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27. Oktober 2021

49ers Germany

Official 49ers Fan Chapter, part of Niner Empire.

49ers @ Lions: The Good, the Bad and the Ugly! Week 1

9 min read

Knapp wurde es am Ende noch für die San Francisco 49ers! Die Niners siegten zum Auftakt bei den Detroit Lions mit 41:33, aber fast hätte man eine 38:10-Führung verspielt. Auf eine starke erste Spielhälfte folgte ein katastrophales Schlussviertel. Folglich gibt es genug für jede der drei Kategorien: The Good, the Bad and the Ugly! Ein letzter Blick zurück auf die Partie im Ford Field, bevor die Reise nach Philadelphia führt.

THE GOOD:

Die Offensive Line

Es standen nicht nur alle fünf Starter in allen offensive Snaps auf dem Feld, sondern die neuformierte Line blockte hervorragend und schützte ihre Quarterbacks. Zu den vier zurückkehrenden Startern Trent Williams, Laken Tomlinson, Daniel Brunskill und Mike McGlinchey kam Veteran Center Alex Mack und ordnete sozusagen den Verkehr. Mack, die Line und auch Jimmy Garoppolo ließen sich von dem Fumble beim ersten Snap der Partie nicht aus der Ruhe bringen. Insgesamt ließen die 49ers nur sechs Pressures (einen Sack, einen Hit und vier Hurries) zu. Wobei der Sack auf Kosten von Elijah Mitchell und drei weitere Pressures auf JaMycal Hasty zurückzuführen sind.

Beim Run Blocking machte Trent Williams dort weiter, wo er letzte Saison aufgehört hat. Pro Football Focus vergab ein ausgezeichnetes 91,5 Run Blocking Grade für die #71 der 49ers. Daniel Brunskill bekam ein Grade von 72,7, Laken Tomlinson wurde mit 77,3 und Alex Mack mit 64,4 im Run Blocking bewertet. Mike McGlinchey agierte fehlerfrei im Pass Blocking, hatte im Run Blocking keinen guten Tag. Von PFF bekam er nur ein Grade von 51,9.   

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Jimmy Garoppolo

Nachdem dem ersten Snap des Spiels der 49ers, als es ein Missverständnis zwischen Center Alex Mack und Jimmy Garoppolo gab und man den fumbelte, musste man fast das Schlimmste für die Partie befürchten. Aber Garoppolo steckte diesen Rückschlag sehr gut weg und zeigte eine, die man gerne öfter von ihm sehen würde. Jimmy Garoppolo brachte im ersten Saisonspiel 17 von 25 Pässen für 314 Yards und einen Touchdown an den Mann. Damit kam er auf ein Passer Rating von 124,2. Seitdem Jimmy G für die 49ers aufläuft ist dies die sechste Partie mit 300 oder mehr Passing Yards für den Quarterback. Alle sechs Partien mit mehr als 300 Passing Yards von Garoppolo haben die 49ers gewonnen. Der 89 Yard Touchdownpass auf Deebo Samuel war der längste in seiner Karriere.   

Deebo Samuel

Deebo Samuel kommt aus einer enttäuschenden Saison 2020. Viele Verletzungen zwangen den Wide Receiver an die Seitenlinie. Gegen die Detroit Lions präsentierte er sich in ausgezeichneter Frühform. Samuel fing neun von zwölf Targets und machte daraus 189 Receiving Yards und einen Touchdown. Dies ist eine Karrierebestleistung von Samuel. Der Wide Receiver hat nun in seiner Karriere fünfmal 100 oder mehr Receiving Yards erzielt. Der 79 Yard Touchdown war die längste Reception in seiner Laufbahn. Pro Football Focus bewertete ihn mit einem Receiving Grade von 86,1. Zum einzigen Schönheitsfleck in seiner Darbietung kommen wir in „The Bad“.

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Elijah Mitchell

Wer hätte gedacht, dass man angesichts von Raheem Mostert, Jeff Wilson, Trey Sermon, Wayne Gallman und JaMycal Hasty nach der ersten Partie Lobeshymnen auf einen Sechstrundenpick singen würde? Wilson verletzt, Sermon ein Healthy Scratch, Gallman gecuttet und dann geht Raheem Mostert nach vier Snaps aus der Partie. Mr. Mitchell, übernehmen Sie! Und wie er das getan hat: Mit 19 Carries erlief er 104 Yards und einen 38 Yard Touchdown. Mitchell sah in der Begegnung gegen die Lions nicht wie ein Rookie aus und scheint erneut ein sehr guter Fit für das Scheme von Kyle Shanahan und Running Backs Coach Bobby Turner zu sein,

Nick Bosa & Dee Ford

In der Defensive Line sah man zum ersten Mal seit der Saisonauftaktniederlage 2020 gegen die Arizona Cardinals Dee Ford und Nick Bosa gemeinsam auf dem Feld. Endlich sind die Pass Rusher der erfolgreichen Saison 2019 wieder auf dem Feld vereint. Nach Verletzung stand Bosa bereits wieder 51 Snaps auf dem Feld und Ford immerhin bei 30. Sowohl Bosa als auch Ford kamen auf fünf Total Pressures und jeder schaffte einen Sack gegen Jared Goff. Boas führte auch direkt mit einem Overall Grade von 87,6 bei Pro Football Focus das Team an. Dee Ford landete mit einem Overall Grade von 75,0 und 79,1 im Pass Rush teamintern auf dem vierten Platz.

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Deommodore Lenoir

Der Fünftrundenpick von der University of Oregon stand in 90 defensiven Snaps auf dem Feld. Dies sind die meisten Snaps für einen Rookie an Week 1. Durch den Ausfall von Emmanuel Moseley kam Lenoir zu seinem ersten Start in seinem ersten Spiel in der NFL. Als Cornerback #2 gegenüber von Jason Verrett ließ er bei drei Targets nur eine Reception für drei Yards zu. Daraus resultiert ein Passer Rating von 42,4 bei Würfen auf ihn. Dazu sammelte Lenoir zwei Tackle. Ein ermutigender Auftritt für den Fünftrundenpick. Womöglich bekommt er in den kommenden Wochen nach dem Ausfall von Jason Verrett mehr Spielzeit als erwartet…

THE BAD:

Turnover

Die 49ers leisteten sich gegen die Lions gleich drei Turnover. Ein Fumble im ersten Play der Offensive, als der Snap von Mack nicht in die Hände von Jimmy Garoppolo fand. Dazu der nicht gesicherte Onside Kick von George Kittle und ein weiteres Fumble von Deebo Samuel. Beim dritten Versuch und acht Yards zu gehen kurz vor dem Spielende hatte Samuel das First Down mit einem guten und schnellen Pass von Garoppolo bereits erreicht, aber anstatt zu Boden zu gehen, wollte der Receiver weitere Yards machen. Resultat: Trey Flowers konnte ihm das Spielgerät von hinten aus der Hand schlagen.

In einer solch kritischen Situation, muss ein Spieler von Klasse eines Deebo Samuels das First Down und damit den Sieg höher einschätzen, als seine persönlichen Statistiken. Insbesondere muss die Ball Protection im Vordergrund stehen und nicht die Yards after Catch. Der Fumble hätte das Spiel zuungunsten der 49ers letztendlich tatsächlich noch kippen können.

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Aber sogar an drei Turnovern gegenüber nur einem eigenen Takeaway (Interception von Dre Greenlaw) gibt es ausnahmsweise etwas Positives. In der vergangenen Saison verloren die 49ers jede Begegnung, in der man das Turnover Battle verlor. Gegen die Lions verlor man das Turnover Battle mit 1-3 und siegte am Ende trotzdem. Ein gutes Zeichen!

Run Defense

Die 49ers ließen gegen die Lions insgesamt 116 Rushing Yards durch Jamaal Williams, DeAndre Swift und Jared Goff zu. Das klingt grundsätzlich mit 4,8 Yards pro Play nicht allzu viel, aber die Lions nutzten mehrfach große Lücken in der Interior Defense Line für große Raumgewinne. Swift und Williams hielten den Lions Angriff mit Runs direkt durch die Mitte und ohne einen Cut mehrfach am Leben. Hier machte sich das Fehlen von Javon Kinlaw bemerkbar. Kentavius Street, D.J. Jones und auch Zach Kerr wurden mehrfach von der guten Offensive Line der Gastgeber aus dem Weg geschoben.

Halbzeit-Adjustments in der Defense

Die Lions um ihren neuen Head Coach Dan Campbell passten sich in der Halbzeit besser an die 49ers an. Zum einen stellte man die Rushing Lanes gegen Eli Mitchell besser zu und zum anderen attackierte man gezielt das Play Action und Rollout Game der 49ers. Auf der offensiven Seite steigerte man seinen Output auf 269 Yards in der zweiten Hälfte um mehr als 100 zur ersten Halbzeit. Nachdem die 49ers Defensive Line die Löcher in der Mitte der Interior Defense Line geschlossen hatte, attackierte Goff die Defense mit Pässen in die Underneath Zone – auf Tight End Hockenson und die beiden Running Backs. Die Niners Defense von First Time Play Caller DeMeco Ryans hatte darauf keine Antworten.

Coverage im letzten Viertel

Nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Jason Verrett rückte Dontae Johnson auf dessen Posten. Mit dem Ausscheiden von Verrett passierten zwei Dinge. Erstens witterten die Lions Morgenluft und Jared Goff warf nun auf die Outside Wide Receiver. Zweitens standen die 49ers nach der schweren Verletzung unter Schock und wollten die Partie irgendwie nach Hause schaukeln. Die 49ers gaben in den letzten sieben Minuten 16 Punkte gegen die Lions ab, ließen zwei Two-Point-Conversions zu und standen am Rand der Niederlage nach dem Fumble von Deebo Samuel.   

… AND THE UGLY:

Unter „The Ugly“ gibt es einen Punkt: Verletzungen! Die 49ers verloren mit Cornerback Jason Verrett und Raheem Mostert zwei Key Starter für die komplette Saison. Pechvogel Jason Verrett riss sich zum zweiten Mal in seiner Karriere das Kreuzband und Raheem Mostert unterzieht sich einer saisonbeendenden Knieoperation. Mostert fiel auch bereits in der letzten Saison acht Spiele aus und wird nach der Saison wie Verrett zum Unrestricted Free Agent. Während man den Ausfall von Mostert mit den Draftpicks Trey Sermon und Elijah Mitchell sowie JaMycal Hasty und nach überstandener Verletzung Jeff Wilson kompensieren kann, wiegt der Ausfall von Verrett schwer.

Die Tiefe im Cornerback Corps war ohnehin mit den beiden Rookies Ambry Thomas und Deommodore Lenoir sowie Dontae Johnson hinter den Startern Jason Verrett, Emmanuel Moseley und K’Waun Williams (die alle eine Krankenakte wie das New Yorker Telefonbuch aufweisen) dünn. Es wird schwer Jason Verrett, gerade in der Form von 2020 (achtbestes PFF-Grade unter den Cornerbacks), zu ersetzen. Ob die Verpflichtungen von Josh Norman und Dre Kirkpatrick ausreichen werden, darf bezweifelt werden.  

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