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49ers Germany

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49ers treffen im Monday Night Game auf die Broncos

7 min read

Die San Francisco 49ers treffen zum Abschluss der zweiten Woche der Preseason im Monday Night Game auf die Denver Broncos. Das Team vom neunen Head Coach Vic Fangio absolviert nach dem Erfolg im Hall of Fame Game gegen die Atlanta Falcons und der Niederlage gegen die Seattle Seahawks schon das dritte Spiel in der Preseason. Unter Woche hielten die beiden Teams auf dem Gelände der Broncos wie in den vergangenen Spielzeiten ein Joint Practice ab. Das Spiel zwischen den Broncos und den 49ers im Sports Authority Field at Mile High in Denver, dass in der Nacht auf Montag um 2:00 Uhr beginnt, beendet die zweite Woche der Preseason.

Die 49ers gewannen ihre Auftaktpartie in der Preseason gegen die Dallas Cowboys vor heimischem Publikum im Levi´s Stadium mit 17:9 und wir werfen einen Blick auf die Spieler, die sich vielleicht im Duell gegen die Broncos mehr ins Rampenlicht rücken wollen, oder zumindest die Leistung aus Camp und der ersten Begegnungen bestätigen möchten. Außerdem greift der ein oder andere Spieler zum ersten Mal ins Spielgeschehen ein. Der Kampf um die 53 Plätze auf dem Season Roster ist im vollem Gange.

LINEBACKER DRE GREENLAW:

Der Fünftrundenpick aus dem diesjährigen Draft stand gegen die Cowboys für 29 defensive Snaps auf dem Feld und überzeugte vor allem im Tackling (Pro Football Focus bewerte ich mit einem Tackling Rating on 80,3). Gerade im Tackling zeigten die 49ers in der vergangenen Spielzeit Schwächen. Seine sichere Performance mit fünf Tackles (keine Missed Tackle), einem Tackle für Raumverlust und zwei Stops sowie seiner Präsenz auf dem Feld brachten ihn dem Roster einen großen Schritt näher. Allerdings schauten sich die Quarterback der Cowboys Greenlaw auch dreimal als Target aus und alle drei Bälle fanden ihr Ziel. Greenlaw gab in der Pass Coverage 41 Yards ab und ließ ein Passer Rating von 118,3 zu. Veteran Malcolm Smith dürfte es schwer haben, sich im Duell gegen Greenlaw durchzusetzen. Außerdem spricht gegen Smith, dass er kein Core Special Teams Player ist.

FREE SAFETY TARVARIUS MOORE:

Tarvarius Moore kommt mehr oder weniger aus dem Nichts, wenn man sich das Rennen um den Starter Posten auf Free Safety anschaut. Im College spielte er für die Southern Miss Golden Eagles Safety und die 49ers versuchten ihn in seinem Rookie Jahr auf Cornerback umzuschulen. In der Offseason kehrte Moore auf seine College Position auf Free Safety zurück, was sicherlich auch an der erneuten Verletzung von Jimmie Ward gelegen haben dürfte. Nichts desto trotz stand er nach guten Leistungen im Camp gegen die Cowboys als Starting Free Safety auf dem Feld und absolvierte insgesamt 70 Snaps. Moore zeigte gute Übersicht, tackelte sicher (drei Tackle, kein Missed Tackle) und wurde im Passspiel nicht als Ziel von den Cowboys ausgewählt. Der ehemalige Golden Eagle ist im Moment der Front Runner auf den Starting Job. In den vergangenen drei Trainingseinheiten sammelte er drei Interceptions. Die komplette Defense der Niners hatte in der letzten Saison lediglich zwei Interceptions zu Buche stehen – neuer NFL Negativrekord.

FREE SAFETY JIMMIE WARD:

Veteran Jimmie Ward kehrte nach seinem Schlüsselbeinbruch in den Organized Team Activities pünktlich zum Joint Practice mit den Denver Broncos von der PUP List zurück.  Aber es gab noch kein Training unter voller Belastung und es ist fraglich, ob Ward bereits gegen die Broncos zum Einsatz kommen könnte. Was die Sache mit Ward, der in seine sechste NFL Saison geht, schwierig macht, ist seine Verletzungshistorie. Der ehemalige Erstrundenpick war nur in seiner zweiten Saison 2015 in allen sechzehn Partien einsetzbar. Alle weiteren vier Spielzeiten beendete Ward auf der Injured Reserve List und verpasste in seinen bisherigen fünf Seasons 29 von möglichen 80 Partien und startete lediglich in 31 Begegnungen. Talent, Einstellung und Charakter sprechen nach alle Aussagen von Head Coach Kyle Shanahan und General Manager John Lynch für Ward und man hat großes Vertrauen in seine Fähigkeiten. Allerdings muss man leider in Frage stellen, ob er diese auch auf dem Feld unter Beweis stellen kann.

CORNERBACK EMMANUELL MOSELEY:

An Veteran Richard Sherman ist die Position des Left Cornerback sicher vergeben. Auf der gegenüberliegenden Seite erwartet man Ahkello Witherspoon oder womöglich Jason Verrett, der viel Talent und eine noch größere Verletzungshistorie mitbringt. Als Slot Cornerback schien K´Waun Williams gesetzt, der aber nun erst einmal verletzt auffällt. Gegen die Cowboys startete etwas überraschen Emmanuell Moseley und stand 43 Snaps (27 in der Pass Coverage) auf dem Feld. Er sammelte vier Tackles – verpasste aber auch eins. Dazu verbuchte er eine Quarterback Hurry und drei Stops. Drei von vier Pässen ihn seine Richtung kamen an, aber er ließ nur neun Yards und ein Quarterback Rating von 77,1 zu. Könnte er sich den Starting Job von Williams zumindest vorläufig holen? Weitere gute Leistungen in der Preseason würde sich nicht schaden. Sein Hauptkonkurrent dürfte D.J. Reed Jr. sein. Reed kam in seiner Rookie Saison auf 360 Snaps, wovon 208 in der Pass Coverage lagen. Pro Football Focus bewerte ihn mit einem Coverage Grade von 57,8. Reed ließ bei 15 Targets 14 Receptions für 113 Yards und zwei Touchdowns zu. Das Passer Rating mit Reed als Target liegt bei 137,6.

QUARTERBACK NICK MULLENS:

Das Quarterback Duell um die Position hinter Jimmy Garoppolo ist in vollem Gange. Das Mullens gegen die Cowboys starten durfte ist nicht unbedingt ein Indiz dafür, dass er Vergleich mit C.J. Beathard vorne liegen konnte. Mullens brachte gegen die Cowboys elf von 17 Pässen (64,7%) an den Mann und erzielte damit 105 Yards Raumgewinn. Er warf einen Touchdown auf Rookie Jalen Hurd und eine Interception. Die 49ers und auch Mullens kamen schwer in die Partie, aber der Quarterback ließ sich weder von Drops (Wide Receiver Richie James) noch der Interception beeindrucken und arbeitete gewohnt seine Reads durch. Between the Numbers brachte Mullens neun von elf Pässen für 93 Yards sowie Touchdown und Interceptiopn an. Outside vervollständigte er nur zwei von sechs Attempts für zwölf Yards an. Hier ist Mullens Play vorhersehbar und er muss mehr Variationen in sein Spiel bringen. Insgesamt wirkt er weiter als sein Konkurrent C.J. Beathard. Es ist ungewiss, ob die 49ers mit drei Quarterbacks auf dem Roster in die Saison gehen. In den beiden Spielzeiten zuvor waren es jeweils nur zwei.  

RUNNING BACK BRANDON WILDS:

Brandon Wild verpflichteten die 49ers erst kurz vor dem ersten Preseason Game gegen die Cowboys. Der Running Back, der zuvor für die Atlanta Falcons, Cleveland Browns und Jacksonville Jaguars in Pre- und Regular Season auflief, bekam in seinem ersten Auftritt gleich 19 Snaps. Mit sieben Carries erlief er 29 Yards und fing einem Pass für weitere vier Yards. Auffällig war gegen die Texaner seine geradlinige Spielweise und er sorgte für zwei Highlight, als er praktisch durch zwei Gegenspieler durchlief. Wilds dürfte aber angesichts der Konkurrenz von Matt Breida, Tevin Coleman sowie Raheem Mostert (Core Special Teams Player) so gut wie keine Aussichten auf das finale Roster haben. Bei Jerick McKinnon deutet vieles auf einen Saisonbeginn auf der Injured Reserve List hin. Sollte einem der drei genannten sicheren Kandidaten aufs Roster etwas passieren, könnte auch Wilds Chancen einen Roster Spot haben.

OFFENSIVE TACKLE JUSTIN SKULE:

Nach der Verletzung von Shon Coleman, der als Front Runner auf die Position des Swing Tackle galt, sind die Karten mehr oder weniger neu gemischt worden. Die 49ers verpflichteten zwar Veteran Sam Young zu Beginn der Woche, aber mehr als die Bezeichnung „solide“ kann man dort nicht verwenden. Die Niners wählten Skule in der sechsten Runde des Drafts von Vanderbilt aus. Sein erster Auftritt im Trikot der Niners verlief nicht optimal. Er stand in 64 Plays auf dem Feld und ließ zwei Pressures (QB Hit und Hurry) zu und wurde von Pro Football Focus im Pass Blocking mit 61,7 und im Run Blocking mit 47,9 bewertet. Skule dürfte auch gegen die Broncos viel Einsatzzeit bekommen, denn die 49ers müssen herausfinden, mit welchem Spieler man als Swing Tackle in die Saison gehen wird. Skule muss sich steigern, falls er den Sprung aufs Ros