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49ers @ Cardinals: The Good, the Bad and the Ugly! Week 9

8 min read

Am Ende wurde es beim 28:25-Auswärtserfolg der San Francisco 49ers bei den Arizona Cardinals richtig eng. Beim Thursday Night Football im State Farm Studium in Glendale, Arizona, kann also diesmal nicht nur alles „Gut“ gewesen sein, einige Dinge sind sicher „Schlecht“ gelaufen und leider gibt es auch etwas „Hässliches“. Trotzdem: Ein Sieg ist ein Sieg! Insbesondere, wenn man damit ein acht Spiele andauernde Niederlagenserie beenden konnte.

Blicken wir am spielfreien Wochenende noch einmal auf die vorgezogene Partie des neunten Spieltags der 100. NFL Saison unter den bekannten Kategorien zurück. 

THE GOOD:

Jimmy Garoppolo

Über Quarterback Jimmy Garoppolo ist nach seiner Rückkehr von einem Kreuzbandriss viel geschrieben worden. Mit dieser Vorstellung im State Farm Stadium gegen die Arizona Cardinals dürfte er seine Kritiker zumindest zum Schweigen gebracht haben. Konnte sich das Team in mehreren Spielen in dieser Saison auf eine starke Defense oder ein fantastisches Laufspiel verlassen, war dies das Spiel von Garoppolo. Der Signal Caller brachte 28 von 37 Attempts für 317 Yards und eine Karrierebestleistung von vier Touchdowns ohne Interception an.

Sein Passer Rating von 136,9 stellt ebenfalls eine Karrierebestleistung dar. Garoppolo gewann nun als Starter 16 von 18 Begegnungen und liegt damit in der ewigen Bestenliste auf einem geteilten dritten Platz. Bill Walsh, der die 49ers mit Joe Montana zu drei Super Bowl Triumphen führte, sagte einmal, dass der Quarterback das Limit seiner Offense festlegte. Garoppolo legt die Grenze für die Offense von Kyle Shanahan fest. Wenn Garoppolo eine ähnliche Leistung jede Woche abrufen kann und auch die anderen Puzzleteile liefern, gilt für diese Offense „only the Sky is the Limit.“

Emmanuel Sanders

Apropos Puzzleteil: Das bislang fehlende Teil könnten die 49ers mit dem Trade für Wide Receiver Emmanuel Sanders womöglich gefunden haben. Garoppolo schien seinem recht jungen und unerfahrenen Wide Receiver Corps nicht vorbehaltlos zu vertrauen und die zahlreichen Drops werden seinen Eindruck in der ersten Hälfte von 2019 verfestigt haben. Aber zwischen ihm und Sanders scheint es von Beginn an „gefunkt“ zu haben. Gegen die Cardinals wurde Sanders schon neben Kittle zum Fixpunkt der Offense und er fing sieben von neun Targets für 112 Yards und einen wichtigen Touchdown kurz vor der Halbzeitpause beim Ausspielen eines vierten Downs. Damit erzielte Sanders schon seinen zweiten Touchdown im Trikot der Niners. Kein Cornerback der Cardinals konnte die Nummer 17 stoppen und er ließ All-Pro Corner Patrik Peterson wie einen Rookie aussehen. Garoppolo und Sanders könnten ein großartiges Duo werden, an dem die 49ers viel Freude haben dürften!

George Kittle & Ross Dwelley

Emmanuel Sanders dürfte auch für Tight End George Kittle eine willkommene Entlastung sein. Endlich muss er die Last des Passangriffs nicht mehr allein auf seinen Schultern tragen. Außerdem verschafft ihm die Präsenz von Sanders sicher auch wieder mehr Raum. Kittle spielte nach einem Schlag bzw. Helm auf sein Knie im ersten Play die Partie trotz Schmerzen weiter. Er blockte weiter stark und fing sechs Zuspiele von Garoppolo für 79 Yards und einen Touchdown. Beim Touchdown über 30 Yards ließ er zunächst Linebacker Jordan Hicks ins lehre Laufe und anschließend vernaschte er den heranstürmenden Safety Budda Baker mit einem Lehrbuch Stiffarm.

Aber auch sein Backup machte ein sehr gutes Spiel. In Vertretung des Verletzten Kyle Juszczyk bekam er in den vergangenen Spielen viele Snaps als Blocker für das Laufspiel und machte dort seine Sache wirklich gut. Bis zum Spiel in Glendale hatte er aber nur drei Catches auf dem Konto. Jetzt sind es sieben und dabei war eine ganz wichtige Reception über elf Yards beim 3rd Down und neun Yards spät im vierten Quarter. Die Entwicklung von Dwelley ist beeindruckend und es scheint, als wenn die 49ers mit Kittle und Dwelley ein starkes Tight End Duo beisammenhätten.

Daniel Brunskill & Laken Tomlinson

Die Offensive Line spielte erneut ohne die Starting Tackles Joe Staley und Mike McGlinchey gut. Man ließ nur einen Sack und drei Hits gegen Jimmy G zu. Stark spielte erneut Right Tackle Daniel Brunskill, der nur eine Hurry zuließ und außerdem den ein oder anderen starken Block beim Laufspiel setzte. Brunskill startete nun vier Spiele in Abwesenheit von Mike McGlinchey und verursachte bisher nicht eine Strafe und ließ nur vier Total Pressuren (keinen Sack) zu. Pro Football Focus gibt ihm für diese Spielzeit ein Pass Blocking Grade von 81,0. Damit liegt er auf ligaweit auf dem zwölften Rang. Ebenfalls stark spiele Left Guard Tomlinson mit drei zugelassenen Total Pressures und einem Overall Grade von 80,0. Auch er setzte mehrere gute Blocks und steigert sich von Partie zu Partie. Tomlinson hat in dieser Saison noch keinen Sack abgegeben.      

DeForest Buckner

In der Defense konnte diesmal Nick Bosa nicht für die großen Schlagzeilen sorgen. Aber Defensive Tackle DeForest Buckner profitierte in der Interior Defense Line und machte ein starkes Spiel. Von Pro Football Focus bekam er ein Defense Grade von 77,1 und sammelte drei Total Pressures (ein Sack und zwei Hurries), vier Combined Tackle und zwei Tackle für Raumverlust. Auf die Saison gesehen kommt er auf vier Sacks und 24 Total Pressures. 

THE BAD:

Rushing Defense

Die Rushing Defense ließ gegen die Cardinals, die ohne ihren beiden Running Back David Johnson und Chase Edmonds angetreten waren, insgesamt 153 Rushing Yards und einen Touchdown zu. Gegen Kenyon Drake in seinem ersten Spiel für die Cards fand man über die kompletten 60 Minuten kein Mittel. Drake kam erst am Montag via Trade von den Miami Dolphins nach Arizona und erlief im ersten Spiel mit 15 Carries 110 Yards und fing zusätzlich vier Pässe für 52 Yards.

Fred Warner & Kwon Alexander

Zum ersten Mal in dieser Spielzeit machten beide Starting Linebacker keine gute Partie. Kwon Alexander machte nicht einen Tackle und ließ drei von vier Targets für 45 Yards zu. MIKE Linebacker Fred Warner führte das Team zwar mit neun Combined Tackle an, aber er ließ eine sichere Interception fahrlässig und unbedrängt fallen. Außerdem hatte er zwei Missed Tackles und ließ bei sieben Targets fünf Receptions für 47 Yards zu. Pro Football Focus bewertete beide im unteren Bereich. Alexander bekam ein Overall Grade von 48,2 und im Tackling ein 28,7. Bei Warner ist es Overall ein 43,8.

Jaquiski Tartt & Jimmy Ward

Auch beide Safeties waren nach zuletzt starken Leistungen gegen die Cardinals nicht auf dem Platz. Jaquiski Tartt wurde von PFF mit einem Overall Rating von 29,4 abgestraft. Auch er wies ein Missed Tackle auf. Jimmy Ward „rettete“ sein starke 74,1 Bewertung für die Run Defense, aber insgesamt kommt er auch nur auf 43,9. Ward verpasste auch einen Tackle und gab bei seinem einzigen Target einen Touchdown ab. Es ist unerklärlich, wie beide Safeties im vierten Quarter beim 88 Yard Touchdown von Rookie Andi Isabella nicht haben eingreifen können. Hier geht aber auch ein Vorwurf an die Cornerbacks. Emmanuel Moseley unterlief die Route und versuchte lieber eine Interception zu erzielen, anstatt zu tackeln, während sich Sherman und Ward mit einem einfachen Cut austanzen ließen.

Deebo Samuel

Rookie Deebo Samuel fing zwar von sieben Targets vier für 40 Yards, leistete sich aber zwei kostspielige Drops. Davon einen in der Endzone. Rookie Wide Receiver sind oftmals extrem inkonstant. Nach diesem Muster sollte er gegen Seattle ein gutes Spiel abliefern. 

… AND THE UGLY:

Saisonaus von Kwon Alexander

In diese Kategorie gehört zu aller erst natürlich das verletzungsbedingte Ausscheiden von Linebacker Kwon Alexander, der im dritten Quarter mit einem Verdacht auf Brustmuskelriss das Spielfeld verlassen musste. Die Diagnose bestätigte sich leider am Freitag und damit ist für den ehemaligen Tampa Bay Buccaneer die Saison bereits nach der Hälfte der Regular Season beendet. Alexander hinterlässt aufgrund seiner Dynamik und Aggressivität eine große Lücke, wird aber insbesondere in der Coverage fehlen. Denn er lag unter allen Linebackern mit einem Pass Coverage Grade von 81,3 auf einem geteilten siebten Rang direkt hinter Luke Kuechly. „Next man up“ könnte hier Rookie Dre Greenlaw sein, der von SAM auf WILL Linebacker wechseln könnte. Dies wurde Mark Nzeocha womöglich zum Starter auf SAM Linebacker machen.    

Annullierte Touchdowns

Zurückgenommen Touchdowns ziehen sich bei den 49ers durch die Saison. Diesmal erwischte es Running Back Tevin Coleman kurv vor der Halbzeitpause. Goerge Kittle bekam eine Offensive Holding Strafe und die 49ers hatten Glück, dass man den Drive vor der Halbzeitpause mit einem Touchdown durch Emmanuel Sanders im vierten Versuch erzielen konnte. Zu verdanken hatte dies das Team von Head Coach Kyle Shanahan dem Head Coach des Gegners. Kliff Kingsbury hatte kurz vor der ersten Ausführung des Fourth Downs, den die Cardinals im Backfield stoppen konnten, ein Time Out genommen. Der Rest ist bereits Geschichte. So wie die bisher sieben annullierten Touchdowns der 49ers in der Saison 2019.