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49ers Germany

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Niners Huddle Episode 24: Spotlight: Defensive Backs II

6 min read

Mit der 24. Episode des Niners Huddle – Der 49ers Germany Podcast geht es ins Wochenende. Wir vertiefen die Grundlagen über die Secondary und machen im Anschluss an Ausgabe 22 mit dem Dimeback und der Dime-Formation weiter. Danach blicken wir auf Man und Zone Coverage und werfen einen ersten Blick auf Cover Konzepte.

DIMEBACK UND DIME-FORMATION

Dimeback ist der Name für einen sechsten Defensive Back im American Football. Er spielt jedoch nur in einer bestimmten defensiven Formation. Der Dimeback kommt in die Partie, wenn die Defense in der sogenannten Dime-Formation spielt. Der Dimeback muss also einen Linebacker oder einen Defensive Lineman ersetzen. Das ist der Fall, wenn die gegnerische Offense mit vier oder mehr Wide Receivern aufgestellt ist. Da der Dimeback möglicherweise mit drei oder mehr Wide Receivern mithalten muss, benötigen Dimebacks eine gute Wendigkeit und Schnelligkeit. Die Dimeback-Position erhielt ihren Namen, weil im Wesentlichen zwei Nickelbacks gleichzeitig auf dem Feld sind. Und zwei Nickel (fünf Cent) sind gleich einem Dime (zehn Cent).

VERÄNDERUNGEN IM SYSTEM

Nickel- und Dime-Formationen sieht man inzwischen in jedem NFL Spiel – mit zunehmender Häufigkeit, desto passlastiger die NFL wird. Die Offense bringt immer mehr Receiver ins Spiel, dafür weniger Running Backs und Fullbacks. Durch den vermehrten Einzug von Spread und Air Raid Elementen finden sich bis zu fünf Wide Receiver auf dem Feld. Dadurch werden immer weniger Laufverteidiger (D-Liner und insbesondere Linebacker gebraucht) – aber immer mehr Spieler für die Coverage.

So ist in vielen Offenses der Slot Receiver ein Starter geworden und die Defense hat mit dem Nickelback nachgezogen, der als Slot Cornerback seinen Platz gefunden hat und inzwischen immens wertvoll ist.

Dazu setzt man in der Coverage heute häufig auf Hybridspieler: Safety-Linebacker-Hybrid: Spieler mit oftmals einer Safety Vergangenheit im College, aber physisch ein leichterer Linebacker. Kann covern, aber auch im Running Game verteidigen. Dadurch bekommt man die nötige Flexibilität ins System.

GRUNDPHILOSOPHIE: ZONE- ODER MANCOVERAGE

Egal wie viele Defensive Backs auf dem Spielfeld sind, gibt es zwei von der Aufstellung unabhängige Unterscheidungen: Zone Coverage und Man Coverage. Bei der Zone Coverage verrät es ja schon der Name: Jeder Spieler, der nicht die Offensive Line attackiert und den Quarterback jagt, bekommt einen Bereich des Feldes zugeteilt, für den er zuständig ist. Ein Cornerback würde bei der Zone Coverage keinen Receiver quer über den Platz verfolgen, sondern er verteidigt in seiner Zone und ist dafür verantwortlich, dass in dieser Zone kein Receiver einen Ball fängt.

ZONE COVERAGE

In einer Zone Coverage beobachtet der Cornerback in erster Linie den Quarterback und sekundär seine Zone. Dadurch kann er abschätzen, wann und wohin der Quarterback den Ball werfen wird – anschließend kann er beurteilen, ob und welcher Bereich seiner Zone akut gefährdet ist, oder er in einer benachbarten Zone aushelfen kann.

Bei der Man Coverage sieht es dagegen etwas anders aus. Der Cornerback in Man Coverage fokussiert sich dagegen nicht auf den Quarterback, sondern nur auf seinen direkten Gegenspieler. Im Idealfall verfolgt er diesen so hautnah, dass der Quarterback den Ball gar nicht zu diesem Receiver werden möchte.

Ein Cornerback, der primär in Zone Coverage spielt, hat grundsätzlich mehr Gelegenheiten zu Interceptions. Der Zonen-Verteidiger kann viel besser abschätzen, wie sich die Routen der Receiver entwickeln und wann der Ball vom Quarterback geworfen und in Abfangreiche ist. Der Man-Verteidiger ist auf den Laufweg seines Receivers fixiert. Bei der Zone Coverage muss jeder Spieler, der eine Zone abdeckt, in der Lage sein, die Laufwege der Receiver sowie den Pass richtig zu lesen und zu antizipieren.

MAN COVERAGE

Man Coverage bedeutet, dass ein Verteidiger einen bestimmten Spieler zugeteilt bekommt, um den er sich im kommenden Spielzug kümmern soll. Bekommt Cornerback A also Receiver B zugeteilt, besteht in der Man Coverage seine einzige Aufgabe im nächsten Play darin, dass Receiver B kein Play macht – er verfolgt ihn zur Not über den ganzen Platz.

Man Coverage kann man grundsätzlich in zwei Arten unterteilen:

  • Man Free und
  • Straight Man.

Als Man Free bezeichnet man auch als Cover-1: Ein tiefer Safety sichert die tiefe Zone ab und alle anderen spielen Manndeckung. Dies erlaubt es der Defense, mit fünf Spielern den Quarterback zu rushen und somit mehr Druck auszuüben. Der tiefe Safety ist hierbei das Sicherheitsnetz, falls ein Cornerback in der Man Coverage geschlagen wird.

Bei der Straight Man Coverage fällt das Sicherheitsnetz weg und jeder Verteidiger hat einen direkten Gegenspieler für den er ausschließlich zuständig ist – dabei ist der Verteidiger sozusagen auf sich allein gestellt. Diese aggressive Art der Manndeckung wird vor allem eingesetzt, wenn die Defense einen starken Blitz (bis zu sechs Spielern) in Richtung des Quarterbacks schickt, weil bei dem großen Druck auf den QB dann die Chance groß ist, dass dieser den Ball schnell (oder gar nicht) loswerden muss. In diesem Fall muss die Coverage nur kurz standhalten. Wenn man dies im Zahlensystem beschreiben will, nennt man dies Cover-0.       

WO FINDET IHR DAS NINERS HUDDLE?

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Viel Spaß bei der zweiten Spotlight Ausgabe zu den den Defensive Backs! Lasst uns gerne Kommentare oder Fragen für die nächste Ausgabe zukommen. Wer mag, darf bei Apple Podcasts auch gerne eine (möglichst) positive Review abgeben und uns natürlich abonnieren! Auch auf YouTube würden wir uns über Abonnements, Kommentare und einen Daumen hoch sehr freuen!

Bedanken wollen wir uns auch nochmal bei der Band Heart of Chrome – der Song „California“ ist einfach perfekt!

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