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23. Juni 2021

49ers Germany

Official 49ers Fan Chapter, part of Niner Empire.

49ers @ Jets: The Good, the Bad and the Ugly! Week 2

7 min read

Zumindest „The Ugly“ liegt nach dem zweiten Spieltag für die San Francisco 49ers auf der Hand. Zahlreiche und schwere Verletzungen werden den Saisonverlauf beeinflussen. Trotzdem gab es beim 31:13-Auswärtserfolg bei den New York Jets auch ein paar Dinge, die wirklich gut gelaufen sind. Wo Licht ist, gibt es zumeist auch Schatten. Also finden wir sicher auch noch etwas Schlechtes aus der Partie.

Blicken wir vor dem erneuten Auftritt im MetLife Stadium gegen die New York Giants noch einmal auf die Partie gegen die Jets zurück. Natürlich unter Zuhilfenahme der üblichen Kategorien! 

THE GOOD:

Jimmy Garoppolo!

Er hatte gegen die Arizona Cardinals einen durchwachsenen bis schlechten Saisonstart, präsentierte sich aber gegen die Jets deutlich verbessert. Trotz des Pressures und der Hits die Garoppolo einstecken musste (auch zumindest einen Hit, nachdem der Spielzug schon mehrere Sekunden beendet war), führte der Quarterback sein Team in der ersten Halbzeit zu drei Touchdowns. Jimmy Garoppolo hatte bis zu seinem Ausscheiden in der Halbzeitpause ein „Bounce-Back-Game“ und brachte 14 von 16 Pässen an. Dabei sprangen 131 Yards und zwei Passing Touchdowns heraus. Seine 87,5% Completion Rate ist die höchste in der Karriere von Garoppolo.

Mit einem Grade von 90,2 ist Garoppolo der am höchsten bewertete Quarterback von Pro Football Focus am zweiten Spieltag. Er beendete die Partie mit einem Passer Rating von 140,4. Garoppolo ist nun mit einer 5-0 Bilanz nach Niederlagen in seiner Karriere unterwegs. Nach ESPN ist er seit 2014 der einzige Unbesiegte Quarterback nach einer Niederlage in der Regular Season (Minimum fünf Starts). Diese Art von Auftritt, kämpferisch, gute Entscheidungen und sichere Pässe bracht das Team in den kommenden Wochen von ihm.

Jordan Reed!

Der Tight End war sowohl für Garoppolo als auch Mullens der beste Freund des Quarterbacks. Starke Routen, sichere Hände und gute Instinkte, wo er sich gerade auf dem Feld befindet zeichneten den Reed aus. Reed fing sieben von acht Targets und erzielte 50 Yards und zwei Touchdowns. Gerade der erste Touchdownpass, als er von Garoppolo einen Pass in die Flat an die linke Seitenauslinie bekam und er den Ball mit einem Hechtsprung über die Pylone beförderte, war wundervoll anzusehen. Es sind die ersten beiden Touchdowns für Reed als 49er. In seiner Karriere kommt er nun auf insgesamt 26 Touchdowns. Seitdem 18. November 2018 musste nun Reed nun auf einen Touchdown warten. Das Kunststück zwei Touchdowns in einer Partie zu erzielen, gelang Reed nun schon zum achten Mal in seiner Karriere.

Jerick McKinnon!

Totgesagte leben länger! Bereits gegen die Cardinals konnte der Running Back, der zwei Spielzeiten verletzungsbedingt aussetzte, einen Receiving Touchdown erzielen. In seinem zweiten Spiel nach zweijähriger Pause erlief „Jet“ 77 Yards und einen Touchdown mit lediglich drei Carries. Sein Rushing Touchdown ist der erste Rushing Touchdown im Trikot der 49ers und sein zehnter insgesamt. Auch McKinnon hat nun in zwei aufeinanderfolgenden Begegnungen die Endzone gefunden.

Zuletzt gelang ihm das für die Minnesota Vikings in der Saison 2017 gegen die Chicago Bears und Green Bay Packers. Zum ersten Mal seit der Saison 1999 konnten die 49ers einen dritten Versuch und 30 oder mehr Yards mit einem Rushing Play in ein First Down verwandeln. Durch den Ausfall von Tevin Coleman und Raheem Mostert dürfte er in den kommenden Wochen mehr Plays bekommen.

Kerry Hyder Jr.!

Kerry Hyder hatte mit 52 die meisten Snaps vor Armstead (46) und Rookie Javon Kinlaw (43) in der Defensive Line. Hyder zeigte eine große Einsatzbereitschaft und Kampfeslust gegen die Jets. Insgesamt stand die Defense in 65 Snaps auf dem Feld. Der Defensive End schaffte gegen Sam Darnold zwei Hits und einen Hurry und war damit gemeinsam mit Kevin Givens nach Arik Armstead der erfolgreichste Pass Rusher. Dazu sammelte Hyder acht Combined Tackle. Bereits gegen die Cardinals schaffte er seinen ersten Sack im neuen Trikot. Dazu einen Tackle für Raumverlust und einen QB Hit. Hyder könnte einer der Spieler sein, die in der Abwesenheit von Nick Bosa und Solomon Thomas einen Schritt nach vorne machen könnte.

Fred Warner!

Im Spiel bei den New York Jets war auf MIKE Linebacker Fred Warner immer verlass. Man hatte den Eindruck, dass der Linebacker überall auf dem Platz war. Der Team Captain sammelte nicht nur zwölf Tackles (neun Solo, drei Assisted) und führte damit sein Team an. Sondern Warner war auch der Spieler, der für ein Turnover on Downs an der eigenen 20 Yard Linie sorgte. Warner war blitzschnell durch die Offensive Line geschossen und tackelte Running Back Josh Adams im Backfield. Damit bereitete die Defense den dritten Touchdown vor der Halbzeit vor. Nach Pro Football Focus erzielte Warner einen Pressure gegen Quarterback Sam Darnold. Der Linebacker bekam ein Overall Grade von 71,8 und beim Tackling sogar 84,4

Kyle Shanahan!

Der Head Coach hatte sich gegen die zweitbeste Run Defense ein klares Konzept zurechtgelegt und das Team konnte dieses auch ohne Tight End George Kittle umsetzen. Shanahan verbesserte auch sein Play Calling in der Red Zone. Bei drei Red Zone Aufenthalten scorte man drei Touchdowns. Gegen die Cardinals waren es noch drei vergebliche Anläufe bei nur einem erfolgreichen Red Zone Trip. Garoppolo konnte auch dank der Rückkehr von Ben Garland als Center auch wieder aus der Under Center Aufstellung ins Spiel gehen. Ein Vorteil für das Play Action Game. Dies hatte Shanahan im Vergleich zum Cardinals Spiel auch wiedergefunden. Mit dem Game Plan des Jets Spiels hätte man gegen die Cardinals wahrscheinlich auch besser ausgesehen. 

THE BAD:

Ahkello Witherspoon!

Die Zahlen von Ahkello Witherspoon bei seinem Comeback als Starter waren alles andere als gut. Einzig sein gutes Tackling verhinderte ein noch schlechteres Pro Football Focus Grade. Der Cornerback landete bei einem Defense Grade von 49,2. Bei sechs Targets ließ er fünf Receptions für 81 Yards (16,2 Yards pro Catch) und einen Touchdown zu. Das Passer Rating bei Würfen auf ihn betrug 158,3. Der Jets Touchdown in der Garbage Time lässt seine Statistiken echt schlecht aussehen, aber auch vorher waren diese alles andere als gut. Bei fünf der zugelassenen Receptions war Witherspoon nicht einmal in Armdistanz zu seinem Receiver. Hier spricht man von „Blown Coverages.“ Witherspoon spielte ohne Selbstvertrauen und wird in der jetzigen Verfassung ein gern genommenes Ziel der gegnerischen Offense sein. 

Robert Saleh!

Von zahlreichen Analysten wurde der Defensive Coordinator in der vergangenen Offseason schon zu einem kommenden Head Coach in der NFL geschrieben. Jetzt muss Saleh zeigen, dass er auch ohne Playmaker wie Nick Bosa eine schlagkräftige NFL Defense zusammen bekommt. Nun müssen die 49ers mehr über das Scheme als die individuelle Klasse der Spieler kommen. Denn egal welchen Spieler die 49ers als Ersatz von Bosa aufbieten werden, keiner wird die Klasse des Defensive Rookies of the Year 2019 haben. Auch Solomon Thomas und Dee Ford werden dem DC der Niners fehlen. Dies ist aber nur ein Teil des Problems.

Bereits zum zweiten Mal in dieser Saison fehlte es an Adjustments zur Halbzeit bzw. im Laufe der zweiten Halbzeit. Gegen die Cardinals ließ man Emmanuel Moseley gegen Star Receiver DeAndre Hopkins dermaßen allein, dass Moseley einen neuen Career Reception Rekord von Hopkins zulassen musste. Wo war die Safety Hilfe? Oder eine andere Anpassung. Kyler Murray lief die Defense der 49ers in Grund und Boden. Es wurde aber kein Quarterback Spy oder ähnliches auf ihn abgestellt. Man vertraute weiter auf den Four Men Rush. Nun gegen die zugegebenermaßen harmlosen Jets verpasste man es erneut, seine Schwachstelle zu unterstützen. Wie Moseley stand Witherspoon komplett auf sich allein gestellt dar. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Anpassungen in den kommenden Wochen entwickeln werden!  

… AND THE UGLY:

Verletzungen...!

Kreuzbandrisse und ein damit verbundenes Saisonaus von Defensive End Nick Bosa und Defensive Tackle Solomon Thomas sind allein schon genug für eine Partie. Dazu fallen die Running Backs Tevin Coleman (Knie) und Raheem Mostert (Kniestauchung) zumindest vorläufig aus. Quarterback Jimmy Garoppolo zog sich eine Knöchelverletzung (High Ankle Sprain), bei der man nie genau abschätzen kann, wie lange sich eine Ausfallzeit darstellt. Defensive Lineman D.J. Jones und Linebacker Dre Greenlaw gingen ebenfalls angeschlagen aus der Partie. Darüber hinaus runden die Verletzungen und Ausfälle von Deebo Samuel, Weston Richburg, Richard Sherman und George Kittle die Gesamtsituation als „ugly“ ab.