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27. Januar 2023

49ers Germany

Official 49ers Fan Chapter, part of Niner Empire.

Beyond the Horizon – Game Day Edition Week 12: Saints Germany

9 min read

Die San Francisco 49ers kommen mit einem imposanten 38:10-Erfolg über die Arizona Cardinals aus Mexiko als Division Leader der NFC West zurück nach Santa Clara. Zum Auftakt von drei Heimspielen in Serie empfangen die Niners am Sonntag die New Orleans Saints. Das Team um Alvin Kamara besiegte am vergangenen Spieltag die Los Angeles Rams und liegt in der NFC South auf dem dritten Platz hinter den Tampa Bay Buccaneers und den Atlanta Falcons. Bereits im Special zu den neuen Head Coaches zur Saison 2022 sprachen wir mit den Saints Germany. Nun ist es an der Zeit ein wenig Bilanz zu ziehen und auf die Partie im Levi`s Stadium zu schauen. 

Hallo liebe Freunde von der Saints Germany! Knapp zwei Drittel der Saison 2022 sind bereits gespielt und die New Orleans Saints liegen mit einer Bilanz von vier Siegen und sieben Niederlagen auf dem dritten Platz in der NFC South. Vor der Saison übernahm Dennis Allen den Posten als Head Coach vom zurückgetretenen Sean Payton. Wie sieht Eure erste Zwischenbilanz unter dem neuen Head Coach und seinem Staff aus Eurer Sicht aus? Was hat sich zu Vorgänger Sean Payton besonders verändert?   

Saints Germany: Kurz gesagt: Eine Katastrophe. Vor der Saison waren wir sehr zuversichtlich, trotz Paytons Abgang. Letzte Saison hatten wir trotz zahlreicher Verletzungen mit einem Winning Record abgeschlossen. Es war ein dezimiertes Team ohne Kicker Quarterback oder Receiver, das aber mit viel Kampfgeist Wege gefunden hat zu siegen. Nun sollten alle Verletzten zurückkehren. Wir freuten uns vor allem auf Michael Thomas und Jameis Winston, der vor seinem Ausfall sehr gut gespielt hat. Dazu kamen die Verpflichtungen von Jarvis Landry, Tyrann Mathieu und natürlich unser frisch gedrafteter Chris Olave um das Team zu verstärken. Wir hatten also ein besseres, gesundes Roster und Dennis Allen sollte Konstanz für das Team bringen.

Darum sind wir verständlicherweise mehr als enttäuscht, wie die Saison bisher gelaufen ist und das kreiden wir zu 100% dem Coaching Staff an. Zum einen kann es nicht sein, dass wir in den letzten Jahren unsere Spieler nicht gesund halten können und es wird von Saison zu Saison immer schlimmer. Das kann nicht nur Pech sein, unser Medical Staff muss das allerletzte sein. Zum anderen gibt es große Disziplinprobleme auf dem Feld. Haufenweise Strafen, Missed Tackles, fehlende Ballsecurity, das alles ist Sache des Coachings. Auch das Playcalling gefällt uns nicht. Pete Carmichael hatte unter Sean Payton kaum etwas zu tun, nun ruft er offensiv zu konservativen und ideenlosen Spielzügen auf. Auch unsere besten Spieler werden einfach nicht sinnvoll eingesetzt. Im Spiel gegen die Rams haben wir diesbezüglich einige Verbesserungen gesehen, jetzt müssen wir abwarten, ob das so bleibt.

Die NFC South war in den vergangenen Spielzeiten mit den Tampa Bay Buccaneers und den New Orleans Saints immer in der Spitzengruppe in der NFC vertreten. Ähnlich wie die NFC West Teams schwächeln die South Teams in dieser Saison ein wenig. Wie schätzt Ihr die Lage der Saints und der Division in der NFC ein?

Saints Germany: Unsere Division ist in der Tat ziemlich schwach, was in unserem Fall natürlich von Vorteil ist. So haben wir die Saison noch nicht ganz abgeschrieben. Es liegen noch 3 Divisionsspiele vor uns, wir hätten es also in der eigenen Hand die South noch zu gewinnen. Allerdings müsste sich dafür bei uns grundlegend etwas ändern, der restliche Schedule ist hart und die Bucs kommen auch langsam in Fahrt. Aber man sagt ja, die Hoffnung stirbt zuletzt.

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Nach Sean Payton ist nun Peter Carmichael für die Offense der Saints verantwortlich. Das Gesicht der Offense ist schwer auszumachen: Jameis Winston fiel verletzt aus und Andy Dalton und Taysom Hill überzeugen nicht unbedingt auf Quarterback. Insgesamt wirkt die Offense der Saints nicht explosiv und relativ statisch. Liegt es nur am Quarterback? Am Playcaller? Oder auch an den vielen Verletzungen? Michael Thomas ist erneut kein Faktor: Was denkt Ihr geschieht nach der Saison mit ihm? 

Saints Germany: Die Quarterback-Situation ist definitiv ein Problem. Winston hat sich gleich im ersten Spiel den Rücken gebrochen, danach durch mangelnde Beweglichkeit und aus Verzweiflung mehrere Turnover kreiert. Doch selbst wenn er gesund ist, sehen wir ihn nicht als Zukunft für die Saints, auch wenn er viel Potential hat. Dalton hat seinen Job als Backup vernünftig gemacht, aber mehr wird er auch nie sein. Taysom Hill ist seine ganz eigene Kategorie aber kein reiner Quarterback, ihn zum Tight End zu machen hat ihn auch nur limitiert. Die Statistiken zeigen, je mehr wir ihn einsetzen und sein Ding machen lassen, desto erfolgreicher sind wir. Im Rams Spiel haben Hill und Dalton sich die QB-Position beinahe 50-50 geteilt. Man muss abwarten, ob die 2-QB-Strategie für den Rest der Saison beibehalten wird.

Pete Carmichaels Playcalling trägt auch viel zur laschen Offense bei. Wir sehen 3-yard-Pässe bei 3rd & 5, Kamara versucht zwischen den Tacklen zu laufen, statt im freien Raum etwas möglich zu machen, beim wichtigen 4th & 1 stehen Kamara und Hill am Spielfeldrand.

Und die vielen Verletzungen helfen natürlich auch nicht. Jede Woche muss ein neuer Spieler vom Feld transportiert werden, der Injury Report ist fast so lang wie das Roster selbst und die die ausfallen sind dann noch ausgerechnet unsere wichtigsten Spieler. Was Michael Thomas angeht, können wir nichts anderes machen als zu hoffen, dass er nächste Saison wieder spielen kann. Aufgrund seiner Vertragssituation können wir ihn weder cutten noch traden. Spielerverträge und fehlende Draftpicks werden uns auch in der Zukunft belasten. Sieht nicht sehr rosig aus für die Saints.

Nach Total DVOA von Football Outsiders liegen die Saints auf dem 23. Platz ligaweit. Die Defense belegt aus Sicht der Saints mit dem 15. Rang die interne Bestplatzierung, während Offense (23.) und Special Teams (25.) enttäuschen. Kann die Defense die Saints in Richtung Wild Card oder sogar noch dem Divisionssieg tragen? 

Saints Germany: Unsere Defense war in den letzten zwei Jahren eine der stärksten der Liga, doch auch in dem Bereich haben wir abgebaut. Vielleicht liegt es daran, dass Dennis Allen sich nicht mehr exklusiv um sie kümmert, wir wissen es nicht. Unser größtes Problem ist der Pass Rush. Wenn wir mal Druck auf den QB bekommen, entwischt er uns aus der Pocket und erläuft das nächste 1st Down und mobile QBs waren sowieso schon immer unsere Achillesferse. Dazu kommt, dass uns nun unsere beiden Defensive Ends Cameron Jordan und Marcus Davenport fehlen. In der Secondary sind unsere beiden Cornerbacks verletzt, vor allem Marshon Lattimore vermissen wir schmerzlich, da er den Topreceiver des Gegners ganz alleine aus dem Spiel nehmen kann.

Unterm Strich fehlt es uns an allen Ecken und Enden. Wenn wir die Division gewinnen wollen, müssen wir uns in allen Phasen des Spiels verbessern.

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Nach elf absolvierten Spielen kann man auch ein wenig Bilanz ziehen: Welche Spieler sind aus Eurer Sicht die positiven und negativen Überraschungen in Reihen der Saints bisher? Wer bekommt derzeit den Titel Saints-Mid-Season-MVP? Rookie Wide Receiver Chris Olave könnte kein schlechter Kandidat sein, oder?  

Saints Germany: Schön, dass es bei uns auch ein paar positive Dinge zu berichten gibt. Chris Olave war ein absoluter Glücksgriff, auch wenn man darüber debattieren kann, ob wir für ihn hätten hochtraden müssen für diesen Preis. Er führt mit 760 Reception Yards alle Rookies an, er ist schnell, er läuft fantastische Routes, er versteht das Spiel.

Auch unser Zweitrunden-Pick CB Alontae Taylor macht sich sehr gut, während CB Paulson Adebo nach seiner tollen Rookie-Saison letztes Jahr ziemlich enttäuscht.

Eine weitere Überraschung für uns war die stark positive Entwicklung von unserem Guard Cesar Ruiz. Früher des Öfteren Opfer von unseren Tiraden, hat er sich nun enorm gesteigert und bringt Stabilität in unsere ebenfalls lädierte O-Line.

Unsere stärkste Position Group ist unser Linebacker Corp. Die größte positive Überraschung dieses Jahr ist wahrscheinlich Pete Werner, den wir zum MVP gewählt hätten, wenn er sich nun nicht auch verletzt hätte. Ersetzt wird der von Kaden Elliss, der nun seit 2 Spielen ähnlich die Hütte abreißt wie Werner. Aber der beste Spieler ist wahrscheinlich immer noch der stets konstante, immer dominante Demario Davis. Einer der besten Linebacker der Liga, dessen Name aber oft unter den Tisch fallen gelassen wird.

Die Niners führen im All-Time Vergleich der beiden Franchises mit 49 Siegen bei zwei Unentschieden gegenüber 27 Niederlagen. Von den letzten fünf Partien gewannen die Saints allerdings drei Begegnungen. ESPN sieht die Niners für Week 12 mit neun Punkten vorn und das Over/Under liegt bei 43. Was erwartet Ihr von der Begegnung? Können die Saints im Levi`s Stadium gewinnen? Wie ist Eurer Tipp und wählt Ihr das Over oder Under? 

Saints Germany: Schon Forrest Gump hat gesagt "die Saints sind wie eine Schachtel Pralinen…", wir können grundsätzlich immer gewinnen, bringen es aber auch fertig gegen jeden zu verlieren. Aber ernsthaft, die Chancen stehen natürlich schlecht für uns. Wir können vielleicht eher auf ein Low Scoring Game hoffen, wenn die Defense auftaucht und so etwas möglich machen, aber das wird schwer. Also sagen wir under 43, und 13-20 für euch.

Vielen, vielen Dank für Eure Zeit! Die Zusammenarbeit und das freundschaftliche Verhältnis zwischen der Saints Germany und den 49ers Germany schätzen wir sehr!

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NFL-Team: New Orleans Saints

Alles rund um die Saints Germany findet Ihr unter diesem Link!

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