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30. Juli 2021

49ers Germany

Official 49ers Fan Chapter, part of Niner Empire.

Divisionsduell gegen Cardinals zum Saisonauftakt

9 min read

Die NFL Saison ist eröffnet! Die Kansas City Chiefs besiegten im Opener die Houston Texans mit 34:20. Die San Francisco 49ers empfangen zum Auftakt in die Spielzeit den Divisionsgegner Arizona Cardinals im Levi`s Stadium. Letzte Saison gewann der NFC Champion beide Partien. Dies sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass beide Partien eng waren. Gleiches sollte man zum Auftakt in eine Saison mit wenig oder gar keinen Fans ebenfalls erwarten. Football is back! 

⏰ Kickoff: Sonntag, 13. September 2020, 22:25 Uhr deutscher Zeit

🏟 Levi's Stadium, Santa Clara (Kalifornien)

📺 NFL Game Pass, DAZN (nur Redzone)

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Blicken wir vor dem Spiel des ersten Spieltags auf die Situation bei den Cardinals, die vielleicht entscheidenden Matchups und Schlüssel zum Sieg aus Sicht der 49ers und die Historie der beiden Teams gegeneinander.

DIE SITUATION BEI DEN CARDINALS:

Das Team aus Arizona geht mit Head Coach Kliff Kingsbury nun in seine zweite Spielzeit. Mit Kingsbury beendeten die Cardinals die Saison 2019 mit fünf Siegen, zehn Niederlagen und einem Remis auf dem letzten Platz in der NFC West. Insbesondere die Defense machte den Verantwortlichen, allen voran Defensive Coordinator Vance Joseph, Kopfzerbrechen.

In der Free Agency verpflichtete man mit De’Vondre Campbell und Devon Kennard (Detroit Lions) zwei Veteran Linebacker. Dazu kamen mit Angelo Blackson (Houston Texans) und insbesondere Jordan Phillips (Buffalo Bills) Verstärkungen für die anfällige Defensive Line. Nach der Verletzung von Robert Alford, legte man mit Cornerback Dre Kirkpatrick (Cincinnati Bengals) noch einmal nach. Im Draft hatte man ein wenig Glück und konnte an achter Stelle Linebacker/Safety Hybrid Isaiah Simmons von den Clemson Tigers auswählen. Mit Leki Fotu (Utah) und Rashard Lawrence (LSU) stießen zwei weitere D-Liner zum Team.

Für die Offensive Seite des Balls zog man im Draft in der dritten Runde Tackle Josh Jones von den Houston Cougars sowie in der siebten Runde Running Back Eno Benjamin (Arizona State) an Land. Einer der Moves der Offseason überhaupt war sicherlich der Trade für DeAndre Hopkins. Der Wide Receiver von den Houston Texans kam im Austausch gegen Running Back Derek Johnson und einen Zweitrundenpick nach Arizona.

Die Cardinals haben in dieser Saison viel Kontinuität im Kader. Im Vergleich zur letzten Spielzeit sind nur 13 neue Spieler auf dem initialen 53er Roster. Dies sind die zweitwenigsten neuen Spieler seit Steve Keim zur Saison 2013 den Posten des General Managers bei den Cardinals übernahm. Von 2018 zu 2019 waren es noch 28 neue Spieler.

     

KENYON DRAKE STOPPEN:

Wenn es in der letzten Saison um die Arizona Cardinals in der medialen Wahrnehmung ging, bestimmten zwei Begriffe die Diskussion: Air Raid und Spread Offense. Kliff Kingsbury brachte aus dem College seine Variation der Air Raid Offense mit in die NFL. Zahlreiche Sets mit vier oder gar fünf Receivern auf dem Feld. Der Erfolg der Kingsbury Defense, der die Cardinals in zahlreichen Kategorien von den letzten Plätzen ins Mittelfeld und teilweise ins obere Drittel weiterentwickelte, liegt aber eher bei Kenyon Drake.

Die Cardinals holten den Running Back in einem Trade mit den Miami Dolphins in Week 9 der vergangenen Spielzeit. Gleich im ersten Spiel, dem Thursday Night Game gegen die 49ers, machte Drake 162 Yards from Scrimmage. In acht Spielen mit Cardinals kam der Running Back auf 643 Rushing Yards mit 123 Carries. Dies entspricht einem Schnitt von 5,2 Yards pro Carry. Dabei erzielte er acht Touchdowns. Auch im Passing Game fand Kingsbury eine Rolle für ihn. Mit 28 Receptions erzielte er 171 Yards. Gegen die Cleveland Browns erzielte er in einer Partie gleich vier Touchdowns.

Kenyon Drake erreichte mit den Cardinals in acht Spielen mehr 100 oder mehr Rushing Yards Spiele (drei), als zuvor in 54 Spielen mit den Miami Dolphins (2). Die Rushing Defense wird den gut eingesetzten Kenyon Drake im Auge haben müssen. Hierbei kommt nicht nur der Defensive Line eine schwierige Aufgabe zu, sondern insbesondere die Linebacker um Fred Warner müssen den Running Back stoppen. Grundvoraussetzung hierfür wäre ein besseres Tackling. Kwon Alexander und auch Fred Warner müssen sich in dieser Kategorie deutlich verbessern. Einzig Dre Greenlaw war mit lediglich zwei Missed Tackles eine verlässliche Größe in seinem Rookie Jahr.

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RECEIVER MÜSSEN PLAYS MACHEN:

Die 49ers müssen nun endgültig auf Wide Receiver Deebo Samuel verzichten. Das Team setzte den Receiver nach seiner Jones-Fraktur gestern auf die Injured Reserve List. Damit verpasst Samuel die Begegnungen gegen die Cardinals, Jets und Giants. First Round Pick Brandon Aiyuk konnte unter der Woche nach einer Harmstring Verletzung zwar wieder ins Training einsteigen, aber auch sein Einsatz ist fraglich. Sollte er auf dem Platz stehen können, wird er sicherlich eine limitierte Snapanzahl bekommen.

„Einspringen“ müssen gegen die Cardinals, Jets und Giants Spieler wie Kendrick Bourne, Trent Taylor und Dante Pettis. Alle drei hinterließen im Camp einen guten bis sehr guten Eindruck. Insbesondere der viel gescholtene Dante Pettis bekam viel Lob von den Coaches für seine Trainingsleistung und seine Vorbereitung auf das Camp. Pettis ist der beste Route Runner im Team. Hier muss es dem Offensiven Mastermind Kyle Shanahan einfach gelingen, dass Talent in sein Scheme einbauen und das Potential von Pettis abrufen zu können.

Ein wichtiges Puzzlestück wird für Quarterback Jimmy Garoppolo sein Slot Receiver sein. Mit der Rückkehr von Trent Taylor, mit dem Garoppolo von Beginn an eine starke Chemie hatte, sollte er eine verlässliche Anspielstation haben. Gerade bei Third Down sollte Taylor mit seinen schnellen, kurzen und wendigen Bewegungen schnell Separation kreieren können. Dazu der schnelle und sichere Release bei kurzen Pässen in den Underneath Bereich von Jimmy G. Dies sollte eine erfolgversprechende Kombination sein.

Dazu kommt eine neue Option im Spiel der 49ers. Zwei Tight End Sets mit zwei Receiving Tight Ends. Über die Bedeutung von George Kittle brauchen wir gar nicht zu sprechen, aber mit der Verpflichtung von Jordan Reed könnte man eine starke neue Option im Passing Game hinzugewonnen haben. Es sollte also nicht überraschen, wenn man die 49ers in den ersten Wochen ohne Samuel mehr in 12- oder 22-Personnel sehen würde als in der vergangenen Spielzeit.  

SLOW DOWN KYLER MURRAY:

Es wird auch diese Saison schwer werden mit Kyler Murray einen der aufstrebenden jungen Quarterbacks in der NFL stoppen zu können. Seine Rookie Saison begann ein wenig holprig, aber er stabilisierte schnell seine Leistung. Murray erreichte 3.722 Passing Yards und komplettierte 349 von 542 Passversuchen. 20 Touchdownpässe gelangen ihm bei 12 Interceptions. Dazu war er auch mit seinen Füßen recht produktiv und erlief 544 Rushing Yards und vier Touchdowns. Damit ist er erst der sechste Spieler in der Geschichte der NFL mit mehr als 3500 Passing Yards und 500 Rushing Yards. Außerdem stellte er zwischen den Wochen vier und zehn stellte er mit 211 Passversuchen ohne Interception einen Rekord für Rookie Quarterbacks auf.

Mit DeAndre Hopkins bekommt er nun einen richten Nummer eins Receiver an die Seite und kann sich weiter auf die Dienste von Larry Fitzgerald verlassen. Beide Receiver haben extrem gute Hände und auch Stärken bei Contested Catches. Mit Christian Kirk und auch Andy Isabella haben die Cardinals weitere interessante Receiver auf dem Roster.

Hier kommt auf das Defensive Backfield der 49ers einiges an Arbeit zu. Nach dem Ausfall von Jason Verrett, der im Camp um den Starterposten gegenüber von Richard Sherman konkurrierte, wird Emmanuel Moseley gegen die Cardinals starten. K`Waun Williams wurde auch rechtzeitig wieder fit und dürfte im Slot häufig auf Larry Fitzgerald treffen.

Das Mittel um Murray zumindest einzubremsen wird aber der Pass Rush sein. Konstanter Druck durch die Interior Defensive Line als auch über die Edges wird für die 49ers der Schlüssel zum Sieg sein. Es wird viel auf Dee Ford ankommen, denn er ist der einzige Spieler, der es mit der Geschwindigkeit von Murray aufnehmen kann. Er muss den Quarterback in der Pocket halten und in Richtung von Nick Bosa zwingen. Wenn dazu noch Arik Armstead, Solomon Thomas und auch Rookie Javon Kinlaw die Interior Offensive Line beschäftigen, sollte der Pass Rush konstanten Druck ausüben können.

LETZTER AUFTRITT VON LARRY FITZGERALD IN SAN FRANCISCO?

Über Larry „The Legend“ Fitzgerald muss man kaum Worte verlieren. Der Wide Receiver geht in seine 17. Spielzeit in der NFL und ist immer noch ein Playmaker. In bisher 250 Regular Season Games sammelte er mit 1.378 Receptions 17.083 Receiving Yards und erzielte 120 Touchdowns. In der All-Time Receiving Yards Liste hat er nur noch einen einzigen Spieler vor sich: Jerry Rice. Auch in der letzten Saison führte er die Cardinals mit 75 Receptions und 804 Yards und vier erzielten Touchdowns an. Gegen die 49ers ist Fitzgerald zumeist besonders gut aufgelegt.

In 31 Spielen gegen die 49ers hat er mit 182 Receptions bereits 2.381 Receiving Yards und 19 Touchdowns erzielt. An Halloween 219 waren es vier Catches für 38 Yards. Im Rückspiel fing Fitzgerald fünf von fünf Zuspielen für 37 Yards und einen Touchdown. Möglicherweise ist dies sein letztes Spiel in San Francisco, es sei denn, der ewige Larry hängt noch ein weiteres Jährchen dran. 

HISTORIE:

Die Begegnung im Levi´s Stadium zu Santa Clara ist das 58. Aufeinandertreffen der beiden Franchises. Bei Thursday Night Football in der vergangenen Saison konnten die 49ers eine acht Spiele andauernde Niederlagenserie gegen die Cardinals mit dem 28:25-Auswärtserfolg beenden. Dazu siegte man zwei Wochen später im heimischem Stadion mit 36:26 In der ewigen Serie führen die 49ers nunmehr mit 31 Siegen gegenüber 26 Niederlagen.

Besonders bitter waren für die 49ers die beiden Begegnungen in der Spielzeit 2018. Die 49ers verloren beide Begegnungen und bis heute ist es eigentlich unerklärlich, wie die Cardinals diese Begegnungen gewinnen konnten. Insbesondere die Partie im Levi‘s Stadium, welche die Cardinals mit 28:18 für sich entschieden, hätten die 49ers angesichts der Überlegenheit in Total Yards (447:220), First Downs (33:10) und Time of Possession (40:12 Min. zu 19:48 Min.) niemals verlieren dürfen. Aber fünf Turnover waren einfach nicht zu überwinden.   

AUSFÜRHLICHE PREVIEW IM PODCAST:

In Game Preview „Up Front“ des Niners Huddle – Der 49ers Germany Podcast geht es rund eine Stunde ausschließlich um die Partie gegen die Arizona Cardinals:

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