of the Week gewählt und für den Monat September zum NFC Special Teams Player of the Month.

Kyle Juszczyk

In Abwesenheit von Raheem Mostert, Jeff Wilson und auch Elijah Mitchell bekam Kyle Juszczyk jede Menge Arbeit. In 48 von 70 offensiven Snaps stand der Fullback auf dem Feld und bekam die meisten Carries seiner Karriere in einem Spiel. Juszczyk bekam den Ball fünfmal und erarbeitete 14 Yards, Dazu fing er alle vier Targets für 37 Yards und einen Touchdown. Darüber hinaus nahm er mehrfach einen Pass Rusher auf und ließ dabei keinen Pressure auf seinen Quarterback zu.

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Brandon Aiyuk

Der Wide Receiver hatte zu Beginn der Saison einen schweren Stand nach einer Oberschenkelverletzung aus dem Training Camp. In Week 1 gegen die Detroit Lions bekam er nicht ein Target – seine Situation wurde schnell mit Dante Pettis und dessen Zeit im „Doghouse“ von Kyle Shanahan verglichen. Der First Round Pick aus dem vergangenen Draft fing vier von sechs Targets und machte damit 37 Yards und einen wichtigen Touchdown. Mit seinem Touchdown direkt nach der Halbzeitpause waren die 49ers wieder im Spiel. Aiyuk steigt mit verbesserten Fitness einen Leistungszuwachs und wird in den kommenden Wochen eine starke Waffe in der Offense der 49ers sein.

Die Offense in den letzten 31 Minuten

28 Punkte in 31 Minuten Spielzeit sind eine sehr gute Ausbeute. Das Team kam von einem 0:17-Rückstand durch einen Kickoff Return von Trenton Cannon und dem anschließenden Touchdown Run von Trey Lance sowie dem guten Opening Drive in der zweiten Spielhälfte zurück in die Partie. Mit ein wenig Glück gewinnt man die Partie – 37 Sekunden auf der Uhr hätten reichen können. Der Touchdown von Kyle Juszczyk kam ein wenig zu früh. Die Niners hatten sicher geplant, dass man mit dem Pass auf Juszczyk ein neues First Down kurz vor der Endzone erzielt und dann die Uhr runter spielt. Aber: Juszczyk kämpfte sich in die Endzone und wurde dafür kritisiert! Kann den irgendjemand sicher vorhersagen (außer Grant Cohn natürlich), dass man den Touchdown in einem späteren Play gemacht hätte, wenn Juszczyk nicht in die Endzone gekommen wäre? Nein! „Juice“ musste die Chance nutzen.

THE BAD:

Die Offense in den ersten 29 Minuten

28 Punkte gegen die Packers dürfen allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Offense nun im zweiten Spiel in Serie in der ersten Halbzeit praktisch nicht existent war. Nur 19 Plays hatten die Offense den Ball in ersten 29 Minuten. Das Resultat waren drei Punts und eine Interception (die von Jaire Alexander wirklich gut verteidigt würde). Dazu stand natürlich die Defense enorm lange auf dem Feld und immer wieder unter Druck. Auf der anderen Seite findet die Offense in keinerlei Rhythmus. Schon gegen die Philadelphia Eagles hatte man das Problem, dass man das Laufspiel nicht installieren konnte und dazu die Abstimmung von Quarterback und Receivern nicht funktionierte. Es hängt in der West-Coast Offense alles am Timing. Nur mit Ballbesitz findet man in den Rhythmus und kann ein Spiel von „vorne“ bestreiten, anstatt hinterherzulaufen.

Jimmy Garoppolo

Zur Leistung der Offense wurde schon vieles geschrieben. Ähnlich verhält es sich mit dem Signal Caller. Die Leistung wechselt wie die Persönlichkeiten von „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“. Für Garoppolo steht eine Interception und ein Fumble zu Buche. Der abgefangene Pass auf Kittle war eigentlich perfekt in den Lauf auf den Tight End gelegt. Jaire Alexander hat das Play einfach auch fantastisch antizipiert und hat sich von seiner Outside Cornerback Position in die Mitte abgesetzt. Hier könnte man auch die Frage stellen: Wo war der Outiside Receiver? Am Ende bleibt es bei der Interception für Garoppolo. Das Fumble geht ganz klar auf seine Kappe. Entweder muss er den Ball vorher wegwerfen oder den Sack nehmen. Das war Mr. Hyde.

Auf der anderen Seite führte Dr. Jekyll die 49ers beinahe noch zum Sieg. 28 Punkte in 31 Minuten können sich sehen lassen. Auch seine Performance gerade bei Third Downs in der zweiten Spielhälfte war sehr gut und er brachte mehrere schwierige Pässe an den Mann. Die 49ers waren gegen die Packers perfekt in der Redzone und erzielten bei vier Trips vier Touchdowns. Dazu brachte Garoppolo sechs von sieben Pässen bei Third Downs für durchschnittlich zehn Yards an den Mann. Nach EPA pro Dropback liegt Garoppolo mit 0,21 auf dem sechsten Rang. Allerdings im ersten Viertel sind es bisher erschreckende -0,60 EPA pro Dropback – Platz 31 ligaweit.

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Demgegenüber stehen auch noch die Big Time Throws und die Turnover Worthy Plays. In beiden schneidet Garoppolo extrem schlecht ab. Man kann für beide Seiten immer wieder Argumente und Statistiken finden. Die 49ers kommen anscheinend gar nicht zu den ersten 15 bis 25 gescripteten Plays zu Spielbeginn. Gegen die Packers und auch bei den Eagles lief man der sprichwörtlichen Musik schnell hinterher. Garoppolo kommt erst auf 23 First Quarter Snaps (13 Passing Dropbacks), während Dak Prescott die Liga mit 66 anführt. Die Offense und Garoppolo muss zu ihrem Rhythmus finden – und zwar zu Beginn der Partie (und über 60 Minuten beibehalten).

Offensive Line

In den ersten beiden Partien ließ die Offensive Line nach Pro Football Focus zwölf Total Pressures und nur einen Sack zu. Dies sah gegen die Green Bay Packers, die ohne ihren besten Pass Rusher Za’Darius Smith antreten mussten, völlig anders aus. Zwölf Total Pressures gab die Offensive Line (Pressures, die einem Spieler zugerechnet werden) ab. Garoppolo wurde viermal zu Boden gebracht und musste weitere elf Hits einstecken. Zu viel! Außerdem funktionierte auch das Run Blocking (Ausnahme der „NFL Way to Play Award“ Block von Trent Williams) nicht und die Niners erreichten weniger als 3,5 Yards pro Play.

Defensive Line

Gegen eine ersatzgeschwächte Offensiv Line der Packers schwächelte die Defensive Line der 49ers zum völlig falschen Zeitpunkt. Ganze sieben Total Pressures standen am Ende der Partie für die 49ers auf der Habenseite. Sowohl Right Tackle Billy Turner als auch Backup Left Tackle Yosh Nijman ließen laut Pro Football Focus einen Pressure auf ihren Quarterback zu. Einzig eine Facemask Strafe holte Nick Bosa gegen Nijman heraus. Die Packers gingen mit dem Plan ins Spiel, dass Aaron Rodgers den Ball extrem schnell loswerden sollte – was dieser dann auch schaffte. Dazu wurde Bosa von Wide Receivern oder Tight Ends gechipped und aus dem Rhythmus gebracht. Und die 49ers hatten keinerlei Antwort parat.    

Coverage

Alle Teile der Coverage, egal ob Linebacker, Safeties und Cornerbacks, sahen gegen Aaron Rodgers und insbesondere Davante Adams alles andere als gut aus. Nach dem Ausfall von Jason Verrett (Kreuzbandriss), kehrte zwar Emmanuel Moseley aufs Feld zurück, aber mit Nickelback K’Waun Williams verletzte sich der nächste Starter. Nach einem Tackle gegen Aaron Jones, der seinen Helm sehr tief runter nahm um den Kontakt zu initiieren, musste auch Veteran Josh Norman verletzungsbedingt das Feld verlassen. Dies bedeutet zum einen, dass die 49ers in den kommenden Wochen sehr dünn auf Cornerback besetzt sind. Zum anderen hatte keiner der eingesetzten Spieler seine Normalform erreicht.

Gerade in den spielentscheidenden Situationen zeigten die 49ers merkliche Schwächen. Beim ersten Play der letzten 37 Sekunden beim Pass auf Davante Adams für 25 Yards bis zur Spielfeldmitte stehen die Linebacker nicht tief genug. Rodgers platzierte den Ball auf Adams genau über Linebacker Fred Warner hinweg in die Zone zu den beiden Safeties. Warner und AL-Shaair waren viel zu nah an der Line of Scrimmage aufgestellt und auch nach dem Snap bewegten sich die beiden nicht weit genug nach hinten. Es musste ein langer Pass kommen, zehn oder 15 Yards in die Spielfeldmitte hätte den Packers nicht gereicht. Schlecht verteidigt!

… AND THE UGLY:

Turnover

Die Interception und das Fumble von Garoppolo wurde oben schon angesprochen. Gegen die Detroit Lions verlor man das Turnover Battle und kam am Ende knapp mit dem Sieg davon (auch wenn hier die schwere Verletzung von Jason Verrett eine große Rolle gespielt hat). Bei den Philadelphia Eagles leistete man sich kein Turnover, konnte aber auch kein Takeaway erzwingen.

Den beiden Turnover gegen die Packers konnten die 49ers kein Takeaway entgegensetzen. Josh Norman gelang ein Forced Fumble gegen Aaron Jones, aber der Ball sprang ins Seitenaus und verblieb bei den Packers. Aus den Turnover resultierten nur drei Punkte – aber am Ende bedeute es den entscheidenden Vorteil für die Packers. In 37 Sekunden ohne Time Outs über das komplette Spielfeld gehen zu müssen, wäre auch für Aaron Rodgers schwierig geworden.

Strafen

Die 49ers hatten am Ende der Partie gegen die Packers nur vier Strafen gegen sich. Aber drei davon waren Pass Interference Strafen gegen Emmanuel Moseley, Fred Warner und Deommodore Lenoir. Schlimm genug, dass man durch diese Strafen 25 Yards (Lenoir gegen Lazard), 32 Yards (Moseley gegen Davante Adams) und 24 Yards (Warner gegen Robert Tonyan) abgegeben hat. Aber jede dieser Strafen verlängerte den Drive, denn alle drei wurden gegen die 49ers bei Third Downs verhängt. In diesen Situationen vergab man teilweise leichtfertig die Möglichkeit die Offense der Packers und Aaron Rodgers vom Feld zu bekommen.

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