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49ers Germany

Official 49ers Fan Chapter, part of Niner Empire.

Beyond the Horizon – Episode 13: Miami DolFans Germany

31 min read

Herzlich Willkommen zur 13. Ausgabe von „Beyond the Horizon“. Wir tauschen uns in dieser Episode mit den Fans der Miami Dolphins aus. Genauer gesagt sind die Miami DolFans Germany in dieser Ausgabe unsere Gäste und wir sprechen über die Dolphins, Josh Rosen und Brian Flores, die vergangene Spielzeit, die Free Agency, den Draft und die Zukunft der Dolphins. Was uns aber besonders wichtig ist, ist der Blick über den Horizont hinaus, wer sind die Miami DolFans Germany? Verschwenden wir keine Zeit und fangen an!

Hallo Miami DolFans Germany! Wir möchten Euch bitten, Euch uns vorzustellen! Wie seid Ihr zum Football gekommen? Und zu den Habt Ihr Verbindungen zu Fans in den Vereinigten Staaten? Wie sehen Eure Zukunftspläne aus? Nach Möglichkeit: Erzählt uns alles über Euch und macht auch gern ein wenig Werbung für Euch und die Dolphins! Wir sind gespannt!

Miami DolFans Germany: Ich bin Tobias, Schriftführer im Vorstand der Miami DolFans Germany. Entstanden sind wir aus der Idee heraus 2017, dass es keine deutsche Vertretung der Miami Dolphins in Deutschland gab und man im Zuge des RAN-Hypes keine Repräsentation hatte, wie dies andere Franchises (u.a. ja auch das Niners Empire) ja damals schon längst besaßen. Warum man Fan der geilsten Franchise der NFL werden sollte? Da gibt es natürlich zig Gründe – ich werde sie mal an meinem Beispiel kurz zu erläutern versuchen.

Persönlich zum Football gekommen bin ich schon durch die World League damals und die Tatsache, dass der örtliche AFC auch den Delfin als Logo und Namensgeber gewählt hatte – die Paderborn Dolphins. Dazu dann noch die Attraktivität der Farben (Aqua), des Delfins, des Cameo-Auftritts der Franchise bei „Ace Ventura“ und das Mitleid mit Dan Marino, der ja zeit seiner aktiven Karriere nach einem Ring strebte und auch heute noch als der beste QB ohne Super Bowl Ring gilt. So war meine Sympathie geboren. Durch den Club hat meine Begeisterung dann noch mehr zugenommen, durch einen mehr oder weniger Zufall bin ich dann bei der offiziellen Gründung in einem hessischen Kuhkaff dabei gewesen und habe dann letztlich einige Aufgaben übernommen.

Dazu zählt auch der Kontakt zu den anderen europäischen Vertretungen/Fanclubs der Dolphins. Beim London-Spiel z.B. hatten sich die UK-Phins nicht lumpen lassen und ein Event organisiert, an dem wir zahlenmäßig sehr stark teilgenommen haben. Der Kontakt ist nicht regelmäßig, aber gut. Zu den Italienern ist der Kontakt eher sporadisch – da fehlt es einfach auch an der Kommunikation, muss ich gestehen.

In den USA sind wir anerkannt und werden durch die internationale Fan-Betreuung der Dolphins immer gut informiert und regelmäßig zu Events eingeladen. Die Club-Fahne/das Logo ist ebenso immer mal wieder anzutreffen (nicht nur bei der Footballerei, sondern auch im Hard Rock Stadium). Wenn also einer unserer Mitglieder gerade in Miami Gardens sein sollte, kann er/sie immer gerne an den Events in unserem Namen teilnehmen bzw. dies wurde auch öfter schon getan. Wurde man früher als Exot belächelt, gehört es heute fast schon mit dazu, dass einer unserer Member im Stadion bei den Spielen ist.

Allgemein ist Miami als Stadt natürlich echt eine Reise wert. Das liegt nicht nur am Wetter und an den Amis, die teilweise echt bekloppt sind, was Football betrifft. Das Flair im Hard Rock Stadium oder beim Tailgating davor hat auf jeden Fall etwas von Karneval; man kann einfach eine gute Zeit haben, völlig wertfrei quatschen und es schlichtweg genießen. Die karibischen Einflüsse sind unverkennbar und machen einen Teil der Faszination Miami aus. Wenn man dazu noch football-technisch leidensfähig ist und sichergehen möchte, dass man Fan einer Franchise ist, die Tom Brady einmal pro Jahr den Hintern vermöbelt (dessen Bilanz in Miami ist ja mehr als bescheiden ^^), können es nur die Jungs in Aqua sein. Der Bandwagon hält sicher in Miami nicht und auch wenn es teilweise haarsträubend ist, sich die Spiele der Phins anzusehen – das ist zumindest von 08/15-Football weit entfernt. Gerade in den letzten Jahren bin ich bei vielen Spielen nah am Herzinfarkt gewesen und oftmals schlichtweg verzweifelt.

Momentan sind wir offiziell ein e.V.i.G., ein Verein in der Gründungs-Phase. Wir wollen in nächster Zeit den finalen Schritt zu einem e.V. gehen und sind in der Vorbereitungs-Phase eines bundesweiten Treffens für DolFans. Regional finden solche Treffen bei Spielen der GFL oder zum Rudelgucken schon regelmäßig statt. Die Community, die aus einer Facebook-Gruppe heraus entstanden ist, hat derzeit knapp 900 Mitglieder. Mal sehen, wann wir die 1000 knacken.

Ein weiterer Punkt, der momentan in der Endphase befindlich ist, betrifft den Aspekt des Merchandise – sowohl des Fanclubs als auch bei Fanatics. Bei ausreichend Interesse haben wir in der Vergangenheit eigene Fahnen, Hoodies und Shirts in Umlauf bringen können. Da wir eines unserer Mitglieder als Grafiker und Designer eines eigenen Logos gewinnen konnten (darauf sind wir sehr stolz, weil es echt verdammt gut geworden ist), haben wir hier keine Probleme mit Markenrecht usw., wie man von einigen anderen Fanclubs schon mitbekommen hat. In Zukunft haben wir vor, die Produkt-Palette evtl. noch weiter auszubauen.

Wir konnten zudem durch harte und intensive Verhandlungen einen Deal mit Fanatics eingehen und bei Sammelbestellungen einen individuellen Discount heraushandeln. Es lohnt sich also auf jeden Fall, Mitglied der Miami DolFans zu sein – sollten wir denn dann mal irgendwann auch e.V. werden. Bis dahin sind wir in diversen Social Media-Kanälen aktiv (u.a. arbeiten wir an einer regelmäßigen FB-Livestream-Sendung mit, pflegen den Content sowohl in einer FB-Gruppe als auch einer offiziellen Seite sowie sind mehr oder weniger bei Twitter und Instagram aktiv. Hier sei auf den Account der germanfinatics verwiesen, den ein Member von uns schon seit Längerem betreibt und dem wir uns dann angeschlossen haben. Da sind wir also auch ziemlich gut aufgestellt ^^

Die Miami Dolphins wurden 1965 als Expansion Team der American Football League gegründet und nahmen 1966 den Spielbetrieb in der Eastern Divisison auf (1966 bis 1969). Seit dem Merger 1970 treten die Dolphins in der AFC East an. Zu Buche stehen für das Team aus Miami 23 Playoff Teilnahmen, man gewann 13 Mal die ARC East und fünfmal die Conference. Die Dolphins erreichten fünfmal den Super Bowl und man triumphierte in Super Bowl VII und VIII. Sind die beiden Super Bowl Triumphe die größten Momente in der Geschichte der Dolphins? Habt Ihr weitere für die Franchise wichtige Momente auf dem Schirm? Ist es die ungeschlagene Saison 1972? Schaut man sich die Geschichte der Dolphins an, gibt es vor allem an einem Namen kein Vorbeikommen: Don Shula! Er war Head Coach von 1970 bis 1995 und gewann auch die beiden Super Bowls mit dem Team. Seine Bilanz ist mit 257 Siegen, zwei Remis und 133 Niederlagen in 392 Spielen sowie 17 Siegen in 31 Playoff Spielen unerreicht. Mit Jimmy Johnson und Nick Saban finden sich auch weitere namhafte Coaches in der Geschichte der Dolphins, wobei gerade Saban erst später mit der University of Alabama unglaublich erfolgreich wurde. Ist Don Shula die wichtigste Persönlichkeit in der Geschichte der Franchise? Haben andere sich ebenfalls um die Dolphins verdient gemacht, deren Namen im Schatten von Shula verschwinden?

Miami DolFans Germany: Um es mal ganz klar zu sagen und mehrere eurer Fragen zusammenzufassen: there is only one team living in Perfectville – natürlich ist 1972 DAS Jahr, wovon viele Fans zehren und mit das Wichtigste der Franchise History. Bob Griese, Larry Csonka, Paul Warfield, Larry Little – das sind Namen, die in Miami immer noch mit großer Ehrfurcht und Anerkennung genannt werden müssen und die sich auch jedes Jahr immer noch dann treffen, wenn auch das letzte Team der NFL in der Saison eine Niederlage einstecken muss. Das Team von HC Don Shula hat etwas geschafft, dass es SO wohl nicht nochmal geben wird. 17-0 mit abschließender Krönung durch einen Ring haben nicht mal die Patriots geschafft und es taugt auch immer noch als Frotzelei gegenüber der Jungs aus New England. Ein Rekord, den sie nicht holen werden 😛

Zusammen mit dem Namen Dan Marino ist es das Team, das für die Miami Dolphins und eine glänzende Vergangenheit steht. Seit dessen Retirement am Ende des letzten Jahrtausends ist die Franchise auf der Suche nach einem Nachfolger oder jemandem, der ihm zumindest nahekommt. „Dan the man“ wird aber immer als ein Teil der Franchise bestehen bleiben. Seine Nummer 13 ist eins der bekanntesten Jerseys der Football-Welt und je länger es dauert, umso stärker wird der Ruf nach einem neuen franchise-QB werden, der das Team ähnlich führen kann wie Marino dies getan hat. In den Jahren danach gab es für die Phins zweimal ein Wild Card Game – das war es dann aber auch. Erfolgsfan ist man als DolFan zumindest nicht gerade ^^

Weitere Namen, neben den beiden prägenden QB-Persönlichkeiten der Vereins-Geschichte (Griese und Marino), die man in der Geschichte der Dolphins nicht vergessen darf, weil auch sie z.T. in die Hall of Fame Einzug gefunden haben, sind sicherlich unter anderem die sog. „Marks Brothers“, Mark Duper und Mark Clayton. Gemeinsam mit Marino bildeten sie in den 80er und 90er Jahren eine sehr schlagkräftige Offense, lediglich der Titel blieb ihnen versagt. Gegen wen Marino seine einzige Chance auf einen Ring versiebt hat, muss ich ja bei den 49ers-Fans nicht noch extra erwähnen und Salz in die Dolphins-Wunde schütten. Auf der anderen Seite des Balles sind vor allem Jason Taylor, Zach Thomas oder Sam Maddison zu nennen.

Prägende Spielerpersönlichkeiten der letzten Jahre sucht man aber fast vergebens. Wenn einem da auf den ersten Blick nur der langjährige LS John Denney (hält den Rekord für die meisten Spiele in Folge aller aktiven NFL-Profis) einfällt, mag das schon eine gewisse Aussagekraft haben. Vielleicht ließe sich hier auch der nun bei den Titans aktive Cameron Wake nennen, der in den letzten Jahren immerhin für einen dominanten Pass Rush der Dolphins verantwortlich zeichnete und mit der Emotional Leader des Teams war. Aber auch ihm merkte man in der letzten Saison das Alter an und einem Rebuild sollte und konnte auch er nicht im Wege stehen. So wird der als FA aus der CFL gekommene Wake die 100 Sacks leider in Tennessee vollmachen. Apropos 2018:

In der letzten Saison nun haben wir ein Ereignis dazu gewonnen, welches bereits als „Miami Miracle“ in die Geschichte eingegangen ist und sich mit dem Last Second – Sieg per Lateral Trick Play gegen Tom Brady und seine Patriots befasst. Anfang Dezember des letzten Jahres hatte man ein sehr gutes Spiel gemacht, gut mitgehalten und sah aber 7 Sekunden vor Ende des Spiels wie der geschlagene Verlierer aus. Bill Bellicheck wollte nur die Hail Mary verhindern, stellte Gronkowski als Absicherung als Safety auf und alle warteten nur auf das Ende. Was dann kam, war episch. Ein College Trick Play wurde ausgepackt, damit durch einen Pass von Tannehill sowie zwei weitere Laterals Raum überbrückt und als letzten Endes dann dem Star-TE der Pats der Winkel fehlte („he didn´t have the angle“) und er über den Platz stolperte, ohne Kenyan Drake stoppen zu können, war das Wunder von Miami geboren.

Quarterback Dan Marino war sicherlich einer der besten Signal Caller, der das Spiel je gespielt hat. Bereits in seinem zweiten Jahr führte er sein Team in der Super Bowl, man unterlag jedoch im Super Bowl XIX mit 16:38 gegen die San Francisco 49ers mit Joe Montana under Center. Es war der erste Super Bowl, in welchen beide Teams mehr als 300 Yards durch die Luft erzielten. Marino sollte in den folgenden Jahren unzählige Rekorde aufstellen, die zum Teil erst von Peyton Manning und Co. In der Neuzeit gebrochen wurden, aber er sollte es nie wieder in seinen Super Bowl schaffen. So steht auf Seiten der Dolphins Marino mit einer Niederlage im Super Bowl und auf Seiten der 49ers Joe Montana mit vier Erfolgen bei vier Super Bowl teilnahmen. Wo ordnet ihr Marino und Montana in der Liste der besten Quarterbacks in der NFL Gesichte ein?   

Miami DolFans Germany: Ich persönlich bin kein Fan solcher hierarchischen Listen von Quarterbacks und auch das Gerede um Tom Brady als G.O.A.T. mit seinen sechs Ringen finde ich nicht gut – für mich wird er ohnehin immer die Goat (Ziege) sein. Jeder der genannten Signal Caller hatte seine prägende Zeit und das Spiel an sich war in den verschiedenen Dekaden nicht das Gleiche, so dass hier aus meiner Sicht ein Vergleich auch sehr, sehr schwierig wäre. Im US-Sport gibt es aus meiner Sicht genau zwei G.O.A.T. - Ali und Jordan. Bei den Quarterbacks will ich gar nicht Bob Griese mit Tom Brady oder Joe Montana mit Dan Marino oder Peyton Manning vergleichen müssen. Drew Brees oder Aaron Rodgers, Brett Favre und und und. Da gibt es einige sehr gute und sehr dominante Spielerpersönlichkeiten, die ich nebeneinander auf eine Stufe stellen würde. Man kann aus meiner Sicht sie nicht vergleichen, weil man ihre Art zu spielen und das Spiel zu interpretieren nicht vergleichen und außer dem Prädikat „Legende“ belegen sollte. Das Einzige, was ich getan habe, ist zu sagen, dass ich Marino für den besten Spieler ohne Ring halte. Achja, und das Joe Montana (als er beim Coin Toss im Super Bowl war) derjenige war, dessen Outfit ich am wenigsten nachvollziehen konnte ^^

Nach dem Karriereende von Dan Marino 1999 schaffte mit Dave Wannstedt (2000 bis 2004) nur noch ein Head Coach eine positive Bilanz über seine Karriere bei den Dolphins. Seit der Saison 2005 erreichte man nur noch zweimal die Playoff und schaffte keinen Sieg in der Postseason. Worin seht Ihr die Gründe für diese Erfolgslosigkeit? In den knapp 40 Jahren zuvor war man fast immer konkurrenzfähig und zumindest ein Playoff Contender. Das Front Office muss viele Fehler gemacht haben, oder wie seht Ihr das?

Miami DolFans Germany: Das ist definitiv der Fall. Mit dem Front Office der letzten Jahre waren wir – und ebenso auch die Franchise offensichtlich – alles andere als zufrieden. Zu nennen sind hier u.a. falsche Entscheidungen beim Draft, das teure Signen von Spielern, die sportlich nicht (mehr) das bringen konnten, was man erwartet hatte sowie gerade in den letzten Jahren auch immer mal wieder sehr heftige Verletzungen. Unter anderem wegen dieser verfehlten Personalpolitik wurde ja auch der Owner tätig und ersetzte den langjährigen GM Mike Tannenbaum durch Chris Grier. Wie schon gesagt oder noch gesagt werden wird, die Zukunft erscheint schon jetzt auf dieser Position etwas besser zu werden. Erste Ansätze hierzu (Rosen-Trade, Verhalten in der FA) erkennt man. Der Plan sieht ja auch vor, in 3-4 Jahren wieder regelmäßiger Contender zu werden – bis dahin wird sich auch die AFC East verändert haben.

In den vergangenen drei Spielzeiten war Adam Gase der Head Coach der Dolphins. In der ersten Saison erreichte man mit einer Bilanz von 10-6 die Wild Card Round und verlor dort mit 12:30 gegen die Pittsburgh Steelers. Anschließend verpasste man mit 6-10 und 7-9 die Playoffs und es kursierten immer wieder Gerüchte, dass Gase den Locker Room verloren habe und er mit Veterans nicht zurechtkomme. Als Quarterback lief seit 2012 Ryan Tannehill (wenn er nicht verletzt war) für die Dolphins auf, 2017 stand sogar Jay Cutler under Center. Mit dem Ende der Saison 2018 kam nun für sowohl für Gase als auch für Tannehill das Ende in Miami. Kam das Ende von Gase für Euch überraschend? Wie bewertet Ihr die jüngere Vergangenheit?

Miami DolFans Germany: Hier sind sich die Fans nicht ganz einig in der Bewertung von Gase – vor allem aber von Tannehill. Sicher, er war nie ein Elite-QB und wird ein solcher auch nicht mehr werden. Aber er war immer so Mittelklasse zwischen Platz 15 und 20 bei den Quarterbacks, bekam selten eine solide Protection gestellt und konnte so sein Potential nie wirklich voll abrufen. Man hat in den letzten Jahren immer drauf gewartet, dass er einen Schritt nach vorne macht. Aber letzten Endes war man es in Miami leid, sich mit Durchschnitt zufrieden zu geben.

Das gilt auch für Gase. Dessen Zukunft war in erster Linie mit Tannehill und seinem selbst aufgebauten Image als „junger QB-Flüsterer mit neuartigen Ideen“ verknüpft. Den Locker Room hatte er, wie man hört, tatsächlich verloren. Er hat es sich in den drei Jahren mit Spielern wie Landry, Ayaji oder Pouncey wohl ganz schön verscherzt, die alle mehr oder weniger durch Gase entweder aussortiert oder ab gewatscht wurden.

Darüber hinaus wurde ihm auch der „falsche Staff“ zum Verhängnis. Die offensive Play Calls machte meist er alleine, die letzten DC seines Teams (Vance Joseph, Matt Burke) haben vor allem gegen den Lauf z.T. erschreckende Stats und Spiele abgeliefert, so dass er hier zur Verantwortung gezogen wurde. Er ist angetreten mit einem Drei-Jahres-Plan und das erste Jahr lief wirklich sehr gut. Aber danach schien es so, als wolle er auf Biegen und Brechen „sein Ding“ durchziehen und hatte zumeist neben seinem A-Game kaum Alternativen in petto. Sehr konservatives Play Calling, wenig Varianten, oftmals wohl zu wenig Motivation an die Spieler, statt aufs Feld guckte er lieber auf sein Klemmbrett, falsches Festhalten an den QB (Cutler wird sein Replacement-Vorschlag gewesen sein, was ja vollends in die Hose ging) – die Kritiker haben hier reichlich Futter bekommen. 

Die Miami Dolphins mussten mit der Bekanntgabe des neuen Head Coaches lange warten, denn der bisherige Arbeitgeber von Brian Flores, die New England Patriots, erreichten den Super Bowl. Flores gewann mit den Patriots insgesamt vier Super Bowls (XXXIX, XLIX, LI und LIII) und dürfte das System Belichick verinnerlicht haben. Seid ihr mit der Wahl des neuen Head Coaches zufrieden? Assistenten von Bill Belichick waren bisher in der NFL als Head Coaches nicht sonderlich erfolgreich, Hattet Ihr einen anderen Wunschkandidaten?

Miami DolFans Germany: Man hört über Brian Flores zumindest nur Gutes. Er scheint ein echt smarter, charismatischer Coach zu sein, der sein Team mitreißen kann. Flores war in erster Linie für die Defenses der Patriots im letzten SB verantwortlich und hat durch sein System, dass sich durch eine hybride und an den Gegner angepasste Mischung auszeichnet – also kein klassisches 3-4 oder 4-3 – Scheme – wesentlich mit zum letzten Ring der Jungs aus Boston beigetragen. Was er letztendlich leisten kann, werden die nächsten Jahre (er hat 5 bekommen, um den Rebuild durchzuziehen) zeigen. Er hat sich aber ein Team zusammengestellt, welches sich sehen lassen kann. Das ist dann auch Teil meiner Antwort. Mit Jim Caldwell (anerkannter QB-Fachmann), Chad O´Shea (WR-Coach der Pats gewesen, nun neuer OC), Patrick Graham (LB-Coach der Packers, neuer DC), Dave DeGuglielmo (erfolgreicher O-Line Coach der Giants) und einigen anderen hat er viel Erfahrung, aber auch viele Erfolge, mitgebracht. Er war mit mein Wunschkandidat und es war ja schon relativ früh klar, dass er es werden würde. Vom ausbleibenden Erfolg des Bill-Belichick-Coaching-Tree haben wir natürlich gelesen und sind guter Hoffnung, dass er hier den Anfang machen wird. Er hat zumindest gute Voraussetzungen und zeigt erste sehr bemerkenswerte Ansätze.

Brian Flores baute sich seinen Coaching Staff komplett neu zusammen und brachte den ein oder anderen Coach aus New England mit nach Miami. Chad O´Shea ist der neue Offensive Coordinator, der allerdings zum ersten Mal in dieser Position ist und zuvor die Wide Receiver bei den Patriots coachte. Defensive Coordinator wurde Patrick Graham, der von den Packers nach Miami kam und auch zum ersten Mal als DC arbeiten wird. Von den Patriots kam auch Josh Boyer als Defensive Pass Game Coordinator/Cornerbacks Coach. Aber die vielleicht interessanteste Personalie im Coaching Staff ist Jim Caldwell, der als ehemaliger Head Coach der Indianapolis Colts und Detroit Lions den Posten des Assistant Head Coachs/Quarterbacks Coach übernimmt. Wie beurteilt Ihr den neuen Coaching Staff? Gerade auf den Coordinator Positionen scheint Erfahrung zu fehlen.

Miami DolFans Germany: Der Aspekt der mangelnden Erfahrung ist sicherlich ein Punkt, den man im Hinterkopf haben müsste, wenn Miami nicht gerade erst am Anfang des Rebuilds stände. Die Coaches sollen ja – geführt durch ältere Berater mit viel Erfahrung – in Südflorida ihre ersten Erfahrungen machen und sich – wie die Mannschaft auch – in den nächsten Jahren weiterentwickeln und zu sehr guten Coaches werden. Ich meine, die Defenses ist derzeit eh noch eine große Baustelle und wenn z.B. Chad O´Shea seine Erfahrung mit oftmals als zweitklassig eingeschätzten Pass-Fängern aus Boston nach Miami mitbringt, kann aus Spielern wie Mike Gesicki (TE, letztes Jahr zu wenig eingesetzt), Albert Wilson, Kenny Stills oder DeVante Parker auch noch richtig was werden. Das Potential ist allemal vorhanden.

In der Offseason ließen die Dolphins zahlreiche Spieler gehen: Running Back Frank Gore (Buffalo Bills), Wide Receiver Danny Amendola (Detroit Lions), Defensive End Cameron Wake (Tennessee Titans), Defensive End Robert Quinn (Dallas Cowboys), Quarterback Ryan Tannehill (Tennessee Titans) um nur einige zu nennen. Offensive Liner Ja´Wuan James heuerte mit einem saftigen Vertrag bei den Denver Broncos an. Große und bekannte Namen sucht man dagegen bei den Zugängen mit Ausnahme von Quarterback Ryan Fitzpatrick (Tampa Bay Buccaneers) und vielleicht noch Cornerback Eric Rowe und Tight End Dwayne Allen (beide von den Patriots) vergeblich. Wie beurteilt Ihr die Free Agency der Dolphins? Es sieht sehr danach aus, als wenn man für die Zukunft Cap Space freimacht.    

Miami DolFans Germany: Die diesjährige FA ist der erste Teil eines Rebuilds, wie ihn die Browns oder auch momentan die Colts vormachen. Man hat sich z.T. sehr krass von vielen Spielern getrennt, deren Verträge noch durch den alten GM üppig aufgebläht wurden und deren Leistung dazu in keiner Relation standen. Ausnahme ist hier Frank Gore; der stand aber den „eigenen Talenten“ Kenyan Drake oder Kalen Ballage im Weg, so dass er einfach „über“ war. James hätte man sicherlich gerne gehalten und um ihn die neue O-Line mit gebaut – aber mit dem Angebot von Elway und Co. konnte bzw. wollte man dann aber auch nicht mithalten. Wenn man sich noch von Safety Reshad Jones trennt (dieser move wird entweder noch vor oder nach dieser Saison als letztes „Vertragsmonster“ anstehen), besitzt Miami nicht nur viele Draft Picks (u.a. auch durch Compensatory Picks), sondern eben auch ein erhebliches Maß an Cap Space. Dies ist für einen Rebuild immer gut und sicherlich eins der positiven Ereignisse der FA.

Darüber hinaus wurden in der FA einige Positionen nach dringenden Needs neu besetzt. Eric Rowe dürfte neben Howard zweiter Boundary Corner werden. Hier besteht erheblicher Bedarf bei den Dolphins. Dwayne Allen ist ein Blocking TE (das ist z.B. ein Gesicki nicht so) und kennt das System. Eric Reed ist als erfahrener BU O-Liner geholt und wird auch so eingesetzt werden, da konnte man nicht viel falsch machen.

Aus meiner emotionalen Fan-Sicht heraus tut es am meisten weh, dass Cameron Wake (der „Wakezilla“) nicht mehr Aqua tragen wird. Er war über Jahre hinaus mit das Gesicht der Franchise und absoluter Leistungsträger und emotional Leader. Ohne ihn wird etwas fehlen. Aber das ist das Geschäft – und wer zahlt einem 38-jährigen Defender schon das, was er haben wollte? So ist er halt weg...

Herzstück der FA bzw. der Trades ist aber sicher der move, um Josh Rosen nach Miami zu holen. Klar, man hat als Brücken- und Übergangs-QB den erfahrenen Ryan Fitzpatrick geholt – die ideale Besetzung, wenn man 2020 einen neuen QB draften möchte (in Miami gibt es immer wieder das Gerücht des „#TankforTua, dem QB der Crimson Tide). Der kann am Anfang übernehmen und wie er spielt, ist eigentlich egal. Er soll in erster Linie Mentor sein und dann ins zweite Glied treten (das kennt er ja), wenn nun Rosen oder – sollte der nicht die erhoffte Wahl sein – der 2020 First Rounder so weit ist. Zu Rosen aber in der nächsten Antwort noch mehr. Mit Fitzi hat man den „Swag“, man hat Erfahrung zu einem für QB moderaten Preis. UND man hat nun mit ihm und dem Safety Minkah Fitzpatrick quasi „Fitzmagic hoch 2“. Dürfte auf jeden Fall entertaining werden ^^

Im Draft überraschten die Dolphins mit guten Moves. War man nach dem ersten Tag, an dem die Dolphins mit dem 13. Pick Overall Defensive Tackle Christian Wilkins (Clemson) die Verwunderung hier und da groß, weil man nicht Quarterback Dwayne Haskins (Ohio State) auswählte. Allerdings bekam man Quarterback Josh Rosen für lediglich einen Zweitrundenpick im Draft 2019 – Rosen war im vergangenen der zehnte Pick Overall. Ein kluger Schachzug? Was sagt Ihr zu Wilkins und zu Rosen? Wird er der nächste Franchise Quarterback der Dolphins?

Miami DolFans Germany: Für Außenstehende waren die Draft Picks der Phins sicherlich etwas überraschend – ich darf mich aber mit Fug und Recht „Orakel“ nennen. Zwei der ersten drei Picks hatte ich richtig predicted ;-). Aber mal im Ernst: wer Wilkins bei Clemson gesehen und sich etwas mit ihm beschäftigt hat, hatte ihn als perfect fit für die Phins auf dem Zettel. Die QB-Suche war durch die beiden Ex-Dolphins-Spielmacher Dan Marino und Matt Moore, Jim Caldwell, den anerkannten Draft- und Scout – Experten Chris Grier doch sehr prominent und erfahren besetzt. Man hat Haskins zudem mehrmals interviewed, getestet und in die Mangel genommen. Wenn man sich für Wilkins entschieden hat, muss man als DolFan einfach darauf vertrauen, dass die Herren besser als jeder Fan einschätzen können, ob Haskins eine gute Wahl gewesen wäre. War er offensichtlich dann nicht.

Josh Rosen war natürlich für die Franchise ein absoluter Glücksfall. Durch die Tatsache, dass sich viele der anderen potentiellen Interessenten schon anderweitig umgesehen hatten, man sicher mit Fitzpatrick versorgt war und auch die Cardinals durch das Auswählen von Murray unter Zugzwang waren, war der Preis eben nicht so hoch wie kolportiert wurde.

Was dann allerdings der neue GM Chris Grier und seine Jungs für ein Paket geschnürt haben, war schon erste Sahne. Zunächst die Salary: für den 10th pick des letztjährigen Drafts zahlt Miami in den nächsten drei Jahren knapp acht Millionen an Salary. Das ist selbst für einen Backup schon verdammt wenig. Aber was hat man dafür am Draft Day eingesetzt?

Man hat zunächst den Trade dadurch vorbereitet, dass man mit New Orleans die Picks 48 und 116 für Pick 62 sowie 202 und einen (wahrscheinlich späten) Zweitrundenpick 2020 eingetauscht hat. An sich schon gut. Aus einem Zweitrundenpick also zwei gemacht sowie aus R3 in R7 gesprungen.

Nun hatte man aber durch eben den späten (zusätzlichen) Zweitründer die Möglichkeit, Rosen aus Arizona zu bekommen. Nur 2nd Round 2019 in 2nd Round 2020 getauscht quasi. Dann aber kommt der Clou: einen Top 10-Pick des Vorjahres für einen späten Zweitrundenpick – besser geht ja kaum. Dass mit der geringen Salary – genial! Nimmt man dann den 2nd Round-Pick raus (denn den hat man ja nur um ein Jahr verschoben), hat Miami für Rosen quasi Pick 116 eingesetzt und 202 bekommen. Den Spieler (einen QB, den sie eh hätten ziehen wollen), hat man mit Rosen ja auch noch bekommen. Ich habe in den letzten Jahren in der Liga nicht viele Trades am Draft Day gesehen, die für eine Franchise ähnlich gut waren. Egal, wie Rosen performt. Spielt er kacke, ist er ein günstiger BU. Wird er aber das, was er durch sein Potential und das Training andeutet (Starting Job Contender), wird es nur noch besser. Ich hoffe, er wird den Fight mit Fitzpatrick gewinnen – denn dann spart man sich zusätzlich noch den 2020 1st Round pick auf, den man ja ursprünglich wohl für einen QB einsetzen wollte. Ihr seht, da kann man selbst als Rosen-Kritiker ins Schwärmen kommen ^^

Ansonsten wählten die Dolphins mit Guard Michael Deiter (Wisconsin) in der dritten sowie Offensive Tackle Isaiah Prince (Ohio State) in der sechsten Runde zwei Verstärkungen für die Offensive Line. Außerdem draftete man Outside Linebacker Andrew Van Ginkel (Wisconsin), Fullback Chandler Cox (Auburn) und Running Back Myles Gaskin (Washington). Was haltet Ihr von den Rookies? Haben diese Chancen auf das 53er Roster? Habt Ihr einen Sleeper unter den Undrafted Rookie Free Agents ausgemacht? 

Miami DolFans Germany: Gut, dass die Frage kommt. Da wäre ich ohnehin drauf eingegangen. Die O-Line ist eine Schwachstelle der letzten Saison gewesen. Man hat keine Tiefe und durch die Abgänge von Sitton und James sind zwei potentielle Pro Bowl-starter weggebrochen. Michael Deiter war einer der Top-Kandidaten auf der Guard-Position und ein weiterer Wunsch-Pick. Ob Isiah Prince Starter wird als RT, weiß ich nicht. Als fixer BU hat er aber auf jeden Fall das Potential, Miami weiterhelfen zu können. Myles Gaskin wird sich mit Mark Walton (letztes Jahr im Draft von den Bengals gedraftet, war bei den Miami Hurricanes) um den Platz im Special Team streiten. Chandler Cox wird ins Roster kommen, sonst hätte man gar keinen Fullback draften müssen. Was man mit ihm vorhat, zeigt das Vorbild Boston mit James Develin. Der wird unter O´Shea also auf seine Snaps kommen. Van Ginkel ist ein Projekt. Mit Jerome Baker, Raek McMillan und Kiko Alonso hat man drei sehr talentierte LB, zusätzlich für das ST noch den erfahrenen Mike Hull. Das Roster schafft er, viele Snaps wird er aber zunächst nicht bekommen.

Größte Sleeper unter den UDFA sind – nicht nur laut der US-Medien, die beide Spieler unter die Top 10 der besten Undrafted Players gelistet hatten - G Deion Calhoun, Mississippi State (ein sehr guter Pass-Blocker) sowie WR Preston Williams, Colorado State. Besonders Letzterer hat auch die Trainings Camps und OTA derart gut ausgesehen, dass er zumindest Chancen auf das 53er Roster hat. Ein dritter möglicher Kandidat wäre noch CB Jomal Wiltz von Iowa State. Der hat bislang auch eine sehr gute Figur abgegeben und hat zumindest Chancen aufs finale Roster.

Außerdem sammelten die Dolphins durch zahlreiche Trades vor und während des Drafts Picks für den Draft 2020. Derzeit stehen elf Picks für Miami für den Draft 2020 in Las Vegas zu Buche, wobei die Compensatory Picks noch nicht miteingerechnet sind. Gute Arbeit von General Manager Chris Grier? Der Neuaufbau schreitet voran. Die Dolphins scheinen, anders als in den Vorjahren, ein Team über den Draft bauen zu wollen, anstatt teure Free Agents zu verpflichten. Was erwartet Ihr für Moves in den kommenden ein, zwei Jahren? Werden vielleicht unter der Saison, vor der Trading Deadline noch der ein oder andere Spieler von der Gehaltsliste gestrichen werden? Nach Overthecap.com haben die Dolphins für 2020 einen prognostizierten Salary Cap von über $ 62.000.000.

Miami DolFans Germany: Wie in den Fragen davor schon angeklungen ist: Safety Reshad Jones wird gehen. Diesen Move wird es in den nächsten 7-8 Monaten zu 1000% geben. Wenn man noch tätig wird, dann für beide Lines. Offensiv wäre noch ein Guard wünschenswert, defensiv muss man wohl die Preseason Gamers abwarten und sich das System von Flores auch mal live ansehen, um zu erkennen, ob man hier noch was tun muss. Klar, keiner verliert absichtlich und Tanking ist in Davie (Trainingszentrum der Phins) verpönt. Aber zu gut werden sie sicherlich auch nicht spielen, da muss man als Fan Realist bleiben 😛 Den Cap Space wird man in erster Linie für neue Contracts von Laremy Tunsil (LT) und weitere punktuelle Verstärkungen, vor allem in der O-Line, verwenden. Dazu die vielen Picks (man dürfte letzten Endes so bei 12 Picks ungefähr rauskommen) vornehmlich defensiv einsetzen und dann mal gucken. Ja, der Weg von Chris Grier und Co. Mag etwas ungewohnt für die DolFans und Football-Anhänger anmuten. Er ist aber konsequent Patriots-Style und verheißt eine bessere Zukunft für die Phins. Grier wird nur daran gemessen werden, bislang ist er sehr gut unterwegs.

Cornerback/Safety Minkah Fitzpatrick, Cornerback Xavien Howard und die Linebacker Kiko Alonso und Raekwon McMillan scheinen die Eckpfeiler in der Defense zu sein. Aber wie sieht es in der Offense aus? Running Back Kenyon Drake? Wide Receiver DeVante Parker? Und die Offensive Line? Von welchen Spielern aus dem Team erwartet Ihr einen Leistungssprung? Wen seht ihr eher auf dem absteigenden Ast? Wir sind gespannt auf eine Prognose!

Miami DolFans Germany: DVP liefert mal wieder im Training ab und steht zum gefühlt zehnten Mal vor seinem Break Out Year. Realistisch planen kann man mit dem aber nicht. Zu oft schon verletzt und zurückgeworfen. Klar, Kenyan Drake wird ohne Gore wieder mehr Snaps bekommen und zeigen, was er kann. Darüber hinaus wird die Pass Offense entweder mit Rosen oder Fitzi zeigen, dass sie Big Plays kann. Albert Wilson, Kenny Stills, Jakeem Grant – die haben in der Liga schon gezeigt, was sie draufhaben.

Einen Leistungssprung darf es ruhig bei TE Mike Gesicki geben. Der Junge hat so unfassbar gute Anlagen. Er wurde schlicht im System Gase nicht oder falsch eingesetzt (falsche Routen, zu wenig Targets usw.). Rosen hat was zu beweisen, Minkah ist ein Ball Hawk. Das größte Improvement wird sich aber bei LB Jerome Baker zeigen. Dem kommt das neue System sehr entgegen, er entwickelt sich zu einem Leader im Locker Room. Ich denke, der wird einer sein, den es zu beobachten gilt.

P.S. Wenn ich jetzt schreibe, dass sich auch der bislang eher bustende 2018 1st pick Charles Harris verbessern wird, bekomme ich Ärger mit einigen DolFans. Viel schlechter spielen kann er eigentlich nicht, er blieb bislang ziemlich viel schuldig.

Die New England Patriots gehen trotz den zahlreichen Abgängen erneut als Favorit in die Saison 2019 und wenn nichts Außergewöhnliches passiert, dürften die Mannen um Tom Brady auch die Division gewinnen. Dahinter scheint es aber keine klare Rangfolge zu geben. Die Jets gehen ebenfalls mit einem neuen Head Coach in die Saison und bei den Bills muss man auch abwarten, ob Josh Allen den nächsten Schritt macht. Was rechnet Ihr Euch für die kommende Saison aus? Mit welchen Erwartungen geht Ihr in die Saison?

Miami DolFans Germany: Erwartungen? Keine ehrlich gesagt. Sie sollten nicht absichtlich verlieren und einige Spieler des Rosters für den weiteren Rebuild der nächsten Jahre entwickeln. Wenn sie dann vernünftigen Einsatz zeigen und dann mit nur 5 Siegen aus der Saison gehen, gibt es zumindest einen frühen Draft Spot. Miami ist im ersten Jahr mit Rebuild und neuen Coaches – da wird man mit den Playoffs nichts zu tun haben. Bei den Jets wird man zeigen, wie Gase mit den vielen Egos umgehen kann oder ob es da rappelt. In den PO sehe ich neben den Patriots auch noch die Bills. Die haben eine gute Mischung zusammengestellt.

Zum Abschluss interessiert uns noch, wie Ihr aus der Ferne die San Francisco 49ers in der kommenden Saison einschätzt?

Miami DolFans Germany: Puuh, das ist NFC und ganz weit weg, ehrlich gesagt. In den letzten Jahren solide gedrafted und mit Joe Staley einen ganz wichtigen Mann verlängert. Wohl und Wehe des Wegs der Niners führt aber in erster Linie über Jimmy G. Wenn er der Franchise QB werden und sein kann, dann sehe ich San Francisco auf einem guten Weg. Ich würde es euch gönnen. Auf eine schöne Saison und auf das ihr dieses Jahr zumindest die 7,8 Siege hinbekommt. Wichtiger ist in SF ohnehin nur der neue Hype im Basketball – da kann man ruhiger arbeiten ^^

Wir bedanken uns herzlich für das aufschlussreiche und interessante Interview, welches wir in Rekordzeit geführt haben, und wünschen Euch viel Erfolg in der kommenden Spielzeit.

Miami DolFans Germany: Bleibt die Frage, ob man sich das bei den Phins auch wünscht oder ob man semi-ehrlich in Tanking-Verdacht kommt. #Phinsup!

Mehr Informationen über die Miami DolFans Germany findet Ihr hier:

Hier findet ihr die zwölf vorherigen Ausgaben von „Beyond the Horizon“:

1 thought on “Beyond the Horizon – Episode 13: Miami DolFans Germany

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