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6. August 2021

49ers Germany

Official 49ers Fan Chapter, part of Niner Empire.

49ers @ Patriots: The Good, the Bad and the Ugly! Week 7

9 min read

Mit dem dritten Auswärtssieg im Gepäck kehrten die San Francisco 49ers aus Massachusetts zurück nach Kalifornien. 33:6 siegten die 49ers im Gillette Stadium über die New England Patriots und verbesserten ihre Bilanz auf 4-3. Jeff Wilson war sicherlich mit seinen drei Touchdowns hervorragend und fällt definitiv in Kategorie „The Good.“ Blicken wir noch einmal unter den bekannten Kategorien auf die Partie aus Week 7 zurück und schauen, ob wir auch etwas für „The Bad“ und „The Ugly“ finden.

THE GOOD:

Kyle Shanahan und sein Game Plan

Man hatte den Eindruck, dass Head Coach Kyle Shanahan seit der Super Bowl Niederlage mit den Atlanta Falcons gegen die New England Patriots an diesem Game Plan gearbeitet hat. Ein Schlüsselspiel hierfür war sicherlich die Super Bowl Niederlage der Rams gegen die Patriots, denn in dieser Begegnung entschlüsselte Bill Belichick die Rams Offense von Sean McVay. Wie hat er das gemacht? Indem er die Edges mit zwei weiteren Spielern an der Line außerhalb der Tackles platziert hat. Shanahans Antwort lautete wie folgt: Wir verlagern die Edges für unser Running Game durch die Blocking Maschinen George Kittle, Kyle Juszczyk und auch Deebo Samuel einfach weiter in Richtung Seitenauslinie. Und der Plan ging perfekt auf. Die 49ers dominierten vom Opening Drive an die Partie mit ihrem Laufspiel. Man erzielte 197 Rushing Yards gegen die Patriots und hatte über 38 Minuten Ballbesitz.

Man outscorte die Patriots in der ersten und auch der zweiten Halbzeit. In der zweiten Spielhälfte warf man nicht einen Pass bei einem First Down, aber viermal beim zweiten und zweimal beim dritten Versuch. Jimmy Garoppolo hatte in der zweiten Spielhälfte einen Success Rate von 83% bei seinen Passversuchen. Dies half den 49ers die Ketten zu bewegen, die Uhr zu kontrollieren und schließlich einen Gegner auf überzeugende Weise zu erledigen. Shanahan gewann das Schachduell mit dem „Imperator“ Bill Belichick mit einem Erdrutschsieg.

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Robert Saleh

Der Defensive Coordinator der 49ers bekam zurecht eine große Ladung an Kritik zu Saisonbeginn. Aber Saleh hat seine Defense angepasst. Im Vergleich zur Partie gegen die Arizona Cardinals fehlten den Niners acht Starter: Nick Bosa, Solomon Thomas, Kwon Alexander, K’Waun Williams, Richard Sherman, Jaquiski Tartt und Jimmie Ward. Trotz all dieser und weiterer Ausfälle und mit zahlreichen Backups auf dem Feld erstickte die Defense der Niners die Offense der Patriots vollkommen im Keim.

Die Defensive Line produzierte zwar nur zwölf Total Pressures gegen Cam Newton und Jared Stidham, aber gegen diese laufstarke Offense der Patriots schaffte sie etwas Anderes grandios. Man unterband komplett die Gefährlichkeit eines laufenden, mobilen Quarterbacks wie Cam Newton. Die Defense ließ nur fünf Rushes für 19 Yards von Newton zu. Insgesamt hielt man die Offense bei 241 Yards und gestattete lediglich 4,9 Yards pro Play. Die Patriots schafften es nicht einmal in die Endzone und nicht einmal ein die Red Zone der 49ers. Dazu sammelte man gleich vier Interceptions – drei gegen Newton und eine gegen Stidham. Salehs defensiver Game Plan ging mindestens genauso gut auf wie Shanahans Meisterwerk.

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Jeff Wilson    

Vor der Partie galt Jeff Wilson mit einer Wadenverletzung noch als fraglich. Was der Running Back dann im Gillette Stadium auf den Rasen zauberte war erste Klasse. In drei Quartern erlief er mit 17 Carries 112 Rushing Yards – das sind 6,6 Yards pro Carry. Wilson erlief drei Rushing Touchdowns und verletzte sich leider beim Tackle zum letzten Touchdown am Knöchel. Sowohl die 112 Yards als auch die drei Touchdowns sind Karrierebestleistungen für Wilson.

Offensive Line

In der zweiten Woche in Folge zeigte sich die Offensive Line stark verbessert. Auch ohne Center Ben Garland konnte die Offensiv Line sowohl in der Pass Protection als auch im Run Block überzeugen. Insgesamt ließen die fünf Offensive Liner nur drei Total Pressures (ein Sack, zwei Hurries) zu. Trent Williams, Laken Tomlinson und auch Daniel Brunskill behielten sogar eine weiße Weste. McGlinchey gab einen Sack an, während Graus zwei Hurries zu ließ. Die Offensive Line blockte für das Running Game den Weg frei mit dem Ergebnis, dass die 49ers insgesamt 197 Rushing Yards erliefen.

Jimmy Garoppolo

Die Köchelverletzung von Jimmy Garoppolo verheilt von Woche zu Woche mehr und der Signal Caller verbessert sich ebenfalls. Ja, für ihn standen am Ende des Tages zwei Interceptions zu Buche. Die erste Interception geht auf seine Kappe, nachdem eine Holding Strafe die 49ers in ein langes First Down zwang überwarf er George Kittle. Vor der Halbzeitpause warf er eine Hail Mary – dabei weiß man nie was das ausgeht. Mit einem abgezockten Receiver bekommt man vielleicht eine Flagge oder der Ball kommt bei keiner der Parteien an. Aber außerhalb dieser beiden Plays machte der Quarterback bei seinem Homecoming eine gute Figur. Jimmy G brachte 20 von 25 Pässen für 277 Yards an den Mann. Dies ist eine Completion Rate von 80%. Dazu bewegte er mit der Hälfte seiner Pässe die Ketten.

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Brandon Aiyuk

Brandon Aiyuk erreichte mit sechs Receptions 115 Receiving Yards. Für Aiyuk war es das erste 100 Yards Receiving Game in seiner Karriere. Aiyuk erzielte pro Catch durchschnittlich 19,2 Yards. Die Chemie zwischen ihm und Jimmy Garoppolo wird von Woche zu Woche besser und vor allem vertraut der Quarterback dem Receiver. Sonst hätte Garoppolo auch niemals die Hail Mary auf Aiyuk versucht. Brandon Aiyuk wird in den kommenden Wochen die „Deebo-Rolle“ einnehmen müssen. Wenn die „YAC-Brothers“ wieder vereint auf dem Felde stehen, sollte man an dieser Offense viel Spaß haben.

Jamar Taylor

Cornerback Jamar Taylor hat sich sicherlich schwergetan, als er versuchte, K'Waun Williams in der Startaufstellung zu ersetzen, aber nicht am Sonntag. Der altgediente Backup war der Herausforderung in New England gewachsen, als er zwei Interceptions aufnahm. Dies gelang ihm zuletzt 2016. Taylor ist nicht die langfristige Antwort, aber es war auf jeden Fall ein Wohlfühlnachmittag für den Veteran in seiner achten Spielzeit in der NFL.

Kyle Juszczyk

Vielleicht gab es keinen Spieler mit mehr Impact für die Partie als Juszczyk am Sonntag. Er war im Laufspiel exzellent und nivellierte eine Reihe wichtiger Blocks, um den Weg für einen dominanten Angriff der 49ers zu ebnen. Darüber hinaus erzielte er 18 Rushing Yards und einen Touchdown mit vier Carries. Der Fullback machte auch einen tollen Sprungfang für 18 Yards bei seiner einzigen Receptions der Partie. Den bösen Drop kurz vor der Flugeinlage verschwiegen wir dann einfach…

Tarvarius Moore

Moore startete für den Verletzten Jimmie Ward auf Free Safety. In seiner ersten Saison versuchten die 49ers noch ihn auf Cornerback umzuschulen, rückten aber in der Offseason aufgrund der Verletzung von Ward wieder davon ab. Zurecht! Moore ist ein vielseitiger und explosiver Free Safety. Gegen die Patriots spielte er sowohl Free Safety als auch Strong Safety und hatte einige Auftritte in der Box. Er zeigte mehrfach, dass er einen starken Closing Speed hat. Moore hatte zwei Stops beim dritten Versuch, zwei starke Stops gegen das Running Game der Patriots und einen starken und wichtigen Block beim Return von der Moseley Interception. Saleh muss eine Möglichkeit finden, dass Moore mehr Spielzeit bekommt!  

THE BAD:

Penalties

Sechs Strafen für 65 Yards liest sich nicht so schlecht, aber beim genaueren Hinsehen taten diese Strafe sehr weh. Warum? Die Patriots bekamen durch zwei Strafen gegen die Niners Defense zwei First Downs. Dion Jordan und D.J. Jones handelten sich jeweils eine Roughing the Passer Strafe ein. Beide waren zu spät am Quartback dran, nachdem der Ball schon weg war. Diese beiden Penalties tuen zwar weh, aber man sollte diese eher in Kauf nehmen.

Was man vermeiden muss, sind Pre-Snap und Holding Penalties in der Offense. Gleich Offensive Holding Strafen leisteten sich die 49ers. In Person waren dies Mike McGlinchey, Trent Williams und George Kittle. Die erste Offensive Holding Strafe gegen Kittle zwang die 49ers in Third Down und 12 und machte das durch Deebo Samuel zuvor erlaufene First Down zu Nichte. Aus dem dritten Versuch und zwölf resultierte die erste Interception von Garoppolo.

Aus der zweiten Holding Strafe gegen Trent Williams resultierte „nur“ ein Field Goal durch Robbie Gould. Anstatt dritter Versuch und ein Yard zu gehen, hatte man der Williams Strafe, die neun Yards von Samuel negierten, einen zweiten Versuch und 20 am Hals. Die Holding Strafe gegen McGlinchey endete trotz eines ersten Versuchs und 20 in einem Touchdown.

Strafen die man gar nicht tolerieren kann sind Pre-Snap Penalties. Man verschenkt Yards aufgrund von Unkonzentriertheiten und macht es dem eigenen Team nur schwerer. George Kittle unterlief nun bereits im zweiten Spiel in Serie eine False Start Strafe. Bitte unbedingt abstellen!   

Special Teams

Die Special Teams, in diesem Falle die Kicking Unit, liefern in dieser Saison ein auf und ab. Es gab schon einen geblockten Punt, weil er ein Block nicht gehalten werden konnte. Einen geblockten Extrapunkt, weil ein Block nicht gehalten wurde. Einem missglückten Field Goal Attempt, weil der Long Snapper den Ball nicht korrekt snappen konnte. Und gegen die Patriots setzte Robbie Gould einen weiteren Extrapunkt an den Goal Post. Hierbei wurde Gould von der linken Seite irritiert, denn Javon Kinlaw verpasste seinen Block ganz links außen komplett. Der Rookie bekam nicht einmal einen Finger an seinen Gegenspieler.  

In engen Spielen können den 49ers solche Fehler den Sieg kosten.

… AND THE UGLY:

Injuries

Wie schon in den letzten Wochen bezahlten die 49ers auch den Sieg bei Patriots teuer. Mit Jeff Wilson landet nach Tevin Coleman und Raheem Mostert nun bereits der dritte Running Back auf der Injured Reserve List. Wilson erlitt eine Knöchelverletzung beim dritten Touchdown und fällt laut Head Coach Kyle Shanahan mindestens vier Wochen aus. Mit seiner Rückkehr ist dann wohl erst nach der Bye Week zu rechnen.

Dazu zog sich Deebo Samuel eine Harmstring Verletzung zu und fehlt mindestens in den Begegnungen bei den Seattle Seahawks und gegen die Green Bay Packers. Samuel verpasste aufgrund einer Jones-Fraktur, die er sich in einem privaten Workout zuzog, schon die komplette Vorbereitung und auch die ersten drei Spiele.