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1. August 2021

49ers Germany

Official 49ers Fan Chapter, part of Niner Empire.

49ers @ Bengals: The Good, the Bad and the Ugly! Week 2

7 min read

Zwei Spiele, zwei Siege und sogar zwei Auswärtssiege stehen für die San Francisco 49ers in der 100. NFL Spielzeit zu Buche. Am zweiten Spieltag gewann das Team von Head Coach Kyle Shanahan bei den Cincinnati Bengals mit 41:17. Diesmal glänzte die Offense, nachdem die Partie bei den Buccaneers von der Defense gewonnen wurde. Blicken wir unter den bekannten Kategorien auf Spieler, Units oder Trainer, die bei den Cincinnati Bengals glänzten, nicht ganz so gut aufgetrumpft haben und etwas Hässliches ist leider auch mit von der Partie.

The Good:

Running Game

Das 49ers Running Game war der Schlüssel zum Sieg. Matt Breida (121 Rushing Yards & 11 Receiving Yards), Raheem Mostert (83 Rushing Yards & 68 Receiving Yards inklusive 39 Yard Touchdown) und Jeff Wilson (34 Rushing Yards und zwei Rushing Touchdowns) liefen die Bengals in Grund und Boden. Breida erzielte fantastische 10,1 Yards pro Carry. Mostert führte die gesamte Offense mit 16 Touches an und kam auf 151 Yards from Scrimmage. Der fast nur als Special Teamer in den vergangenen Spielzeiten eingesetzte Mostert ist aufgrund seiner Vielseitigkeit eine extrem gefährliche Option im Angriff der Niners. Jeff Wilson wurde erst am Samstag von der Practice Squad befördert und scorte gleich zwei Touchdowns. Fullback Kyle Juszczyk rundete die starke Vorstellung der Unit mit sehr guten Blocks im Running Game und der Pass Protection ab.

Jimmy Garoppolo

Quarterback Jimmy Garoppolo ließ sich auch durch die Interception, bei welcher er einen tiefen Pass auf Richie James bei einem zweiten Versuch und 20 Yards erzwingen wollte, nicht aus der Ruhe bringen. Man spürte, dass das Selbstvertrauen von Jimmy G mit jedem angebrachten Pass weiterwächst und er die Sicherheit und den Rhythmus zurückgewinnt. Wenn Garoppolo diese Sicherheit ausstrahlt wächst das Team und er macht seine Mitspieler besser. Bestes Beispiel ist Wide Receiver Marquise, der gegen die Bengals drei Pässe für 77 Yards und einen Touchdown fing und zuvor mehr oder weniger nicht am Spiel teilnahm. Garoppolo verteilte die Bälle auf acht verschiedene Targets und beendete die Partie mit 17 von 25 angebrachten Pässen für 297 Yards und drei Touchdowns bei einer Interception. Sein Passer Rating betrug 131,2.

Deebo Samuel

Während Dante Pettis anscheinend in seiner Entwicklung stagniert, macht mit Deebo Samuel ein Zweitrundenpick aus dem diesjährigen Draft einen starken Eindruck. Samuel fing fünf von sieben Targets für 87 Yards und seinen ersten Touchdown in der NFL. Dazu ist er auch immer eine Gefahr für die gegnerische Defense, weil er durch seine Schnelligkeit mit End Arounds auch im Running Game eine Gefahr darstellt.

Rotation in der Defensive Line

In der Rotation der Defensiv Line spielten diesmal Arik Armstead und Ronald Blair sowie Solomon Thomas eine gute Rolle. Alle drei hatten aufgrund der hohen Temperaturen in Cincinnati mehr Spielanteile und nutzten diese auch. Jeder der drei genannten Spieler verbuchte einen Sack gegen Andy Dalton, wobei Armstead gleich im ersten Play mit einem Sack für einen Raumverlust von acht Yards für ein Ausrufezeichen sorgte. Dazu erreichte Arik Armstead, der in diesem Jahr unter der 5th-Year-Option spielt, für einen weiteren QB Hit und zwei Tackle für Raumverlust. Sogar drei Tackle für Raumverlust und einen QB Hit verbuchte Ronald Blair. Thomas kam auf einen Tackle für Raumverlust sowie zwei Quarterback Hits.

Ahkello Witherspoon

Heimlicher Star in der Defense ist bisher Cornerback Ahkello Witherspoon. In der vergangenen Saison konnte er den Erwartungen nicht gerecht werden und verlor seinen Starter Posten zeitweise. In dieser Spielzeit ist er wie ausgewechselt. Gegen die Bengals wehrte er zwei Pässe ab und erzielte insgesamt fünf Combined Tackle. In den beiden Begegnungen in dieser Spielzeit ließ er nur drei Receptions bei zwölf Targets zu. Dabei gab er nur 68 Yards an und das Passer Rating gegen ihn beläuft sich auf 16,0.

Kwon Alexander

Bester Spieler in der Defense war Linebacker Kwon Alexander. Der Free Agent Neuzugang von den Tampa Bay Buccaneers schien gerade in der ersten Halbzeit überall zu sein. Gemeinsam mit Fred Warner stopfte er alle Gaps in der Run Defense und sammelte sechs Combined Tackle, wehrte drei Pässe ab und fing eine Interception von Andy Dalton. Dies ist bereits die siebte Interception in seiner fünften NFL Spielzeit. Der 49ers Defense fehlte es im letzten Jahr an Aggressivität, Schnelligkeit und der Fähigkeit Turnover zu produzieren. Alexander vereint alle genannten Aspekte in sich, muss nur manchmal auf sein Temperament achten (siehe die Hinausstellung in Tampa).

Kyle Shanahan

Head Coach Kyle Shanahan wurde für seinen konservativen Game Plan zum Saisonauftakt viel kritisiert. Viele hatten den Eindruck, dass man versuchte Quarterback Jimmy Garappolo noch zu verstecken. Gegen die Bengals, die in der Vorwoche gegen die Seattle Seahawks nur 72 Yards Rushing zugelassen hatten, kreierte Shanahan einen abwechslungsreichen Mix aus Pass und Run und die 49ers erzielten mit 572 Total Net Yards die fünftmeisten Total Net Yards in der Franchise Geschichte. Shanahan fand brillante Wege Big Plays zu kreieren und zeigte keine Gnade mit seinem Gegenüber Zack Taylor. Kyle Shanahan wollte mit dieser Offense ein Statement setzen und 40 Punkte oder mehr erzielen – mit dem aberkannten Touchdown wäre es sogar 48 Punkte gewesen.

Robert Salah

Defensive Coordinator Robert Salah ließ mit seiner Defense gegen Tampa Bay zehn Punkte zu und nun bei Bengals 17 – sieben davon in der Garbage Time. Man ließ das Laufspiel der Bengals mit der Wide 9 Aufstellung zu keinem Zeitpunkt zur Entfaltung kommen. Bemerkenswert! Salah scheint nun die Früchte für zwei schwere Jahre in San Francisco zu ernten.  

The Bad:

Robbie Gould

Bei Kicker Robbie Gould ist es jammern auf hohem Niveau, aber Gould verschoss nun bereits das zweite Field Goal in dieser Spielzeit. Beim 57 Yard Field Goal Attempt, bei dem der Football bei den Tampa Bay Buccaneers auf die Cross Bar fiel, hatte San Franciscos Nummer neun einfach Pech. Es wäre das längste Field Goal seiner Karriere gewesen. Ein Field Goal aus 39 Yards Entfernung macht Gould sonst im Schlaf!

Dante Pettis

Wide Receiver Dante Pettis beendete die Partie bei den Cincinnati Bengals mit einem Passer Rating von 118,8 mit einem Pass zu Raheem Mostert für 16 Yards Raumgewinn. Das ist aber auch schon das Positivste was man in dieser Saison über den letztjährigen Zweitrundenpick sagen kann. In zwei Spielen steht für den Receiver, von dem die Niners nach der vielversprechenden Rookie Saison mit fünf Touchdowns den nächsten Schritt erwarten, ein einziges Target zu Buche! Gut, diesen einen Pass hat er gegen Tampa Bay für sieben Yards sogar gefangen, aber ein Target? Gegen die Bucs war er sogar nur in zwei Snaps auf dem Feld, gegen die Bengals waren es immerhin schon wider 35. Pettis muss sich steigern, sonst wird ihm Deebo Samuel den Rang ablaufen.

… and the Ugly:

Verletzung von Joe Staley

Trotz aller Freude über den zweiten Auswärtserfolg zum Saisonstart werden die Aussichten auf die kommenden Spiele durch den Ausfall von Joe Staley bei den San Francisco 49ers getrübt. Der Veteran Left Tackle zog sich einen Haarriss im Wadenbeinknochen zu und wird sechs bis acht Wochen nach optimistischer Einschätzung ausfallen. Ein harter Schlag für die 49ers, die bereits zum Auftakt der Preseason Swing Tackle Shon Coleman mit einem Wadenbeinbruch samt Knöchelverletzung verloren.

Strafen, insbesondere Pre Snap

Am Ende der Partie zählten neun Strafen für 75 Yards Raumverlust gegen die 49ers. Die Roughing the Passer Strafe gegen Solomon Thomas ist mehr als diskutabel, aber in einer Quarterback Liga wird der Fixpunkt des Spiels immer mehr geschützt. Aber drei Pre Snap Strafen gegen Jimmy Garoppolo, Mike McGlinchey und Nick Bosa wegen False Start bzw. Defensive Offside sind definitiv vermeidbar. Die Delay of Game Strafe gegen Ahkello Witherspoon, der nach verpasster Interception mit einem mustergültigen Drop Kick den Ball wegschoss, ist ebenfalls vermeidbar. Allerdings wird das Aberkennen von Touchdowns oder Big Plays langsam richtig ärgerlich. In der Partie bei den Buccaneers wurden dem Team bereits zwei Touchdowns wegen Offensive Holding aberkannt und nun ein dritter. Raheem Mostert war der leidtragende Running Back, der den über 29 Yards in die Endzone trug und zurückgepfiffen wurde.