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22. April 2024

49ers Germany

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Proven Performance Escalator: Gehaltserhöhung für Banks, Lenoir und Hufanga

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Unabhängig von möglichen Vertragsverlängerung bei den San Francisco 49ers bekommen gleich drei Spieler eine Gehaltserhöhung. Offensive Liner Aaron Banks, Cornerback Deommodore Lenoir und Safety Talanoa Hufanga profitieren vom sog. Proven Performance Escalator. Hierbei handelt es sich um eine Klausel aus dem Collective Bargaining Agreement, welche Spieler, die in den Runden zwei bis sieben gedraftet worden sind, bei überdurchschnittlichen Leistungen mehr Geld zukommen lässt.

„Proven Performance Escalator“ (PPE) – Eine Art Ausgleich zur 5th-Year-Option

Während es im Collective Bargaining Agreement, dem Tarifvertrag zwischen der NFL und der Spielergewerkschaft NFLPA, gab es schon zuvor für First Round Picks die sogenannte 5th-Year-Option. Damit sind die Franchises in der Lage, ihre ehemaligen Erstrundenpicks zu einem festgelegten Gehalt ein weiteres Jahr an das Team zu binden. Der „Proven Performance Escalator“ kommt dagegen Spielern zugute, die in den Runden zwei bis sieben gedraftet worden sind und die Erwartungen an ihren Draftstatus übertreffen.

Diese Regelung trifft auf Spieler zu, die ab der Spielzeit 2018 in der zweiten bis siebten Runde gedraftet worden sind. First Round Picks sind wie Undrafted Rookie Free Agents nicht berechtigt für den „Proven Performance Escalator“. Der „PPE“ ist ein dreistufiger, nicht verhandelbarer Betrag, bei dem sich die Base Salary eines Spielers im vierten Jahr seines Rookie Vertrags erhöht. Voraussetzung ist die Erreichung bestimmter Schwellenwerte. Aktuell geht es um die Spieler aus der Draftklasse von 2021, die nun ab der kommenden Spielzeit mehr Geld bekommen.

Level 1

Das erste Level des „Proven Performance Escalator“ ist für Zweitrunden-Picks und Dritt- bis Siebtrundenpicks unterschiedlich strukturiert.

  • Um sich für Level 1 zu qualifizieren, müssen Spieler, die in der zweiten Runde ausgewählt wurden, (a) entweder 60 Prozent der offensiven oder defensiven Snaps ihres Teams in zwei beliebigen der ersten drei Spielzeiten bestreiten oder (b) an einem kumulativen Durchschnitt von 60 Prozent der offensiven oder defensiven Snaps ihres Teams im Laufe der ersten drei regulären Spielzeiten teilnehmen.
  • Für Spieler, die in der dritten bis siebten Runde gedraftet wurden, kann entweder (a) oder (b) erreicht werden, aber die Schwelle zum Erreichen sinkt auf 35 Prozent solcher Spiele.

Erreicht ein Spieler das erste Level des „PPE“ wird das Grundgehalt im vierten Jahr auf die Höhe des niedrigsten Restricted Free Agent Tenders („Right of First Refusal“) angehoben. Der „Right of First Refusal“ RFA Tender beträgt für die Saison 2024 prognostizierte $ 2.828.000

Level 2

Ein Spieler, der in der zweiten bis siebten Runde gedrafted wurde, qualifiziert sich für das zweite Level des „PPE“, wenn er in jeder seiner ersten drei regulären Spielzeiten an 55 Prozent der offensiven oder defensiven Snaps seines Teams beteiligt ist. Die Höhe der Level zwei „PPE“ entspricht der des niedrigsten Restricted Free Agent Tenders plus $ 250.000. Damit steigt das Gehalt im vierten Jahr in diesem Fall auf $ 3.078.000. ($ 2.828.000 + 250.000)

Level 3

Um sich für das dritte Level des „PPE“ zu qualifizieren, muss ein Spieler, der in der zweiten bis siebten Runde gedrafted wurde, in mindestens einer seiner ersten drei Spielzeiten in den Pro Bowl gewählt werden. Die Level-3-PPE entspricht dann der Höhe des Second Round Tenders für Restricted Free Agents. Das Gehalt unter dem Second Round Tender für Restricted Free Agents für die Saison 2024 beträgt $ 4.633.000.

Welche Stufen haben die Niners Spieler erreicht?

Vom Proven Performance Escalator profitieren Offensive Liner Aaron Banks, Cornerback Deommodore Lenoir und Safety Talanoa Hufanga in unterschiedlichen Ausmaßen.

Sowohl Aaron Banks als auch Deommodore Lenoir haben in ihrer Rookie-Saison wenig Spielzeit bekommen. Beide starteten in ihrem zweiten Jahr und erfüllen die Kriterien der absolvierten Snaps. Offensive Liner Banks kam im Jahr 2022 auf 88,3 % der absolvierten Snaps und in der gerade abgelaufen Saison auf 78,5 %. Cornerback Lenoir steigerte sich von 21,8 % der absolvierten Snaps in seiner Rookie Saison auf 82,8 % und 89,8 % im zweiten und dritten Jahr. Beide qualifizieren sich nach den oben erläuterten Kriterien für die erste Stufe des „PPE“. Damit erhöht sich ihr Grundgehalt für 2024 auf $ 2.828.000.

Für Talanoa Hufanga reicht es trotz des Kreuzbandrisses in der Saison 2023 für die Stufe 3 des Proven Performance Escalator. Am Ende seiner zweiten Saison in der NFL wurde Hufanga nicht nur All-Pro, sondern auch in den Pro Bowl gewählt. Damit steigt sein Gehalt auf das Niveau des Second Round Tender für Restricted Free Agents. Dementsprechend bekommt er für die Saison 2024 $ 4.633.000.

Dies bedeutet für alle drei Spieler der Niners eine außergewöhnliche Gehaltserhöhung. Aaron Banks Grundgehalt für die Saison 2024 beträgt laut seinen Rookie-Contract $ 1.574.584. Bei Lenoir sind es $ 1.055.000. Folglich verdoppelt sich das Gehalt für Banks und bei Lenoir verdreifacht es sich beinahe. Auch das Grundgehalt von Talanoa Hufanga würde laut Vertrag bei $ 1.055.000 liegen. Nun bekommt er das viereinhalbfache ausgezahlt.

Sollte sich aber ein Spieler für mehrere Level qualifizieren, bekommt er nur die höchste erreichte Stufe als Gehalt zugesprochen. Kein Spieler kann mehr als eine Stufe gutgeschrieben bekommen.

Wer profitiert noch vom „PPE“?

Neben Talanoa Hufanga haben es aus der Draftklasse von 2021 nur zwei weitere Spieler geschafft, die dritte Stufe des Proven Performance Escalator zu erreichen. Es handelt sich um Creed Humphrey (Kansas City Chiefs) und Landon Dickerson (Philadelphia Eagles). Auf die zweite Stufe haben es 13 Spieler geschafft. Hier finden sich unter anderem Amon-Ra St. Brown (Detroit Lions), Paulson Adebo (New Orleans Saints), Asante Samuel (Los Angeles Chargers). Auch Michael Carter II (New York Jets), Jevon Holland und Liam Eichenberg (beide Miami Dolphins) sind dabei.

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