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27. Oktober 2021

49ers Germany

Official 49ers Fan Chapter, part of Niner Empire.

49ers @ Giants: The Good, the Bad and the Ugly! Week 3

7 min read

Zwei Siege im Big Apple! Zuerst gegen die New York Jets und nun gegen die New York Giants. Alles wunderbar gelaufen, oder? Ergebnistechnisch sicherlich, aber es gab viele Verletzte. Beim 36:9-Auswärtserfolg liefen viele, viele Dinge sehr gut, aber manche auch weniger gut und was Hässliches war natürlich auch wieder dabei. Blicken wir noch einmal unter den bekannten Kategorien auf den zweiten Saisonerfolg bei den New York Giants zurück.

THE GOOD:

Normalerweise beginnen wir hier mit Spielern, aber dieser Sieg bzw. diese beiden Erfolge im Big Apple trotz der zahlreichen Rückschläge durch Verletzungen haben eines ganz klar gezeigt: General Manager John Lynch, Head Coach Kyle Shanahan und Defensive Coordinator haben das Team seit ihrer Amtsübernahme völlig umgebaut und einen tief besetzten Kader geschaffen, der Ausfälle bis zu einem gewissen Grad kompensieren kann. Gegen die Giants und auch Jets hat man nicht glücklich gewonnen, sondern gerade die Giants komplett dominiert. Das Team puntete nicht einmal! Bedeutet: Die Giants konnten die Offense der Niners nicht ein einziges Mal stoppen! Der einzige Drive der 49ers, der nicht zu punkten führte, war der letzte Ballbesitz im Spiel. Nick Mullens kniete dreimal das Spiel nach Hause in der Victory Formation.

General Manager John Lynch

John Lynch als General Manager entpuppt sich mehr und mehr als Glücksgriff. Insbesondere weil er sich mit guten Köpfen umgibt und sich nicht selber ständig in den Mittelpunkt bringt. Lynch hat mit seinem Team und dem Scouting Department zum einen viel Talent spät im Draft gefunden (Kittle, Greenlaw). Zum anderen zeigte man mit Trades ein gutes Gespür für die Situation (Garoppolo, Sanders und Williams). Und nicht zuletzt hat man ein sehr gutes Auge für Undrafted Players. Gegen die Giants waren 15 Spieler auf dem Feld, die nicht gedraftet wurden. Angeführt wird die Gruppe von Nick Mullens, Kendrick Bourne, Jeffrey Wilson, Emmanuel Moseley, Ross Dwelley, Kevin Givens, Daniel Brunskill und noch viele mehr. Dazu hat man Vertrauen in Spieler, die auch eine lange Leidenszeit hinter sich haben. Bei viele anderen Franchises wären Spieler wie Jerick McKinnon oder Jason Verrett schon lange gecuttet worden.

Head Coach Kyle Shanahan

Kyle Shanahan callte eines der besten Spiele seiner Karriere. Seine Offense musste ohne den Starting Quarterback, Starting Nr. 1 Wide Receiver, Starting Tight End und die beiden besten Running Backs antreten. Und? Shanahan orchestrierte eine Offense mit einem maßgeschneiderten Game Plan durch alle Unwägbarkeiten hindurch. Dem Head Coach gelingt es wie kaum einem anderen Playcaller in der Liga den Schwachpunkt der gegnerischen Defensive nicht nur auszumachen, sondern diese auch noch zu isolieren und ein wunderbares Match Up zu bringen.

Defensive Coordinator Robert Saleh

Auch Robert Saleh zeige in den beiden New York Games unerwartete Qualitäten. Ohne den individuellen Pass Rush über einen Difference Maker wie Nick Bosa oder auch Dee Ford, passte der Defensive Coordinator sein Scheme an und setzt vermehrt auf exotische Blitz Pakete. Hierbei werden Spieler wie Fred Warner, K’Waun Williams und auch Jimmy Ward flexibel eingesetzt und man präsentiert der gegnerischen Offense immer wieder andere Looks. Es wird spannend zu sehen sein, wie sich Saleh und das Scheme gegen bessere Offensivreihen schlägt.

Kommen wir nun zu den Spielern:

Nick Mullens!

Mullens führte eine Offense, die gegen die Giants nicht einmal punten musste. Muss man mehr sagen? Ja, er kam langsam in die Partie. Ja, er verpasste zwei Touchdownpässe auf Brandon Aiyuk. Aber sonst? 25 von 36 Pässen für 343 Yards und einen Touchdown angebracht und kein Turnover fabriziert. In der zweiten Halbzeit brachte er elf von zwölf Pässen für 153 Yards und einen Touchdown an. Insgesamt verteilte er seine Pässe auf zehn Receiver und zeigte sich in der Pocket stabil und aufmerksam.

Brandon Aiyuk!

Der First Round Pick schaffte sein erstes Spiel mit 100 oder Scrimmage Yards. Es wird deutlich, warum Kyle Shanahan sich dermaßen diebisch am Draft Day nach der Auswahl des Wideouts von der Arizona State University gefreut hat. Aiyuk ist ein explosiver Playmaker, der seine Stärken nicht nur als Passempfänger, sondern auch als Runner einbringen kann. Seinen ersten Touchdown in der NFL erlief er mit einem Jet Sweep über 19 Yards. Dabei glitt e durch die Defense wie auf Schlittschuhen. In Kombination mit Deebo Samuel, der eher der athletische und physische Receiver ist, werden die beiden ein Alptraum für die gegnerische Defense werden. Flexibel einsetzbar innen wie außen, beide auch als Runner einzusetzen. Und Aiyuk bringt auch die Möglichkeit mit, dass er mit seiner Schnelligkeit das Feld auseinanderziehen kann!

Die Defensive Line als Unit!

Ohne Bosa, Thomas und Ford muss die Line als Einheit abliefern. Mit Kerry Hyder, Arik Armstead und Ziggy Ansah und auch Dion Jordan konnte man nicht nur genügend Druck auf Quarterback Daniel Jones aufbauen, sondern auch praktisch kein Laufspiel zulassen. Gegen die Running Backs der Giants ließ die Defensive Line gerade einmal 17 Yards bei zehn Carries ab. Kevin Givens verbessert sich von Spiel zu Spiel. Gleiches gilt für First Round Pick Javon Kinlaw, der mehr und mehr von seinem Potential in der NFL zeigen kann.

Fred Warner!

Der MIKE Linebacker ist überall auf dem Feld zu finden gewesen. Warner ist auf dem Weg einer der Top Linebacker der NFL zu werden – wenn er es nicht schon ist. Vergleiche während des Draftprozesses mit Bobby Wagner erschienen weit hergeholt. In seinem dritten NFL Jahr sieht das aber ganz anders aus. Gegen die Giants führte er sein Team erneut mit sieben Tackles an und schaffte vor der Pause eine starke Interception gegen Daniel Jones. Dabei profitierte er vom Druck auf Jones – denn Arik Armstead und Ziggy Ansah waren an Jones dran.

Dies wird der Weg der Defense in den kommenden Wochen sein: Stärker als Einheit zu punkten und nicht mehr so sehr über die individuelle Klasse eines Nick Bosa, Richard Sherman oder Dee Ford.       

THE BAD:

Ein gutes zu Beginn in dieser Kategorie: Die Liste wird kürzer. Dies ist ein sehr gutes Zeichen für die 49ers.

Kyle Nelson!

Der Long Snapper wirkte wie ein Schatten seiner selbst. Als Long Snapper ist er ein äußert wichtiger Faktor, weil gerade die Field Goal Unit oder auch das Punt Team auf die Präzision angewiesen sind. Nelson snappte einmal viel zu, anschließend zweimal viel zu tief und zum Schluss praktisch unter die Grasnarbe. Nelson wurde aus dem Spiel genommen und Tackle Justin Skule snappte auf Holder Mitch Wishnowsky – dies sah deutlich besser aus, als alles, was Nelson an diesem Nachmittag fabriziert hat. Das Benchen war ein Zeichen dafür, was in der Woche passieren würde und auch passiert ist: Das Team hat sich von ihm getrennt und mit Taybor Pepper einen neuen Long Snapper unter Vertrag genommen.

Kwon Alexander!

Das Volumen seines Vertrags liegt unter den bestbezahlten Linebacker Gehältern in der NFL. Sein Vertrag ist auf ähnlichem Niveau wie der Vertrag von Bobby Wagner. Seine Leistung allerdings liegt meilenweit von der eines Bobby Wagners entfernt. Gegen die Giants schien er gar nicht auf dem Feld zu sein. Alexander fiel nur zweimal dadurch auf, dass Quarterback Daniel Jones ihm Fersengeld zahlte. Auch bei beiden vorherigen Partien knüpfen eher an die schwache Vorstellung im Super Bowl an, als an seine Leistungen vor seinem Brustmuskelriss. Alexander sollte das Team führen. Und genau das muss er in den nächsten Spielen beweisen, sonst verliert er seinen Starter Posten an Dre Greenlaw.  

… AND THE UGLY:

MetLife Stadium!

Hier kommt leider noch einmal der „Tatort: MetLife Stadium“ ins Spiel. Diesmal traf es die 49ers nicht so schwer wie in der Vorwoche. Gegen die Jets verlor man Solomon Thomas und Nick Bosa mit Kreuzbandrissen für die Saison. Jimmy Garoppolo mit einer Knöchelverletzung, die beiden Running Backs Tevin Coleman und Raheem Mostert mit Knieverletzungen.

In der Partie gegen die Giants verlor man Tight End Jordan Reed mit einer Innenbandverletzung. Laut Head Coach Kyle Shanahan wird er sechs bis acht Wochen fehlen. Dazu erwischte es Emmanuel Moseley (Gehirnerschütterung) und Jerick McKinnon (Rippen). Gut, dass man nun drei Spiel in Folge im heimischem Levi’s Stadium austrägt.