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49ers Germany

Official 49ers Fan Chapter, part of Niner Empire.

Blick in die Geschichte: Super Bowl XXIV

5 min read

In der vierten Ausgabe geht es heute um den vierten Erfolg der San Francisco 49ers im Super Bowl. Das Team des neuen Head Coaches George Seifert, der die Nachfolge des zurückgetretenen Bill Walsh nach dem Gewinn des Super Bowls XXIII angetreten hatte, spielte eine sehr konstante und dominante Spielzeit 1989. Im Super Bowl XXIV überrollten die 49ers die Denver Broncos mit 55:10 und feierten den zweiten Triumph in Serie.  

🏆 Super Bowl XXIV

📆 Datum:  28. Januar 1990

🏟 Louisiana Superdome, New Orleans (Louisiana)

🎫 Zuschauer: 72.919

Erste Saison mit George Seifert als Head Coach

In der ersten Saison unter dem neuen Head Coach George Seifert, der bereits seit 1980 zunächst als Defensive Backs Coach und ab 1983 als Defensive Coordinator unter Bill Walsh arbeitete, lieferten die San Francisco 49ers eine herausragende Spielzeit hin. Seifert übernahm einen Großteil des Coaching Staffs von Walsh und Mike Holmgren, der später mit den Green Bay Packers als Heads Coach den Super Bowl gewinnen sollte, fungierte weiter als Offensive Coordinator und Quarterbacks Coach. Die 49ers eilten mit 14 Siegen bei zwei Niederlagen durch die Regular Season und stellte den besten Record in der NFL. Beide Niederlagen mussten die Niners im heimischen Candlestick Park hinnehmen.    

Montana wird MVP und Offensive Player of the Year

Die Offense um Quarterback Joe Montana war sehr dominierend. Montana brachte in dreizehn Spielen 271 von 386 Pässen für 3.521 Yards und 26 Touchdowns bei nur acht Interceptions an. Dies brachte ihm mit 112,4 das höchste bis dahin in der NFL erzielte Passer Rating für eine einzige Spielzeit ein. Außerdem erlief Joe Cool mit 49 Rushing Attempts 227 Yards und drei Touchdowns. Die NFL zeichnete Montana am Ende der Spielzeit dem Most Valuable Player Award und dem Offensive Player of the Year Award aus. Auch Montanas Backup Steve Young, der in zehn Spielen bei drei Starts zum Einsatz kam, lieferte mit 1.001 Passing Yards und acht Touchdowns bei drei Interceptions starke Stats ab.

Rice und Craig nicht zu stoppen

Wide Receiver Jerry Rice spielte erneut eine herausragende Saison. Der Super Bowl MVP aus der vergangenen Spielzeit fing 82 Pässe für 1,483 Yards und 17 Touchdowns. Leading Rusher des Teams war erneut Roger Craig mit 1.054 Yards und sechs Touchdowns sowie 49 Receptions für 473 Yards und einem Touchdown. Aber neben diesen beiden entwickelten sich zwei weitere starke Anspielstationen. Wide Receiver John Taylor und Tight End Brent Jones, die sich beide in ihrem dritten Jahr in der NFL befanden, entwickelten sich mehr und mehr zu Stützen des Teams. Taylor knackte mit 60 Receptions die 1.000 Yards Marke und scorte zehn Touchdowns. Dazu war Taylor erneut als Punt Returner mit 417 Yards bei 36 Returns erfolgreich. Jones verzeichnete 40 Receptions für 500 Yards. Nicht zu vergessen ist Fullback Tom Rathman, der statistisch mit 305 Rushing Yards und 616 Receiving Yards (73 Receptions) die beste Spielzeit seiner Karriere lieferte.

Mit all diesen Waffen erzielten die 49ers die meisten Yards from Scrimmage (6.286) und man führte die Liga mit 442 erzielten Punkten an. Aber nicht nur die Offense brachte die Gegner zur Verzweiflung, auch die Defense leistete einen starken Beitrag zur Saison 1989. Die Defense ließ mit 253 die drittwenigsten Punkte in der Regular Season zu. Charles Haley und Pierce Holt erzielten beide 10,5 Sacks und führten die Defense der 49ers an. Free Safety Ronnie Lott führte das Defensive Backfield mit fünf Interceptions.

Niners fegen Vikings und Rams aus dem Candlestick Park

Die 49ers spielten in der Postseason erneut auf die Minnesota Vikings. In der Divisional Round siegten die Niners überzeugend mit 41:13. Im NFC Championship Game traf man zum dritten Mal in dieser Saison auf die Los Angeles Rams. Die Rams hatten den Niners in Week 4 mit 13:12 im Candlestick Park die erste Saisonniederlage beigefügt. Dies schien das Team von George Seifert noch nicht vergessen zu haben. Mit 30:3 fertigten die 49ers die Gäste ab und zogen zum vierten Mal in den Super Bowl ein. Aus der AFC qualifizierten sich die Denver Broncos mit Heimerfolgen über die Pittsburgh Steelers (24:23) und Cleveland Browns (37:21) in den Super Bowl ein.

Montana überragt im Duell mit Elway

Mit Joe Montana und John Elway trafen in der 24. Auflage des Endspiels der NFL zwei starke Quarterbacks aufeinander, aber an diesem Tag konnte die Niners niemand stoppen. Die 49ers verprügelten die Broncos mit 461 Total Offense Yards, Ballbesitz von knapp 40 Minuten und man punktete bei acht der ersten elf Drives. Dazu limitierte die Defense der Niners die Broncos auf 167 Yards, zwölf First Downs, und nur knapp 21 Minuten Ballbesitz. Die Niners erzielten durch Danny Stubbs (2,0), Kevin Fagan, Don Griffin, Pete Kugler und Larry Roberts sechs Sacks gegen John Elway und man erzwang vier Turnover (zwei Interceptions und zwei Fumble Recoveries). Die Offense der 49ers schlug aus allen vier Turnovern starkes Kapital und erzielte daraus vier Touchdowns.

"Joe Cool" stellt auch Super Bowl Rekorde auf und wird MVP

Joe Montana lieferte ein beinahe perfektes Spiel und brachte 22 von 29 Pässen für 297 Yards zu seinen Receivern und warf gleich fünf Touchdownpässe (3x Jerry Rice, John Taylor und Brent Jones). Joe Cool beendete die Partie mit einem Passer Rating von 147,6 und stellte gleich acht Super Bowl Rekorde auf und wurde folgerichtig zum MVP des Super Bowls XXIV gewählt. Auch Jerry Rice machte erneut eine herausragende Partie und fing Pässe für 148 Yards und drei Touchdowns. Mit den drei gefangenen Touchdowns stellte auch Rice gleich zwei Rekorde (meiste Receiving Touchdowns in einem Spiel und meiste Receiving Touchdowns im Super Bowl überhaupt) im Super Bowl auf.

Die San Francisco 49ers gewannen ihren vierten Super Bowl und man stellte zahlreiche Super Bowl Team Rekorde auf. Unter anderem mit 55 die meisten erzielten Punkte, mit 45 die größte jemals erzielte Punktedifferenz, mit acht die meisten Touchdowns und mit fünf die meisten Passing Touchdowns. Während die 49ers mit vier Super Bowl Erfolgen mit den Pittsburgh Steelers gleich zogen, stellten die Broncos mit ihrer vierten Endspielniederlage den Negativrekord (Minnesota Vikings) ein.