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49ers nehmen Jordan Reed unter Vertrag

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Die San Francisco 49ers haben einen Veteran Tight End zum Roster hinzugefügt, der in der Offseason schon mehrmals mit dem Team in Verbindung gebracht wurde. Es handelt sich um Jordan Reed. Die Niners und der Tight End haben sich ersten Berichten zufolge auf einen stark leistungsbezogenen Vertrag geeinigt. Reed ist 30 Jahre alt, hat eine Vorgeschichte mit Gehirnerschütterungen, aber wenn er gesund ist, war Reed einer der gefährlichsten Tight Ends in den vergangenen Jahren.

Dynamisches Duo aus Kittle und Reed?

Während der bisherigen Offseason haben die Verantwortlichen der San Francisco 49ers nach einem Tight End gesucht, den man zum einen gemeinsam mit George Kittle aufs Feld bringen kann, der den „People`s Tight End“ aber zum anderen auch wenig entlasten kann. Kittle stand in der vergangenen Regular Season in 76% aller offensiven Plays der 49ers auf dem Feld. Dabei verpasste Kittle aber aufgrund einer Knieblessur zwei Regular Season Games. Insgesamt stand Kittle inklusive der drei Postseason Begegnungen in 975 Offensiven Snaps auf dem Feld. Auf Ross Dwelley entfallen gerade einmal 377 Snaps in 19 Begegnungen. Er wurde ab der Partie gegen die Packers am zwölften Spieltag praktisch nur noch in den Special Teams eingesetzt und kam ab diesem Zeitpunkt nicht mehr auf eine zweistellige Snapanzahl. Auf Tight End Nummer drei, Levine Toilolo, entfielen mit 232 noch weniger Snaps.

Woerner gedraftet und angebliches Interesse an Hooper

Die 49ers haben mit Charlie Woerner einen Tight End im Draft ausgewählt. Dazu war man in der Free Agency anscheinend auch an Austin Hooper interessiert. Hooper landete dann aber mit einem lukrativen Vertrag bei den Cleveland Browns. Anschließend wurden die Niners mit mehreren Veteran Tight Ends in Verbindung gebracht. Darunter war neben Delanie Walker (zuletzt Tennessee Titans) auch Jordan Reed. 

„Ich durfte dort (beim Washington Football Team) ein Jahr mit ihm verbringen und kenne deswegen die Person und den Spieler“, sagte Head Coach Kyle Shanahan am Montag auf einer Zoom-Pressekonferenz über die Verpflichtung von Jordan Reed. Die damaligen Washington Redskins wählten Tight End Reed mit dem 85. Pick in der dritten Runde des Drafts von 2013 aus. Kyle Shanahan war zu diesem Zeitpunkt der Offensive Coordinator in Washington und arbeitete unter seinem Vater Mike Shanahan.

Stark leistungsbezogener Vertrag

Jordan Reed, der einen stark leistungsbezogenen Vertrag bekommen haben soll, passt ausgezeichnet ins Anforderungsprofil von Kyle Shanahan und seinem Scheme. Ein Großteil seiner Passing Philosophie spielt sich in den Underneath Zonen und „between the numbers“ ab und genau dort bringt er seine Playmaker ins Spiel. Schnelle, kurze und präzise Pässe über die Mitte. Man möchte den Ball in die Hände der Receiver bringen und diese generieren Plays mit Yards after Catch. Man bedenke, was die New England Patriots mit Tom Brady sowie den beiden Tight Ends Aaron Hernandez und Rob Gronkowski gepaart mit Slot Receiver Wes Welker für eine effiziente und spektakuläre Offensive aufgezogen haben. Mit der Addition von einem gesunden Jordan Reed kann man Kittle nicht nur dringend benötigte Verschnaufpassen verschaffen. Sondern auch vermehrt zwei oder gar drei Tight End Sets aufs Feld bringen.

In der letzten Saison agierten die 49ers bereits in 21% der Offensiven Snaps aus 12-Personnel heraus, während auf 22-Personnel weitere 8% entfielen. Auf 13- bzw. 23-Personnel kamen jeweils weniger als 1% der Offensiven Snaps. Gerade zu Saisonbeginn, wenn Wide Receiver Deebo Samuel verletzungsbedingt noch nicht zur Verfügung steht, wäre es sicher keine Überraschung, wenn die Anzahl von 12- und 22-Personnel Packages ansteigen. Es bringt zahlreiche Vorteile. Die Defense muss durch die zwei Tight Ends und zwei Wide Receiver bei 12-Personnel weiterhin vier mögliche tiefe Receiver in Betracht ziehen und trotzdem kann man ein starkes Laufspiel integrieren. Bei 22-Personnel könnte ebenfalls unter Einbeziehung von Jerick McKinnon aus dem Backfield heraus vier Bedrohungen für das Passspiel kreieren.

Meht zwei Tight End Sets?

Gerade durch einen zweiten starken Receiving Tight End und auch die Rückkehr von Slot Receiver Trent Taylor sowie Addition eines Big Slot Receivers wie Jauan Jennings bekommt Shanahan in sein Scheme immer mehr Komponenten hinzu. Dazu wird es für die gegnerische Defense noch schwieriger das kommenden Play vorherzusagen. Aus einer Passing Formation heraus zu laufen und anders herum aus einer Running Formation einen Passspielzug zu callen wird für Shanahan eine große Freude sein. Wenn man sich dazu die körperliche Komponente anschaut, welche die meisten Receiver der Niners (Kittle, Reed, Dwelley, Samuel, Aiyuk, Jennings) mitbringen, klingt dies sehr nach einem Alptraum für die Defense.

Drittrundenpick aus dem Draft 2013

Jordan Q. Reed (3. Juli 1990 / 1,91 m / 110 kg) wurde von den damaligen Washington Redskins gedraftet. Im Draft 2013 wählte man ihn in der dritten Runde mit dem 85. Pick Overall von der University of Miami aus. Seine bisherigen sieben Spielzeiten verbrachte er komplett beim Team aus der Hauptstadt der Vereinigten Staaten. Von 2013 bis 2018 wurde Reed in 65 Spielen mit 35 Starts eingesetzt. Mit 329 Receptions bei 446 Targets (Quote: 73,8%) sammelte er 3.371 Receiving Yards und erzielte 24 Touchdowns. Seine statistisch beste Spielzeit war 2015. In dieser Spielzeit bekam er 114 Targets, wovon er 87 fangen und in 952 Receiving Yards ummünzen konnte. Dabei erzielte er auch seinen Karrierebestwert von elf Touchdowns. 2016 erreichte er mit Washington einmal die Postseason. Bei der Niederlage gegen die Green Bay Packers produzierte er 120 Receiving Yards bei neun von 17 Targets und erzielte einen Touchdown.     

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