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49ers Germany

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Was bringt das neue CBA für die 49ers?

5 min read

Mit einer knappen Mehrheit von 51,5 zu 48,5 der abgegebenen Stimmen haben die NFL Spieler und damit die NFLPA das neue Collective Bargaining Agreement (CBA) ratifiziert. Durch die neue Vereinbarung, die bis einschließlich der Saison 2030 gelten wird, beginnen nun die Planungen für die Saison 2020 endlich. Nun können auch die San Francisco 49ers mit festen Rahmenbedingungen planen und die Vertragsgespräche vorantreiben. Hier ein Überblick, welche Veränderungen das neue CBA bereits für die Saison 2020, aber auch für die kommenden Spielzeiten mitbringt.

SALARY CAP

Das NFL Management Council hat bekannt gegeben, dass der Salary Cap pro Team für die Saison 2020 nun $ 198.200.000 beträgt. Dies sind knapp $ 10.000.000 mehr als in der vergangenen Saison. Dazu kommen $ 44.770.000 in Benefits und Performance-abhängigen Zahlungen. Damit steten den Teams maximal $ 242.900.000 als Overall Player Costs zur Verfügung. Hierzu wird bei jedem Team weiterhin der Cap Rollover aus der vergangenen Saison addiert. Die Summen für die Nachfolgenden Spielen hängen von den neuen TV Deals ab der Saison 2021 ab und dürften kräftig ansteigen.

Als Folge des Abschlusses des neuen CBAs, dürfen die Teams jetzt in der anstehenden Free Agency auch nur entweder den Franchise Tag oder den Transition Tag anwenden und nicht wie bei einem auslaufenden CBA beide Tags.  

ÄNDERUNGEN AM SPIELPLAN

Bereits mit dem Beginn der Spielzeit 2020 werden durch das neue CBA zwei weitere Teams, jeweils eines pro Conference, die Playoff erreichen. Dadurch können nunmehr 14 anstatt zwölf Teams die Postseason erreichen und nur noch der First Seed in AFC und NFC beschert den Mannschaften ein First Round Bye. Somit finden in der Wild Card Round zwei weitere Spiele statt.

17 REGULAR SEASON GAMES ERST AB 2021 MÖGLICH

Frühestens ab der Saison 2021 haben die Owner die Möglichkeit, dass die Regular Season von 16 auf 17 Spiele pro Team erweitert wird. Um dies durchzuführen gibt es ein Zeitfenster zwischen den Spielzeiten 2021 und 2023. Das Zeitfenster werden die Verantwortlichen auch brauchen, denn bisher ist nicht geklärt, nach welchem Modus die Teams das zusätzliche Spiel bestreiten. Es könnte abwechselnd eine Heimpartie mehr geben, oder ein Spiel findet auf einem neutralen Platz, zum Beispiel als Erweiterung der International Series statt. Darüber hinaus ist eine weitere Bye Week im Gespräch und im Galle einer Erweiterung auf 17 Regular Season Games wird die Preseason auf drei Spiele verkürzt.

PRESEASON KÖNNTE NUR NOCH DREI SPIELE HABEN

Neben einer verkürzten Preseason verändert das neue CBA auch Elemente während des Trainingslagers und der Preseason. Dies sind zum Beispiel eine Begrenzung auf vier Joint Practices, die Länge der Einheiten in Pads bei voller Geschwindigkeit (2,5 Stunden) und die Reduzierung der Tage in den Pads (nicht mehr als 16).

GEHALTSAUSSCHÜTTUNGEN

Die Spieler erhalten mehr Geld von den Liga Einnahmen, die ab 2021 anfallen werden. Ab diesem Jahr erhalten die Spieler 47% aller Ligaeinnahmen, was dem gleichen Prozentsatz der aktuellen CBA entspricht. Mit zusätzlichen Teams in den Playoffs wird laut NFLPA Memo vorausgesagt, dass die Playoffs nun schätzungsweise 150 Millionen Dollar einbringen werden.

Das sind 70,5 Millionen Dollar, die die Spieler in der Tasche haben. Im Jahr 2021 werden die Spieler 48% aller Liga Einnahmen erhalten. Diese Zahl könnte mit den neuen TV-Deals auf dem Weg dorthin noch steigen. Wenn die TV Einnahmen der Liga um 60% steigen, wird der Anteil der Spieler an den Einnahmen laut NFLPA auf 48,5% und in einigen Fällen sogar auf 48,8% ansteigen.

CBA KOMMT SOFORT DEN GERINGVERDIENERN ZU GUTE

Das neue CBA kommt den Spielern zugute, welche die niedrigsten Gehälter verdienen. Etwa 60% der Spieler spielen mit einem Vertrag auf Liga Minimum. Diese Mindestgehälter werden um 20% erhöht, und zwar mit sofortiger Wirkung. Hier ist ein Beispiel:

Ein Spieler mit weniger als einem Jahr NFL Erfahrung wird dieses Jahr im Rahmen des aktuellen Deals $ 510.000 verdienen. Diese Zahl steigt auf $ 610.000 Dollar im Jahr 2020, wenn das neue Abkommen unterzeichnet wird, und das Mindestgehalt für Spieler mit weniger als einem Jahr Erfahrung steigt im Laufe des Abkommens schrittweise an und erreicht im Jahr 2030 $ 1.065.000.

Spieler mit einem Jahr Erfahrung bis zu sieben oder mehr Jahren Erfahrung sind ebenfalls davon betroffen, obwohl die vollen Erhöhungen erst 2030 in Kraft treten werden.

ROSTERVERÄNDERUNGEN

Das Active Roster an Spieltagen steigt von 46 auf 48 Spieler. Dabei gibt es aber eine Einschränkung: Einer dieser Extraspieler muss ein Offensive Lineman sein. Dies gibt den Teams mehr Flexibilität am Spieltag und man kann drei Offensive Lineman neben den Startern aktiv haben. Sollten an einem Gameday nicht acht Offensive Lineman aktiv sein, dürfen nur 47 Spieler aktiv sein. Das 53er Saison Roster wird dementsprechend um zwei weitere Spieler auf nunmehr 55 Spieler erweitert.

Auch die Practice Squad wird verändert bzw. schrittweise erweitert. Bisher konnte die Teams zehn Spieler für die Practice Squad unter Vertrag nehmen. Mit Beginn der Saison 2020 können nun zwölf Spieler auf die Practice Squad genommen werden. Ab der Saison 2022 steigt die Anzahl um zwei weitere Spots auf 14.

INTERNATIONAL GAMES

Seit 2007 hat die NFL jährlich Spiele auf internationaler Ebene ausgetragen, unter anderem in London und Mexiko City. Nach dem neuen CBA dürfen in einer Saison von 2020 bis 2025 nicht mehr als zehn internationale Spiele ausgetragen werden, es sei denn, ein Team wurde aus seinem bestehenden Stadion verdrängt. Die meisten internationalen Spiele, die jemals in einer einzigen Saison ausgetragen wurden, sind fünf in den Jahren 2017 und 2019.