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49ers Germany

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Browns @ 49ers: The Good, the Bad and the Ugly! Week 5

8 min read

Zum Abschluss der Monday Night Football Woche blicken wir noch einmal zurück auf den 31:3-Heimerfolg der San Francisco 49ers über die Cleveland Browns. Die 49ers gehen zwar mit einem 4-0 Rekord und Rückenwind in den sechsten Spieltag der NFL und treffen am Sonntag im Los Angeles Memorial Coliseum auf die Rams, aber trotzdem darf man nicht die Augen vor den Dingen verschließen, die im 49. Sieg bei Monday Night Football der Niners nicht funktioniert haben.

Blicken wir unter den bekannten Kategorien zurück auf den vierten Erfolg der 49ers in Serin und schauen uns an, was besonders gut funktioniert hat, oder was das Team noch verbessern kann und muss:

The Good:

Die Coaches Kyle Shanahan und Robert Saleh mussten in den vergangenen beiden Jahren zum Teil recht viel und heftige Kritik einstecken. Nun sieht man aber auf beiden Seiten des Balls, wie hart die Coaches gearbeitet haben und wie gut der Plan aufgeht, wenn die fehlenden Puzzlestücke das Gesamtbild vervollständigen und aus einer Postkarte ein Gemälde wird.

Robert Saleh

Robert Saleh hatte in der Defense in seinen ersten beiden Jahren mit dem fehlenden dominanten Pass Rush zu kämpfen. Nun komplettieren Dee Ford und Nick Bosa das Bild des Defense und nicht nur die Front der Defense sieht derzeit fantastisch aus. Auch die viel gescholtene Secondary hat durch einen funktionierenden Pass Rush einen Schritt nach vorne gemacht, denn der gegnerische Quarterback wird durch den permanenten Druck in Fehler (Interceptions) getrieben. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Nach vier Spielen haben die 49ers bereits elf Takeaways (sieben Interceptions, vier Fumble Recoveries) gegenüber sieben Takeaways in der kompletten Saison 2018.

Kyle Shanahan

In der letzten Saison wirkten die 49ers nach der Bye Week gegen die Tampa Bay Buccaneers eingerostet und träge. Gegen die Browns wirkte das Team von Beginn an elektrisiert und fokussiert. Shanahan bereitete das Team perfekt vor und kreierte eines der besten Running Games in der NFL. Es sucht seinesgleichen, wie Shanahan seine Spieler mit dem Scheme unterstützt und Lücken offen geblocked werden. Das Outiside Zone Running Game der 49ers ist eine absolut gefährliche Waffe mit derzeit 200 Rushing Yards pro Spiel. Wenn man den Ball so laufen kann, wie die 49ers in den letzten Spielen, degradiert man den gegnerischen Pass Rush zum Non-Faktor. Die Herausforderung wird in den kommenden Wochen sein, ohne das „Schweizer Taschenmesser“ Kyle Juszczyk und die beiden Starting Tackles Joe Staley und Mike McGlinchey das Laufspiel trotzdem etablieren zu können. 

Running Game

Das Running Game der 49ers um Matt Breida und den genesenen Tevin Coleman war eindrucksvoll. Running Back Matt Breida lieferte ein großes Spiel. Er erlief mit lediglich elf Carries 114 Rushing Yards – das entspricht 10,4 pro Lauf. Dazu fing er drei Pässe für weitere 15 Yards und jeweils einen Rushing und einen Receiving Touchdown. Bein 83 Yard Touchdownlauf im ersten offensiven Play der Niners wurde bei Breida eine Geschwindigkeit von 22,30 Meilen pro Stunde gemessen. Damit ist er der schnellste Ballträger in den vergangenen drei Spielzeiten. Es ist der längste Rushing Touchdown der 49ers seit Colin Kaepernick einen 90 Yard Touchdown gegen die Chargers (2014) erlief. Mit 6,5 Yards pro Carrie (mindestens 30 Rushing Attempts) führt er die Liga vor Saquon Barkley von den New York Giants (6,4 Yards pro Carrie an). Die 100 Yard Rushing Marke übertraf er zum fünften Mal in seiner Karriere und zum vierten Mal in den letzten neun Spielen.

Tevin Coleman schaffte in seinem ersten Spiel nach der Knöchelverletzung in der Auftaktbegegnung bei den Tampa Bay Buccaneers 97 Yards mit 16 Carries. Coleman erzielte seinen ersten Rushing Touchdown im Trikot der Niners und er schaffte insgesamt fünf Runs mit zehn oder mehr Yards außerhalb der Tackle Box. Die sind die zweitmeisten Runs in dieser Saison von einem Running Back.

Nick Bosa

Auf der anderen Seite des Balls lieferte Nick Bosa ein außergewöhnliches Spiel gegen die Browns. Der Rookie beendete die Partie mit vier Tackles, zwei Sacks für 21 Yards Raumverlust, zwei Tackle für Raumverlust, fünf Quarterback Hits und einem Forces Fumble sowie einer Fumble Recovery. Damit ist der einzige 25 Spieler in den letzten 25 Jahren mit zwei Sacks, einem Forces Fumble und einer Fumble Recovery in einem einzelnen Spiel. Bosa ist der erste Rookie der 49ers seit DeForest Buckner, dem zwei oder mehr Sacks in einem Spiel gelangen (Week 10, 2016 gegen die Buffalo Bills). Laut Next Gen Stats konnte Bosa den Baker Mayfield in 23,5% seiner Pass Rush Snaps unter Druck setzen. Dies ist die höchste Rate, die in dieser Saison in der NFL erreicht wurde (mindesten 75 Pass Rushes).

K'Waun Williams

Ein richtiger Stabilisator und Faktor ist in dieser Saison ist auch Nickelback K’Waun Williams. Der Cornerback fing kurz vor der eigenen Goal Line einen Pass von Quarterback Baker Mayfield ab und erhöhte sein Interception Konto in dieser Spielzeit auf zwei. Bereits im letzten Spiel gegen die Pittsburgh Steelers fing er einen Pass ab. Gegen die Browns schaffte er einen halben Sack und ein weiteres Quarterback Hurry.

The Bad:

Field Goal Unit

Kicker Robbie Gould hatte sicher nicht seinen besten Auftritt in einem Primetime Game. Er ist einer der sichersten und akkuratesten Kicker in der Geschichte der NFL, aber gegen die Browns verschoss er zwei Field Goal Attempts und ein drittes Field Goal wurde geblocked. In der Field Goal Unit ist derzeit noch der Wurm drin. Man merkt den Wechsel auf der Long Snapper Position mehr als man wahrscheinlich gedacht hat. Zu Saisonbeginn snappte Colin Holba, der bereits in der vergangenen Saison für den gesperrten etatmäßigen Long Snapper Kyle Nelson übernommen hatte, dann erfolgte der überraschende Wechsel zum Veteran Jon Condo. Condo entschied sich nach dem Pittsburgh Spiel zum Rücktritt vom aktiven Sport und das Team ersetzte ihn durch Garrison Sanborn. Der Unit merkte man deutlich an, dass man noch nicht viele Trainingseinheiten und Spiele zusammen absolviert hatte. Ein weiterer Punkt ist Holder Mitch Wishnowsky. Der Australier übernahm den Job von Bradley Pinion, der inzwischen bei den Tampa Bay Buccaneers puntet. Auch hier fehlt die Abstimmung.

Returner Richie James

Mehrfach ließ Punt Returner Richie James den Punt von Punter „The Scottish Hammer“ Jamie Gillan aufs Feld aufsetzten. Der Ball sprang bzw. rollte dann bei jedem Punt weiter auf die Endzone der 49ers zu und die Feldposition verschlechterte sich mehrfach um zahlreiche Yards. Mit einem Fair Catch wäre zum einen die Feldposition besser gewesen und zum anderen auch die Gefahr für einen möglichen Ballverlust minimiert. Bei den Returns von James ist es schon auffällig, wie „lässig“ mit dem Spielgerät umgegangen wird. Hier sollte die Devise Safety First lauten. Sicher, ein Punt- oder Kickoff Return Touchdown kann einem Spiel eine Wende geben. Dies ist aber überhaupt nicht notwendig, wenn man ein Spiel so sicher in der Hand hat. Ein abschreckendes Beispiel bot Star Wide Receiver Odell Beckham Jr. mit einem Fumble bei einem Return.   

Wide Receiver Corps

Die Wide Receiver Unit im allgemeinen und Dante Pettis im speziellen enttäuschen in dieser Saison weiter. Angeführt wurde die Unit von Marquise Goodwin mit 41 Receiving Yards. Dante Pettis, vom dem im zweiten Jahr ein Sprung nach vorne erwartet wurde, lieferte erneut eine schwache Darbietung. Er fing einen Pass für elf Yards, droppte aber einen perfekt geworfenen Pass von Garoppolo über die Mitte. In dieser Saison stehen für ihn erst sechs Catches für 38 Yards und einen Touchdown zu Buche. Im Moment sieht Pettis aus wie ein „Bust“, aber um ihm dieses Merkmal aufzustempeln ist es noch zu früh. Aber von Pettis erwartet man nach 467 Yards und fünf Touchdowns in seiner Rookie Saison einfach mehr. Er muss sich steigern!   

… and the Ugly:

Verletzungen von Kyle Juszczyk und Mike McGlinchey

Verletzungen. Gegen Ende des dritten Viertels musste Fullback Kyle Juszczyk nach einem Tackle gegen sein Knie das Feld verlassen und wurde mit dem Fahrzeug in die Kabine gebracht. Anscheinend hatte Publikumsliebling „Juice“ Glück im Unglück, denn die befürchtete Kreuzbandverletzung bestätigte sich nicht. Mit einer Stauchung des Knies wird er allerdings vier bis sechs Wochen ausfallen.

Die gleiche Ausfallszeit wird bei Right Tackle Mike McGlinchey veranschlagt. Beim Offensive Liner wurde unter der Woche ein arthroskopischer Eingriff am rechten Knie vorgenommen und damit müssen die Niners beide Starting Tackles ersetzen.

Für das Blocking im Running Game wird dies eine sehr große Herausforderung, denn beide Spieler sind als Blocker extrem wichtig.